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fahrlässige Körperverletzung mit Auto und Inlineskater

| 23.06.2017 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Richard Claas


Guten Tag,

ich hatte vor ca. 3 Wochen einen blöden Vorfall.
Ich war unterwegs mit dem Auto zu einer Gaststätte und wollte auf den dortigen Parkplatz (von rechter Straßenseite aus kommend) rechts einbiegen und dazwischen befindet sich ein Fahrradweg und Gehweg. Als ich einbog sah ich links (es geht etwas Bergabwärts) von oben plötzlich 2 Inlineskates Fahrerinnen mit einem schnellen Tempo vom Berg runter fahren (Meiner Meinung nach kamen sie aus heiterem Himmel, ich hatte sie vorher nicht gesehen). Ich stand mit der Motorhaube über dem Fahrradweg und habe komplett angehalten. Die erste Fahrerin die voraus fuhr ist um das Auto herum gefahren (war etwa noch die Hälfte vom Weg frei), die zweite Inline-Fahrerin hat sich erschreckt und wusste nicht was sie machen soll und lies sich aufs Gesäß fallen (ca. 3 Meter vor meinem Auto). Die Inline-Fahrerinnen kamen wie erwähnt von oben den Hang runter von mir aus gesehen entgegenkommend.
Ich habe gleich das Fenster runter gemacht und gefragt ob alles in Ordnung ist, ob es ihr gut geht.
Danach bin ich dann gleich auf den Parkplatz gefahren und ausgestiegen und habe sie nochmal direkt gefragt ob alles okay ist und ihr gesagt ich habe sie leider nicht rechtzeitig gemerkt, da sie plötzlich aus dem nichts aufgetaucht sind und sehr hohes Tempo hatten. Sie und ihre Freundin meinten es ist alles ok und sie hätten mich auch nicht gesehen, sie muss nur kurz sitzen bleiben.
Ich habe mich nochmals entschuldigt und sie sagten es ist alle in Ordnung, darauf hin bin ich in die Gaststätte. Wahrscheinlich haben sie meine KfZ Nummer notiert und sind dann gegangen.
Ich hätte sie sicherlich ins naheliegende Krankenhaus gefahren, wenn sie darauf bestanden hätte oder auch Krankenwagen zu rufen.
Jetzt sind wie gesagt 3 Wochen vergangen und ich habe eine Vorladen wegen fahrlässiger Körperverletzung erhalten.

Was kommt da auf mich zu?
Ich weiß, im Prinzip sind Fußgänger und Fahrradfahrer eigentlich immer im Recht und habe sicherlich auch eine Schuld, aber aufgrund der geschilderten Umstände sehe ich da auch eine Teilschuld der Inlineskates-Fahrerinnen.

Zur Anmerkung meine Ehefrau war bei mir Beifahrerin und bestätigt mir auch meine Schilderung.

Vielen Dank für ihre Mühe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft leitet grundsätzlich nach Kenntnis von einem Verkehrsunfall mit Personenschaden ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. Entweder weil der Geschädigte einen Strafantrag gestellt hat oder weil sie davon ausgeht, dass die Tatverfolgung von öffentlichem Interesse ist.

In § 229 des Strafgesetzbuches (StGB) heißt es dazu: „Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft"

Ihnen wird hier offensichtlich eine entsprechende Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen, die sich aus einer Missachtung der Vorschriften des StVG und der StVO ergeben kann.

Die Strafzumessung (Abwägungen bei der Festsetzung einer Strafe) ist bei der fahrlässigen Körperverletzung einzelfallabhängig und richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Der Umstand, dass Sie sich nach dem Schadensereignis nach dem Befinden der Damen erkundigt haben, kann sich hier strafmildernd für Sie auswirken. Gleiches gilt für eine mögliche Mitschuld der Geschädigten.

Bezüglich des weiteren Vorgehens empfiehlt es sich, gegenüber der Polizei oder der Staatsanwaltschaft von Ihrem Schweigerecht Gebrauch zu machen und sich nicht zu dem Vorfall zu äußern.

Weiterhin sollten Sie einen Rechtsanwalt damit beauftragen, das Ermittlungsverfahren notfalls gegen Zahlung einer Geldauflage zur Einstellung zu bringen. Dazu wird der Rechtsanwalt zunächst Akteneinsicht bei der zuständigen Ermittlungsbehörde beantragen.

Unabhängig von dem Strafverfahren besteht noch die Möglichkeit, dass Ihnen gegenüber auch zivilrechtliche Ansprüche (Schadensersatz) geltend gemacht werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2017 | 08:04

Haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort Herr Claas.

Hierzu habe ich noch eine Frage, besteht im Falle einer Gerichtsverhandlung die Chance das mich keine Schuld trifft?

1. Die Inlineskates Fahrerinnen waren viel zu schnell unterwegs (ich würde sagen um die 30-40km/h)
2. Die erste Fahrerin die vor der verunglückten Person voraus fuhr, ist um das Auto herum ausgewichen, die zweite jedoch nicht und hat sich bewusst fallen lassen 3-5 Meter vor meinem Auto.
3. Für Radfahrer und Inlinefahrer gelten doch andere Gesetze, da Inliner nach einem Beschluß des Bundesgerichtshofes als Fußgänger gelten und somit ihre Geschwindigkeit so anpassen müssen das sie auf Hindernisse reagieren können. Zudem stand ich ja vor Ihnen nur zur Hälfte auf dem Gehweg. Es hätten ja auch Beispielsweise andere Hindernisse da stehen können ?!
4. Sie ist nicht auf mein Auto drauf gefahren sondern die erwähnten 3-5 Meter vor mir hingefallen, sie sah sehr unsicher in ihrer Fahrweise aus aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit mit der sie unterwegs war.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bedauere es zutiefst das nun etwas passiert ist (habe mitbekommen das sie sich etwas dabei gebrochen hat), aber ich sehe auch eine große fahrlässigkeit bei der Inline-Fahrerin.
Ich habe seit 16 Jahren meinen Führerschein und bisher ist mir noch nie etwas passiert oder gar in einem Unfall verwickelt gewesen. Ich bin eigentlich ein sehr umsichtiger und vorausschauender Autofahrer.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2017 | 21:51

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfragen. Kurz gesagt: Sie machen sich da zuviele Sorgen.

Wie Sie geschrieben haben, haben Sie sich bislang nichts zu Schulden kommen lassen, insofern gehe ich davon aus, dass die Sache voraussichtlich eingestellt wird.

Wenn Sie sich nicht weiter mit der Angelegenheit belasten möchten, sollten Sie einen Rechtsanwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen. Gerne stehe auch ich Ihnen zur Verfügung.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte. Meine Kanzle ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr
würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.
Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Claas
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.06.2017 | 09:47

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Vielen Dank Herr Claas!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 26.06.2017 5/5,0
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