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fahren ohne fahrerlaubnisund ermächtigen

| 16.02.2015 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


hallo ,der fall ist so,gestern 15,2,2015 klingelte es und die polizei stand da und sie würden meinen sohn suchen weil er mit nem moped abgehauen sei,das war so mein sohn ist 15 und wird nächsten monat 16jahre,vor 2wochen habe ich ihm ein 125er krad gekauft weil er ja gerade seinen führerschein macht wäre so in 2-3wochen fertig,der antrag ist von der führerscheinstelle auch schon genehmigt und die stunden hat er fast alle,mein sohn hat sich halt gestern die schlüssel genommen um es auf nem feldweg zu fahren der ca300m vom haus beginnt.also er losgefahren sein freund13 hinten drauf und los,dann kam die polizei und wollte ihn anhalten.er nichts denkend in panik ist er dann abgehauen und die polizei hinterher bis er in einen weg fuhr der durch einen pfosten geschlossen war also für autos nicht einfahrbar.kurze zeit später stand die polizei schon zuhause und meinte sie suchen meinen sohn der nicht da war.2std später kamen die wieder und sagten 3anzeigen fahren ohne fahrerlaubnis,gefährdung im strasenverkehr weil ja bei der aktion irgend jemand verletzt werden konnte,und anzeige gegen mich wegen zulassen des fahrens ohne fahrerlaubnis weil das fahrzeug auf mich läuft und ich erziehungsberechtigt bin hätte den schlüssel einschliesen müssen.was passiert jetzt mit was muss er rechnen?kann er den führerschein fertigmachen oder bekommt er sofort ne sperre \\\\ bis wie lange ist die dann\\\\muss er mit freiheitsstrafe rechnen ?soll ich ihn von der fahrschule abmelden um kosten zu sparen da er ja sperre kriegt,kriegt er die sperre gleich oder nach dem gericht.mit was mus ich rechnen da ich den schlüssel nicht eingeschlossen hatte und das fz auf mich läuft.mus er den mofaführerschein jetzt abgeben?aussage haben wir noch nicht ggemacht wollten uns erst anwaltlich beraten lassen.bei der verfolgung hat die polizei sich den kotflügel beschädigt muss ich das bezahlen?
16.02.2015 | 17:00

Antwort

von


(69)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Tatvorwurf ist erst einmal korrekt. Ihr Sohn hat sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG strafbar gemacht, da er nicht im besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Ihren Angaben nach handelte es sich auch nicht etwa um ein Privatgrundstück, sondern um öffentlichen Verkehrsraum.
Ob daneben auch eine Gefährdung des Straßenverkehrs im Sinne des § 315c StGB vorliegt, kann auf Grund der vorliegenden Informationen nicht abschließend beurteilt werden.

Sie selbst könnte eine Strafbarkeit wegen des Ermöglichens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG treffen. Voraussetzung ist, dass Sie das Fahren angeordnet oder zugelassen haben. Hier kommt es entscheidend auf die Einlassung zur Sache ein. Sie sollten also möglichst Schutzvorkehrungen gegen das unbefugte Fahren Ihres Sohnes ergriffen haben, die er dann jedoch im konkreten fall umgehen konnte (bspw. den versteckten Schlüssel gesucht und gefunden).


Ihr Sohn kann den Führerschein normal fertig machen, da er bislang ja noch nicht rechtskräftig wegen der gestrigen Taten verurteilt wurde. Er gilt solange als unschuldig. Er sollte sogar zusehen, dass er den Führerschein möglichst schnell zu Ende macht, bevor die Fahrerlaubnisbehörde von der Sache erfährt. Dies ist spätestens am Ende des Strafverfahrens der Fall, möglicherweise aber auch schon früher.
Erfährt die Fahrerlaubnisbehörde vor Erteilung der Fahrerlaubnis von der Sache, könnte dies zu Eignungszweifeln und dies wiederum zur Nichterteilung der beantragten Fahrerlaubnis führen.


Das Strafmaß für Fahren ohne Fahrerlaubnis beträgt Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Da Ihr Sohn noch unter 18 Jahre alt ist kommt hier Jugendstrafrecht zur Anwendung. Wenn ihr Sohn bislang noch nicht vorbestraft ist, dann ist mit jugendrichterlichen Weisungen in Form von Sozialstunden zu rechnen. Zur Anzahl der Sozialstunden kann ich hier nichts sagen, da dies von vielerlei Faktoren abhängt. Im Extremfall wäre auch ein Jugendarrest denkbar, aber wohl keinesfalls eine Jugendstrafe.


Ihre Strafbarkeit lässt sich mit der richtigen Verteidigungsstrategie wohl gänzlich vermeiden. Hier ist jedoch entscheidend, welche Angaben Sie zur Sache machen. Sie sollten sich hierzu dringend anwaltlich verteidigen lassen.


Ob Sie die Beschädigung am Fahrzeug der Polizei zu bezahlen haben, kann ohne weitere angaben hierzu nicht abschließend beantwortet werden.


Wie geht es nun insgesamt weiter: Sie und Ihr Sohn werden von der Polizei zur Beschuldigtenvernehmung vorgeladen. Sie sollten keinesfalls unvorbereitet zu diesem Termin gehen und Angaben machen. Kontaktieren Sie statt dessen einen Rechtsanwalt, der zunächst Akteneinsicht für Sie nimmt und dann eine Verteidigungsstrategie erarbeitet. Gerade im Hinblick auf Ihre Person sollte sich dadurch und mit der richtigen Einlassung eine Strafbarkeit gänzlich vermeiden lassen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Sollten Sie an einer Verteidigung durch mich interessiert sein, können Sie mich gerne kontaktieren. Meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil. Ggf. kann ich Ihnen auch einen versierten Kollegen in ihrer Nähe empfehlen.


Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2015 | 17:54

danke fast alles beantwortet,nur auf die frage ob er ne sperre kriegtund die prüfbescheinigung fürs mofa auch abgenommen wird und wie die führerscheinstelle bescheid bekommt polizei oder gericht

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2015 | 18:33

Werfen Sie einen Blick in die §§ 69 und 69a StGB. Dort ist die Entziehung der Fahrerlaubnis und die Sperrfrist geregelt.

Der "Mofa-Führerschein" ist keine Fahrerlaubnis, sondern lediglich eine Prüfbescheinigung. Demnach gelten hier die fahrerlaubnisrechtlichen Maßnahmen (Entziehung, Sperrfrist, etc.) nicht.

Die Führerscheinstelle bekommt eine Mitteilung auf Grund von Nr. 45 der MiStra (Mitteilungen in Strafsachen). Demnach ordnet das Gericht oder die Staatsanwaltschaft eine entsprechende Mitteilung an, wenn dies für die Beurteilung der Fahreignung erforderlich ist. Es kommt jedoch auch gelegentlich vor, dass die Polizei eine solche Mitteilung veranlasst, obwohl sie hierfür eigentlich nicht zuständig ist.

Bewertung des Fragestellers 16.02.2015 | 18:39

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"top anwalt alles verständlich nur ob sperre nicht ganz beantwortet aber für den betrag echt angemessen,sehr zu empfehlen"
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Die Frage nach der Sperre lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten, da es hierfür auf den Einzelfall ankommt. Stellt das Gericht die Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen fest, dann Ja.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.02.2015
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top anwalt alles verständlich nur ob sperre nicht ganz beantwortet aber für den betrag echt angemessen,sehr zu empfehlen


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