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exorbitante Internetkosten nach technischen Router-Defekt

27.03.2009 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Anfrage für eine gute Bekannte:

Die Telekom-Kundin hat einen Call & Surf Basic 4.2 Tarif der Telekom mit Telefon-Flatrate und Internet-Zeittarif. Dieser Tarif war gewählt, da er monatlich 5 Euro weniger kostet als der Call & Surf Comfort mit Telefon- und Internet-Flatrate. Da die Kundin im Durchschnitt nur etwa 0.98 Euro/mtl. Verbrauch hat, ist dieser Tarif generell auch der geeignetste.
Das lief soweit problemlos, bis nun aber am 09.Januar 2009, der Telekom-Router W500V (Garantie abgelaufen) einen technischen Defekt hatte. Der Router fiel jedoch dadurch nicht komplett aus, sondern er hat dabei die Konfiguration verändert und statt der bedarfsabhängigen Internetverbindung, stellte der Router nun eine Dauerhafte Internetverbindung (nur für Flatrate geeignet) her.
So etwas ist mir als IT-Supportdienstleister, der ich ständig damit zu tun habe noch nie untergekommen und ich hätte bei jemand anderem einfach vermutet, dass dieser die Konfiguration bewusst oder unbewusst geändert hat. Die Bekannte ist jedoch schon älter und hat keine Ahnung von Computern, sie könnte wahrscheinlich nicht mal das Konfigurationsmenü dieses Gerätes erreichen.

Am 18.02.2009 stellte die Telekom nun eine Rechnung über 1040,32 Euro aus, in der die Internetgebühren für den Zeitraum 09.01. bis 31.01.2009 mit netto 841,49 Euro ausgewiesen waren. Am 23.02.2009 zog Sie einen IT-Techniker zu Rate der den Router überprüfte und die ungeeignete Konfiguration feststellte. Daraufhin wurde die Internetverbindung stillgelegt (Router entfernt). Es war aber klar, dass in einer nächsten Rechnung nun Kosten ab dem 31.01.2009 bis zur Abschaltung noch verrechnet würden, nachdem die Kundin erst durch die Rechnung über die Fehlkonfiguration Kenntnis erhalten hat und so vorher keine Behebung des Problems möglich war.

Die nächste Rechnung vom 19.03.2009 enthält nun für den Internetzugang eine Rechnungsposition über netto 727.43 Euro für den Zeitraum von 01.02. bis 23.02.2009.

Inzwischen hat die Telekom aufgrund eines "Kulanzantrages" ein Entgegenkommen von 500 Euro in Aussicht gestellt, jedoch wurde gestern die erste Rechnung dem Konto belastet und mangels Deckung vom Kreditinstitut storniert. Da die Kundin den Betrag mit ihrem kleinen Kosmetikstudio nicht ohne weiteres zusätzlich erwirtschaften kann, ist sie auch momentan gar nicht in der Lage diese Rechnungen zu begleichen.

Ich habe diese Anfrage gestartet, weil sie mir leid tut, aber da die Telekom hier eigentlich keinen mir ersichtlichen Fehler gemacht hat, glaube ich an keine rechtliche Handhabe um die Zahlung vermeiden zu können.

Sieht hier einer der Anwälte eine Chance ?

Da ich diese Anfrage im Prinzip als caritativen Akt auf meine Kosten gestartet habe, bitte ich zu verzeihen wenn ich beim Einsatz an der Untergrenze bleibe.

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Leider wird sich Ihre Bekannte mit der Kulanzvereinbarung der Telekom zufrieden geben müssen; sie sollte zudem versuchen, eine Ratenzahlungsvereinbarung abzuschließen, damit nicht die gesamte Summe auf einmal fällig wird. Hier ist die Telekom grundsätzlich verhandlungsbereit und legt keine weiteren Steine in den Weg.
Rechtlich ist der defekte Router im Eigentum Ihrer Bekannten. Die Telekom hat somit keine Pflicht mehr, diesen Router auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Auch eine Gewährleistung (bzw. auch eine Garantie) scheidet aus, so dass auch hieraus die Folgeschäden des Defekts nicht ersetzt werden können. Somit sind die aufgeführten Gebühren entstanden, die Internetverbindung stand ebenfalls zur Verfügung, so dass auch eine Leistung der Telekom erbracht wurde (auch wenn diese nicht genutzt wurde).
Einzige Möglichkeit könnte sein, zu argumentieren, dass die Telekom eine Sorgfaltspflicht trifft und sie daher hätte merken müssen, dass das Surf-Verhalten plötzlich völlig anders ist. Möglicherweise lässt sich ein Richter auf diese Argumentation ein; damit rechnen würde ich aber nicht.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positiveren Antworten geben konnte; ich darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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