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erstattung von fahrtkosten ???


16.08.2005 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



hallo und guten tag,

leider habe ich ein problem bzgl. der erstattung von fahrtkosten mit meiner krankenkasse.
hier kurz der sachverhalt:
unsere tochter kam am 09.03. als frühgeburt in der 28SSW zur welt und hatte danach reichlich komplikationen. ich bin ab dem achten tag der entbindung (also meiner entlassung) täglich (teilweise auch zweimal) für einen zeitraum von insgesamt 99 tagen eine strecke von insgesamt 95km für den hin-und rückweg zu unserer tochter in die klinik gefahren, zwar natürlich auch um einfach "nur" bei ihr zu sein aber auch zum täglichen transport der muttermilch und zum sogenannten "känguruhen" mit unserer tochter. als unsere kleine am 14.06. entlassen wurde, wurde mir von dem behandelnden arzt eine bescheinigung über meine tägliche anwesenheit ausgestellt in der sich auch auf die beiden punkten des muttermilchtransportes und des känguruhens bezogen wurde. hierbei stand in der bescheinigung dass dieses ausdrücklich erwünscht gewesen sei. eine formulierung wie "es war medizinisch notwendig" durfte lt. aussage des arztes aus rechtlichen gründen nicht getroffen werden.
als unsere kleine dann zu hause war, habe ich bei der krankenkasse telefonisch angefragt ob eine fahrtkostenerstattung möglich sei, was auch ausdrücklich bejaht wurde. nun bekomme ich heute einen anruf von einem anderen mitarbeiter, dass die erstattung nicht gewährt wird und nicht möglich ist.
daher jetzt meine frage ob es möglich ist, ggf. auch auf grund der ersten telefonischen zusage, eine erstattung der fahrtkosten rechtlich durchzusetzen da es sich hierbei um einen für uns nicht gerade geringen betrag angesichts der fehartkosten für knapp 10.000km handelt, die wir in der zeit zurückgelegt haben.

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Guten Tag,

Ihr Arzt hat das Kernproblem der Angelegenheit bereits erfasst.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für Fahrten gem. § 60 SGB V nur dann, wenn die Fahrten im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sind. Dies ist nach Ihrer Schilderung der Fall. Insbesondere umfasst § 60 SGB V auch die hier vorliegende Fallkonstellation, dass ohne die täglichen Fahrten eine staionäre Aufnahme erforderlich gewesen wäre.

Kernproblem ist natürlich, dass Sie nachweisen müssen, dass die Fahrten zwingend medizinisch notwendig waren. Hierfür werden Sie eine Bestätigung der behandelnden Ärzte benötigen. Die Krankenkasse wird diese aufgrund Ihres Antrages beim Krankenhaus auch anfordern. Sie sollten sich deshalb noch einmal mit dem Arzt in Verbindung setzen. Es hilft nicht, wenn dieser aus angeblich juristischen Gründen sich nicht festlegen will. Dieser wird Farbe bekennen müssen, ob die Leistung medizinisch notwendig war. Für diesen Fall haben Sie dann auch den Erstattungsanspruch. Die Höhe der Fahrtkosten beläuft sich auf 0,22 € je gefahrenem Kilometer, wenn Sie im Privat-PKW gefahren sind.

Sofern die Krankenkasse Ihren Antrag ablehnt, bleibt Ihnen nur der Weg zum Gericht.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Str. 19
26603 Aurich

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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