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erst gekündigt,dann doch nicht?


26.09.2005 07:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich habe folgendes Problem:
Aufgrund finanzieller Probleme stand ich die letzten Wochen bei meinem Vermieter (städtische Wohnungsbaugesellschaft) in Verzug. Anfang September habe ich dann die fristlose Kündigung bekommen mit einem Termin zur Wohnungsräumung zum 08.09.05. Da ich zwei Kinder habe und nicht einfach so ausziehen kann, habe ich mir das Geld von Freunden und Verwandtschaft zusammengeborgt und alle Schulden an die Wohnungsgesellschaft bezahlt, um diese vorerst zu "befriedigen". Gleichzeitig habe ich mir eine neue Wohnung gesucht wegen der fristlosen Kündigung. Denn in dem Schreiben der Kündigung stand nichts davon, dass diese aufgehoben wird o.ä. sobald ich meine Schulden bezahlt habe. Nun wollte ich aus meiner Wohnung ausziehen, aber mein vermieter besteht auf eine 3.monatige Kündigungsfrist. Ist das rechtens, wenn mir doch vor 3 Wochen die fristlose Kündigung zuging?

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!

MfG

Thomas
Sehr geehrter Ratsuchender,

die fristlose Kündigung ist mit dem Zugang bei Ihnen wirksam geworden.

Da eine solche Kündigung auch bedingungsfeindlich ist, hätten Sie zwar das Recht, aufgrund der nun geleisteten Zahlung die Fortsetzung des Mietverhältnisses zu verlangen, da Sie nun die Folgen der Kündigung mit der Zahlung abgewendet haben (so auch LG München I WM 87, 153).

Da Sie aber offenbar die Kündigung akzeptieren wollen, ist das Mietverhältnis mit der Ihnen zugegangenen fristlosen Kündigung wirksam geworden, ohne dass es auf die dreimonatlige Kündigungsfrist ankommt.

Sollte der Vermieter sich weiterhin sperren, sollten Sie den gesamten Vorgang einschließlich des Kündigungsschreiben einem Kollegen vor Ort zur weiteren Prüfung vorlegen, da dann eine individuelle Beratung notsendig sein wird, die dieses Forum so nicht leisten kann (siehe Button "Hilfe"). Dabei wäre es vielleicht ratsam, zuvor beim Amtsgericht Beratungshilfe zu beantragen, so dass der Kollege dann direkt mit dem Amtsgerciht abrechnen kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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