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erschwert Insemination vor der 'Heirat' die Adoption des Kindes durch Partnerin


19.10.2016 13:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich (w) lebe seit 8 Jahren zusammen mit meiner Partnerin. Da wir einen Kinderwunsch haben, planen wir eine Insemination (zu Hause/Samenspender von Samenbank). Meine Partnerin möchte das Kind gerne später adoptieren. Zudem möchten wir auch "heiraten", d.h. in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft leben.

Meine Frage ist:

Erschwert es die spätere Adoption des Kindes durch meine Partnerin, wenn wir a) bei der Insemination und/oder
b) bei der Geburt des Kindes noch nicht "geheiratet" haben?

Oder was wäre hilfreich, dass es später kein/weniger Theater gibt?

Wie ist Ihre Erfahrung oder Einschätzung der aktuellen Rechtslage?

Vielleicht auch von Interesse:
- Von der Samenbank bzw. dem Spender gibt es übrigens eine Bestätigung, dass der Spender weder Rechte erhebt noch Pflichten hat.
- Der Spender hat zugestimmt, dass das Kind sich bei Volljährigkeit nach ihm erkundigen darf (nicht-Anonyme Spende).Uns gegenüber ist er aber anonym!
- Wir leben in Hamburg und sind beide deutsche Staatsbürger etc.

Viele Grüße und vielen vielen Dank für die Beantwortung

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Durchführung der Stiefkindadoption ist im Grunde losgelöst von der Tatsache, ob Sie schon vor der Geburt des Kindes eine Lebenspartnerschaft begründet haben oder nicht.

Für die Durchführung der Adoption ist es erforderlich, dass ein Eltern-Kind-Verhältnis zwischen dem Kind und Ihrer Partnerin besteht. In der Regel wird dieses angenommen, wenn das Kind einige Zeit mit der Partnerin zusammengelebt hat. Das ist aber keine Frage, der Lebenspartnerschaft sondern der tatsächlichen Umstände.

Allerdings wird das Vorliegen eines solchen Eltern-Kind-Verhältnisses im Rahmen des Adoptionsverfahrens geprüft. Vom Gericht wird das Jugendamt am Adoptionsverfahren beteiligt.

Da generell einer Adoption, auch der Stiefkindadoption eine sogenannte angemessene Adoptionspflegezeit vorausgehen sollte, müsste das Kind zunächst ohnehin einige Monate mit in der Familie auch von Ihrer Partnerin betreut werden. Dabei wird es dann für die Beurteilung eines Eltern-Kind-Verhältnisses nicht von Bedeutung sein, ob die Lebenspartnerschaft bereits zum Zeitpunkt der Geburt bestanden hat.

Eine bestehende Lebenspartnerschaft bereits bei der Geburt des Kindes würde aber nach § 9 LPartG bedeuten, dass Ihre Partnerin dann schon ein „kleines Sorgerecht" hätte.

Zu beachten wäre weiter, dass grundsätzlich der andere Elternteil einer Adoption zustimmen muss. Dieses gilt natürlich nicht, wenn er nicht bekannt ist, so wie in ihrem Fall.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle
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