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erbschaftsregelung zwischen geschwistern

02.10.2019 16:43 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


guten tag!
mein bruder betreut meine mutter (85) und einfach ausgedrueckt "ich traue ihm nicht".
ich weiss was ein erbschaftsvertrag ist (im gegensatz zum testament).

meine frage ist ob es eine einfache vereinbarung aehnlich einem erbschaftsvertrag geben kann wo mir meine mutter zusichert das ich meinen gerechten anteil am erbe bekomme und in dem sie zusichert das sollte mein bruder noch zu lebzeiten nennenswerte "schenkungen" bekommen ich diese auch beim todesfall meiner mutter als teil seiner erbschaft anrechnen kann? (ich kenne die zehnjahresregel bei schenkungen).

was mir vorschwebt waere eine einfache erklaerung seitens meiner mutter ("notariell zb?") in dem mir meine mutter zusichert das ich im erbfall den selben anteil erhalten werde wie mein bruder und sollte es zweifel geben ein wirtschaftspruefer eingeschaltet werden kann.

der vertrag duerfte eben aehnlich wie ein erbschaftsvertrag nicht ohne zustimmung mehr aenderbar sein (wie zb testamente).
der vertrag sollte moeglichst einfach sein.

und muss mein bruder den vertrag auch unterschreiben?

kann das also einfach geloest werden oder bedarf es eines weitlaeufigen erbschaftsvertrages zumal meine mutter einiges an besitz hat (immobilen und geldanlagen).

"hiermit erklaere ich das mein sohn x den selben anteil erben wird wie mein sohn y. ich werde mein vermoegen zwischen den beiden gerecht verteilen. bei streitigkeiten wird vereinbart das wertschaetzer sich einen ueberblick verschafft und dann eine entsprechende schlichtung vorlegt."

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie vollkommen zutreffend annehmen, sind die Möglichkeiten von Nachlassregelungen ja beschränkt. Als letztwillige Verfügungen als Oberbegriff kommen eben Testament ( einseitig ) und Erbvertrag ( mehrseitig ) in Betracht.

Für Sie wäre daher ein notarieller Erbvertrag die richtige Form einer letztwilligen Verfügung. Dieser kann durchaus knapp und auf das Wesentliche beschränkt abgefasst werden.

Die Nachlassregelung soll ja beinhalten, dass Ihr Bruder und Sie als gleichwertige Erben eingesetzt werden und beide Erben verpflichtet werden, Auskunft über unentgeltliche Zuwendungen zu erteilen. Dabei können Sie die Abschichtung des Wertes ( 10- Jahresfrist ) auch abbedingen, also ausschließen, so dass die tatsächlichen Werten auch über einen längeren Zeitraum maßgebliche sein sollen.

Für den Fall, dass Streit entsteht, könnte eine Schiedsklausel aufgenommen werden oder es wird von vornherein ein unabhängiger Testamentsvollstrecker bzw. Nachlassvollstrecker ernannt und im Erbvertrag eingesetzt. Aufgrund der damit verbundenen Kosten, die ja unter Umständen entbehrlich bleiben, wäre dies aber wohl nicht unbedingt erforderlich.

Hinsichtlich der exakten Formulierung sollten Sie sich an den Notar wenden, da Sie bei Beauftragung einer Rechtsanwalts deutlich höhere Kosten haben und der Notar ohnehin für die Beurkundung bezahlt werden muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.10.2019 | 17:32

vielen dank fuer ihr antwort.
muesste der entsprechende "einfache erbschaftsvertrag" auch von meinem bruder unterschrieben und anerkannt werden? oder kann das eine einseitige vertragliche zusicherung meiner mutter sein (werden) die mir das nur ihrerseits zusichert?
geht es einseitig zwischen mir und meiner mutter das festzulegen oder brauchen wir die zustimmung des miterben (bruders)?
das mit der schiedsklausel ist eine gute idee.
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.10.2019 | 10:13

Guten Morgen,

es geht leider nur entweder / oder.
Entweder Ihre Mutter verfasst eine einseitige Erklärung, dann handelt es sich eben um ein Testament, oder es wird eine mehrseitige Vereinbarung per Erbvertrag geregelt, dann muss auch Bruder unterschreiben.

Da Ihnen offenbar wichtig ist, dass der Bruder an der Vereinbarung nicht mitwirkt, wäre ein Testament vorzugswürdig. Auch im Testament kann eine Regelung getroffen werden, die das weitere Vorgehen bei Uneinigkeit regelt. Auch hier wäre die notarielle Form zu empfehlen.

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