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erbe usa colorado

| 27.03.2017 01:21 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Hat der Erblasser seinen gewöhnlichen Aufenthalt in den USA, gilt grundsätzlich US-Erbrecht. Ansprüche aus dem Nachlass sind daher grundsätzlich vor US-Gerichten durchzusetzen. Die Verwaltung des Nachlasses in den USA obliegt idR einem vom Gericht bestellten Administrator/Personal Representative.

meine mutter ,mit meinem stiefvater in den usa gegangen ist vertorben,wir sind 6 kinder ,sie hat versicherungen auf alle 6 kinder geschrieben,ich lebe in deutschland ,das haus hat sie auf keinen geschrieben,es sind 88 tausend dollar schulden trauf und es wurde ,von meiner jüngsten schwester zum verkauf auf den markt gestellt ,wie verhlt sich dies jetzt,war zur bestattung da aber habe keine einsicht von ihr bekommen ,jetzt hiess es das dieses haus uns 6 kinder gehort und bei verkauf ,schätz wert 18o ooo ,die schulden abgedeckt werden und rest aufgeteilt wirt,2 geschwiester wohnen schon seit langer zeit drinnen und es gibt streit,ich lebe in deutschland was kann ich tun haus ist in colorado springs mutter ist deutsche und zuletzt witwe
29.03.2017 | 16:12

Antwort

von


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Tel: 016096631245
Web: http://www.greenawalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe zunächst davon aus, dass nur Sie und Ihre 5 Geschwister als mögliche Erben verbleiben. Zudem entnehme ich Ihren Ausführungen, dass kein Testament vorliegt.

Da hier zum einen die Immobilie in den USA liegt und zum anderen Ihre Mutter im Sinne des Art. 4 EU-Erbrechtsverordnung ihren gewöhnlichen Aufenthalt in den USA und damit nicht in der EU hatte, gilt für den Erbfall ausschließlich US-amerikanisches Recht. Dies wird üblicherweise von den deutschen Gerichten anerkannt, die damit nicht mehr zuständig sind. Das bedeutet, dass Sie Ihren Anteil am Haus ggf. vor US-Gerichten geltend machen müssen.

Wenn nun das Haus verkauft werden sollte, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf 1/6 des Erlöses. Davon müssen natürlich die Schulden abgezogen werden. Wenn das Haus für USD 180.000 verkauft wird, bleiben nach Abzug der Schulden USD 92.000. Diese werden nach gleichen Teilen aufgeteilt, so dass grundsätzlich ein Anteil von USD 15.333 für Sie verbleibt. Da das Haus aber dem US-amerikanischen Recht unterliegt, ist es wahrscheinlich, dass auch die Erlöse nach US-Recht behandelt werden. Es kann zudem sein, dass nach US-amerikanischem Recht noch Erbschaftsteuern zu bezahlen sind (vgl. Art. 9 ErbSt-DBA-USA-Dtl.). Die USA erhebt auf den Nachlass eine sog. „federal estate tax". Anders als die deutsche Erbschaftsteuer werden nicht die Begünstigten, sondern der Nachlass selbst besteuert (sog. Nachlasssteuer). Daneben erheben einige Bundesstaaten separate Erbschaftssteuern.

Üblicherweise wird für den Nachlass vom zuständigen US-Gericht ein sog. Personal Representative in Form eines Administrators bestellt, der den Nachlass verwaltet. Dieser hat zunächst die Verantwortung für den Nachlass. Er sollte auch verhindern, dass Ihre Schwester das Haus ohne Abstimmung mit Ihnen und den übrigen Geschwistern verkauft.

Der Personal Representative hat am Ende seiner Tätigkeit dem amerikanischen Nachlassgericht den Erbennachweis sowie eine detaillierte Endabrechnung vorzulegen. Hierfür ist meist eine Frist von einem Jahr vorgesehen. Erst die vom Nachlassgericht in einem Prüfungstermin nach Entscheidung über etwa erhobene Einsprüche gebilligte Schlussabrechnung sowie die gerichtliche Bestätigung des Erbennachweises bilden die Grundlage für die Verteilung des Nettonachlasses an die Erben und Vermächtnisnehmer aufgrund der gesetzlichen oder testamentarischen Erbfolge.

Ich empfehle Ihnen daher zunächst herauszufinden, wer als Personal Representative den Nachlass Ihrer Mutter verwaltet und ggf. mit diesem Kontakt aufzunehmen. In einem zweiten Schritt sollten Sie einen mit dem US-Erbrecht vertrauten Anwalt beauftragen, der zudem über die nötigen Kontakte in die USA verfügt, Ihre Rechte geltend zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen,


Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2017 | 02:24

wenn ich schon in den versicherungen stehe ,bin ich vermerkt als erbe bei diesen gericht personal representative wie komme ich zu den ,sagte schon meine schwester ist nicht gläsern

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2017 | 11:02

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Begünstigung in Versicherungen
Dass Sie in einigen Versicherungen als Begünstigter eingetragen sind, hat zunächst nichts mit Ihrer Stellung als Erbe zu tun. Diese ergibt sich (ohne Testament) allein aus dem Gesetz. Da aber außer Ihnen und den anderen Kindern keine Verwandten vorhanden sind, gehe ich davon aus, dass Sie als Sohn gesetzlicher Erbe zu gleichen Teilen neben Ihren Geschwistern sind.

2. Kontakt
Wer der personal representative ist, hängt davon ab, wen das Gericht (probate court) bestellt hat. Möglicherweise ist dieser auch noch gar nicht bestellt. Ebenso kann es sein, dass das Gericht Ihre Schwester bestellt hat.

Sie können Kontakt zum Gericht aufnehmen und sich dort als Erbe melden, zuständig ist in der Regel das örtliche Gericht (local court) am letzten Wohnsitz Ihrer Mutter. In jedem Fall empfehle ich Ihnen jedoch, den Kontakt zum Gericht und die weiteren Schritte über einen auf US-Erbrecht spezialisierten Anwalt aufzunehmen - die Kosten für den Anwalt sollten im Verhältnis zu Ihrem Erbteil verhältnismäßig gering ausfallen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Klärung bereits weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geltendmachung Ihrer Rechte.

Mit freundlichen Grüßen,

RA Dr. Greenawalt

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Bewertung des Fragestellers 02.04.2017 | 17:52

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