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einzelne Fragen zum Kindesunterhalt

08.08.2011 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe die eine und andere Frage an Sie.
Doch zuvor hier der Sachverhalt:

Meine Tochter (15J.) lebte die letzten sieben Jahre bis zum 30.04.2011 bei Ihrer Mutter zusammen mit Ihrem Bruder (16J.)
Seit 01.05.2011 lebt meine Tochter nun bei mir im Haushalt. So müsste meine Ex-Frau Unterhalt bzgl. meiner Tochter an mich zahlen respektive ich an meine Exfrau wegen meines Sohnes. Für den Mai habe ich meiner Exfrau noch 80 Euro Kindesunterhalt für meinen Sohn gezahlt - Quasi als Überschuss. Diese Zahlung habe ich zum Juni eingestellt. Seit Mai bezieht sie dennoch weiterhin das volle Kindergeld für beide Kinder.
Ich war bereits im Mai beim Jugendamt, um den Kindesunterhalt mit meiner Ex-Frau zu klären. – Dies ignorierte sie. Nun bekomme ich vom für meinen Sohn zuständigen Jugendamt eine Aufforderung alle Gehaltsnachweise für die letzten 12 Monate einzureichen.

Nun zu meinen Fragen:
Muss ich alle Gehaltsnachweise für die letzten 12 Monate einreichen oder reichen weit weniger?
Ob und wie kann ich das Kindergeld, das an meine Exfrau gezahlt wurde anrechnen bzw. zurückverlangen?

Werden folgende Ausgabe bei der Berechnung des Kinderunterhalts berücksichtigt:
- Fahrgeld zu meinem Arbeitgeber in Höhe von ca. 500 Euro
- einmalige Anschaffungen wie Möbel, Mofa, Führerscheinkosten für meine Tochter (ca. 2500 Euro)
- mtl. Reitkosten für meine Tochter in Höhe von 90 Euro
- Monatliche Fahrtkosten in Höhe von 96 Euro zur Schule
- Fahrtkosten meiner Kinder zu Ihrer Mutter, die wegen ihres Partners vom ursprünglichen Wohnort ca. 90 km wegzog.
- Bausparvertrag für mich.
- Fortbildungskosten für Englischkurs. Englisch ist ein „Muss" in meinem Job
- Bereits geleistete Prozess-Kosten aus der Scheidung für die ich einen Dispokredit habe. Diese Kosten sind aber nicht eindeutig abgrenzbar.
-Ich habe seit meinem Motorradunfall im Jahre 2007 jährlich ca. 360 bis 1200 Euro Krankenkosten, die ich selbst trage. Diese Kosten sind eindeutig den Unfallfolgen zuordenbar.
-Eine Lebensversicherung für mich

Im Voraus Besten Dank


Mit freundlichen Grüßen


08.08.2011 | 12:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich unter Berücksichtigung der von Ihnen hier mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten möchte.
1. Gehaltsnachweise:
Im Rahmen der Kindesunterhaltsberechnung müssen Sie als Arbeitnehmer Ihr Einkommen mittels Gehaltsnachweisen über die vergangenen 12 Monate inklus. Sonderzahlungen, Steuererstattungen, Zinseinnahmen, etc. nachweisen. Ein Nachweis über eine geringere Zeit ist nicht zulässig, da das durchschnittliche monatliche Einkommen möglichst genau erfasst werden soll.

2. Kindergeld:
Was das bereits an die Mutter ausgezahlte Kindergeld angeht, so steht dies Ihnen ab Umzug der Tochter in Ihren Haushalt zu.
Sie sollten also die Mutter auffordern, dieses Kindergeld rückwirkend an Sie auszuzahlen.
Im Streitfall könnte die Familienkasse die Kindergeldbewilligung für die Mutter rückwirkend aufheben und Ihnen das Kindergeld auszahlen.

3. Berücksichtigungsposten bei Unterhaltsberechnung:
- Fahrtkosten werden bei Errechnung Ihres Einkommens als Bereinigungsposten angesetzt; die Höhe müsste dann im Einzelnen geprüft werden
- einmalige Anschaffungen Tochter:
Ein Mofa der Tochter stellt sicherlich keinen Sonder- bzw. Mehrbedarf dar, welcher hier gegenüber der Kindesmutter geltend gemacht werden könnte. Ebenso verhält es sich mit Führerscheinkosten, da diese regelmäßig vorhersehbar sind und daher bereits im Voraus angespart werden können.
Was die Möbel angeht, so gehören auch diese nicht zum Sonderbedarf, sind eher hohe Einzelausgaben, die aber im Unterhalt enthalten sind.
- monatliche Reitkosten/Freizeitgestaltung:
In der Regel sind die Kosten der Freizeitgestaltung nicht als Sonderbedarf/ Mehrbedarf anzusetzen. Sonderbedarf muss unregelmäßig und ungewöhnlich hoch sein.Sport im allgemeinen stellt dabei keinen Sonderbedarf dar.
- Umgangskosten/Fahrtkosten: grds. sind Umgangskosten von demjenigen Elternteil zu zahlen, welches den Umgang wahrnimmt. Dementsprechend müssten in Ihrem Fall beide Elternteile hälftig die Fahrtkosten übernehmen. Ausnahmsweise könnte eine andere Regelung greifen, wenn ein Elternteil aufgrund geringen Einkommens sich nicht an den Kosten beteiligen kann.
-Bausparvertrag:
Im Rahmen von Kindesunterhalt in der Regel nicht abzugsfähig.
-Berufliche Fortbildung:
Grds. Anrechnung möglich.
-Lebensversicherung:
In der Regel ist bei Arbeitnehmern eine Anrechnung nicht möglich, bei Selbstständigen schon.
-Krankenkosten/ Unfallfolgekosten:
Krankheitsbedingter Mehraufwand ist in der Regel einkommensmindernd anzusetzen, wenn belegbar.
-Prozesskosten Scheidung/Kredit:
Was die Prozesskosten angeht, so handelt es sich um eine Einzelfallbetrachtung.
Teilweise einkommensmindernde Anrechnung von diesbezügl. Tilgungsraten

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.
Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung bei der weiteren Vertretung Ihrer Interessen behilflich.


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

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