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einlage gmbh


06.09.2006 13:14 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



wir (2 personen) haben 2004 eine gmbh gegründet 25000€ die einlage 12500 wurde sofort einbezahlt die restliche einlage von 12500 haben wir gesellschafterbeschlüsse gefasst wo wir auf unseren lohn verzichten weil es der gmbh nicht so gut ging und haben zusätzlich beschlossen das das geld nicht augezahlt wird und das es mit der restlichen einlage verrechnet wird jetzt haben wir insolvenz angemeldet.

meine frage zählt das auch als einlage oder mussten wir noch was beachten ?
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:
Grundsätzlich trifft die Gesellschafter der GmbH die Verpflichtung zur Einzahlung des vereinbarten Stammkapitals, in Ihrem Fall 25.000,00 EUR. Wenn bisher lediglich 12.500,00 EUR von den beiden Gesellschaftern eingezahlt worden sind, stellt sich die Frage, ob der Insolvenzverwalter die restlichen 12.500,00 EUR als Forderung der Gesellschaft gegen die Gesellschafter geltend machen kann. Dies wäre dann der Fall, wenn die Verrechnung Ihrer Einlageschuld mit den Gehaltsforderungen gegen die Vorschriften der Kapitalerhaltung in der GmbH verstoßen würde.
§ 19 Abs. 2 Satz 2 GmbHG untersagt ausdrücklich die Aufrechnung gegen den Anspruch der Gesellschaft auf Einzahlung der Stammeinlagen. Damit sind die von Ihnen beschriebenen Aufrechnungen unwirksam, die Einlageforderungen der Gesellschaft mithin nicht erloschen. Im Ergebnis schulden beide Gesellschafter nach wie vor die restliche Stammeinlage und es steht zu befürchten, dass der Insolvenzverwalter Sie diesbezüglich in Anspruch nehmen wird.
Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Auskunft erteilen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2006 | 13:57

danke trotz der negativen auskunft
wenn das so ist was passiert dann jetzt wir können die einlage nicht mehr zahlen haben obendrein einen kredit über 18000 €
für die gmbh gebürgt kann das auch als einlage genommen werden
was passiert wenn wir die geforderte einlage nicht bezahlen können (privatinsolvenz) oder gibt es auch andree möglichkeiten

für schnelle antwort wär ich ihnen sehr dankbar

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2006 | 21:07

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Insolvenzverwalter die ausstehende Einlage von Ihnen fordert, dann müssen Sie diesen Betrag grundsätzlich in voller Höhe entrichten. Sollten Sie über den geforderten Betrag nicht verfügen, kommt evtl. eine Ratenzahlung in Betracht, unter Umständen auch der Abschluss eines Vergleiches über einen geringeren Betrag, wenn das Geld dann - trotz Ihrer eigenen Vermögenslosigkeit - sofort bezahlt wird, z.B. mit Hilfe von Dritten. Insoweit kommt es auf die Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter an.

Sollte Sie im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit weiteren Beratungsbedarf haben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

S. Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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