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einheitliches Vertragswerk bei Doppelhäusern

04.12.2006 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Wir haben 2004 eine Doppelhaushälfte auf einem Grundstück errichten lassen, dass zuvor geteilt worden ist. Die andere Hälfte hat "unsere" Baufirma gekauft und die andere Doppelhaushälfte gebaut und danach verkauft. Den Bauvertrag haben wir vor Grundstückskauf unterzeichnet. Die Dame vom Finanzamt sagt, dass Doppelhäuser immer als einheitliches Vertragswerk laufen. In unserem Fall besteht aber keine Beziehung zwischen Grundstücksverkäufer und Bauunternehmen.
Ich habe bereits Urteile gefunden, in denen die Grunderwerbssteuer bei Kauf eines Grundstückes und Übernahme des bestehenden Bauvertrages nur für das Grundstück und den Baufortschritt fällig sind(obwohl hier ein einheitliches Vertragswerk meiner Meinung nach besteht).
Folgendes habe ich auch im Netz gefunden:"Hoffnung kommt nur durch ein Urteil des FG Niedersachsen (Revisionsaktenzeichen beim BFH: II R 17/99), wonach die nochmalige Grunderwerbsbesteuerung von Bauleistungen, die bereits der Umsatzbesteuerung unterlegen haben, gesetzwidrig sei."
Meine Frage:
Liegt ein einheitliches Vertragswerk vor, also müssen wir nachzahlen? Gibt es Möglichkeiten, gegen diese Urteile bzw. Bescheide vorzugehen(z.B. höhere Bemessungsgrundlage als bei Verkauf während der Bauzeit oder Gesetzeswidrigkeit einer Doppelbesteuerung mit GrESt und USt)?
Ich brauche noch diese Woche eine Info, da das FA auf Antwort wartet.
Vielen Dank bereits im voraus.....

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Umstände, wie Sie sie darlegen, sprechen sehr wohl für ein einheitliches Vertragswerk, da die Baufirma, die Ihr Haus gebaut hat, das aus der Teilung entstandene Grundstück gekauft, bebaut und weiterverkauft hat. Dies sind genügende Anzeichen für ein einheitliches Vertragswerk.

Zu dem Urteil des FG Niedersachsen und dem entsprechenden Revisionsaktenzeichen verweise ich auf das dazu ergangene Urteil des BFH vom 27.10.1999, der die Revision abweist. Die Umsatzsteuer kann durchaus Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbesteuer darstellen.

Da ich die Bescheide nicht kenne, kann ich leider nicht beurteilen, ob Sie dagegen vorgehen sollten.

Sie sollten sich aber auf jeden Fall an einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens wenden, um eine vollumfängliche Beurteilung Ihrer Situation zu erhalten, da gerade im Steuerrecht sehr gerne versteckte Fallen lauern, die bei der Beratung aus der Distanz nicht erkennbar sind. Der Kollege kann dann auch eine Empfehlung abgeben, ob Sie gegen die Bescheide vorgehen sollten.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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