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einfache frage - recht auf telefonischen kontakt zum kind


26.07.2005 07:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

hallo,
meine ex-freundin will mit offensichtlich mit meiner tochter (4j, die bei ihr lebt) einen 2-wöchigen urlaub in spanien - fuerteventura (nicht sicher) machen. nun weigert sie sich mir ihre handynummer mitzuteilen, geschweige denn die urlaubsadresse (mit einem festnetzanschluss). angeblich sind die daten bei einer nachbarin hinterlegt. nun möchte ich nicht mit der nachbarin telefonieren, sondern mit meiner tochter (gemeinsames sorgerecht vorhanden).
FRAGE: darf sie mal einfach so 2 wochen verreisen, ohne mir die möglichkeit eines anrufes zu belassen - denke auch an eine begründbare vermisstenmeldung bei der polizei (mit den entsprechenden folgen für sie am zoll)
26.07.2005 | 08:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne beantworten möchte.

Ihre Frau darf durchaus kurzzeitig verreisen, wenn nicht konkrete Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass sie Ihnen ggf. das Kind dauerhaft entziehen will. Allerdings können Sie dafür freilich Ihre Zustimmung verweigern, wenn aus Sicht des Kindeswohl Einwände bestehen. Dagegen kann dann die Mutter eine gerichtliche Entscheidung beantragen bzw Sie, wenn sie sich nicht daran hält. Dafür müssten Sie dann einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen.

Allerdings sehe ich persönlich nicht, was gegen einen Urlaub in Fuerteventura im Allgemeinen bzw. im besonderen Interesse des Kindes sprechen soll, aber dies ist naturgemäß im Rahmen der hier gebotenen summarischen Prüfung schwierig. Denken sie doch auch an die Freude, die ein solcher Urlaub dem Kind macht!

Strafbar ist das Verhalten der Mutter übrigens – selbst bei nicht erteilter Zustimmung - nicht. Wie das OLG Karlsruhe jüngst entschieden hat (Az.: 1 Ws 240/02), liegt mangels Widerrechtlichkeit einer Entziehung keine Kindesentführung vor, wenn ein Elternteil, dem ebenso die gemeinsame Sorge zusteht, das Kind in ein anderes Urlaubsland (kurzzeitig) verbringt. Im Übrigen – neben der Gefahr der Strafbarkeit wegen falscher Verdächtigung – würde ich auch im Interesse des Kindeswohls eine entsprechende Anzeige unterlassen. Vielmehr sollten Sie sich in aller Ruhe mit der Kindesmutter auseinandersetzen und eine einvernehmliche Regelung anstreben

Ich hoffe, Ihnen mit der summarischen Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2005 | 09:01

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hellmann,
vielen Dank für Ihre rasche Beantwortung meiner Anfrage. Bitte noch um Beantwortung der Teilfragen,
1. wie die Weigerung der Mutter zu betrachten ist, einen telefonischen Kontakt zum Kind zu zulassen (dabei ist es unerheblich wer anruft)
2. den Aufenthaltsort des Kindes nicht preiszugeben (Hoteladresse)
Mit freundlichem Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2005 | 17:56

Sehr geehrter Fragesteller,

wie bereits ausgeführt wurde, sind übliche Urlaubsreisen vom Aufenthaltsbestimmungsrecht der Dame gedeckt. Sie muss Ihnen dazu auch keine Tel-Nr. und auch keine Adresse angeben.

Da sie ja selbst vortragen, dass nur eine normale und kurzzeitige Reise geplant ist, gibt es insoweit keine Handhabe.

Soweit aber Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindes vorliegen, was ich so im Rahmen der summarischen Prüfung nicht erkennen kann, sollten Sie aber eine einstweilige Anordnung beim Gericht in Betracht ziehen.

RA Hellmann

ANTWORT VON

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