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ein Makler zu viel

03.03.2017 06:32 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Wir wollen ein Haus kaufen. Wir sind auf ein bestimmtes Objekt durch die Anzeige eines Maklers M1 in der lokalen Tageszeitung aufmerksam geworden. M1 hatte Zugang (Schlüssel) zum Haus und hat es uns gezeigt. Genauso hatte er Kontakt zum Eigentümer und hat uns Fragen (unvollständig) beantwortet und unvollständig ein paar Dokumente zur Verfügung gestellt. Letztlich ist jedoch nichts daraus geworden (nach Aussage von M1 würde der Verkäufer unser Angebot „auf keinen Fall" akzeptieren).

Nun wurde das Objekt ca. einen Monat später erneut angeboten und wir sind kurz vor dem Vertragsabschluß (zu unserem Angebot), der durch Makler M2 vermittelt wird.

M2 erklärt als Hintergrund, dass der Eigentümer M1 lediglich erlaubt hatte, das Haus Bestandskunden anzubieten und dass er nicht legitimiert war, es zu inserieren oder Neukunden anzubieten. Daher hätte M1 auch gar keinen Vertrag vermitteln können.

Natürlich müssen wir - im Falle eines erfolgreichen Vertragsabschlusses - die Maklercourtage an M2 bezahlen. Wie groß ist das Risiko, dass M1 ebenfalls von uns eine Maklercourtage verlangen kann und wie können wir dieses Risiko reduzieren?

Hilft es uns, wenn der Verkäufer im notariellen Kaufvertrag versichert, dass M1 nicht an Neukunden vermitteln durfte? M2 schreibt dazu: „Es bestehen also keinerlei Provisionsansprüche anderer Makler, das kann auch gerne so in den Kaufvertrag mit aufgenommen werden."

Können der Verkäufer oder M2 uns gegenüber möglicherweise schadensersatzpflichtig sein, wenn wir uns auf deren o. g. Aussage verlassen, daraufhin den Kaufvertrag abschließen und später M1 eben doch Ansprüche gegen uns erfolgreich geltend macht?

03.03.2017 | 08:43

Antwort

von


(2284)
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Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung wird M1 keinen Anspruch haben, wenn die Aussage von M2 schriftlich vorliegt.


Es sollte auch so in den Kaufvertrag aufgenommen werden, ich würde zusätzlich dann aufnehmen lassen:

"M2 und der Verkäufer stellen als Gesamtschuldner die Käufer von möglichen Provisionsansprüchen des M1 frei."


Damit wären Sie dann auch der sicheren Seite und könnten auch M2 dann in Anspruch nehmen, wenn Sie erfolgreichen Ansprüchen des M1 ausgesetzt sind.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 03.03.2017 | 09:01

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ihr Vorschlag, im Kaufvertrag M2 und den Verkäufer als Gesamtschuldner den Käufer von möglichen Provionsansprüchen des M1 freistellen zu lassen, hört sich gut an.

Ich habe aber eine Verständnisfrage dazu: Vertragsparteien des Kaufvertrages sind doch lediglich der Verkäufer und der Käufer, oder? Wie kann M2 zu irgendetwas wirksam im Kaufvertag verpflichtet werden?

Mit freundlichen Grüßen
Fragesteller

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2017 | 09:07

Sehr geehrter Ratsuchender,


dieses ist durch die Aufnahme des Textes und der Unterschrift des Maklers bei der Beurkundung möglich, da damit dann ein eigenständiger (Freistellungs)Anspruch gegen M2 begründet wird.


Wir raten durch uns vertretene Käufer immer dazu, dann den Makler mit unterzeichnen zu lassen, auch in Hinblick auf mögliche Zusicherungen, Angaben im Expose. Da ein Makler für falsche Angaben in der Regel nicht haftet, ändert sich dass dann, wenn der Makler - der ja in der Regel auch einen nicht unerheblichen Provisionsanspruch mit der Beurkundung verdient - dann auch mit unterzeichnet.

Ich gehe aber davon aus. dass Sie den Notarentwurf ja vor Unterschrift von einem Kollegen sicherlich prüfen lassen werden, so dass dann zu Ihrer Absicherung als Käufer eingeführt werden dürfte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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