Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.999
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

(eigene mündliche)Kündigung in der Elternzeit, wie gehe ich am besten vor?

| 04.11.2018 15:49 |
Preis: 69,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Es geht um folgendes. Ich stehe als Mitarbeiter in einem unbefristeten Vollzeit Arbeitsverhältnis in einer kleinen Stelle, die unter 10 Mitarbeiter beschäftigt. Letztes Jahr bin ich schwanger geworden, von da an wurde ich von einer MA mit der ich auch privat befreundet war gemobbt und auch mit den anderen MA war es von da schwierig, da sie denke ich von ihr beeinflusst wurden und mit ihr teilweise auch sehr gut eng waren, auch teilweise privat.
Meine Frauenärztin hat mir daraufhin ein Beschäftigungsverbot erteilt, da es für mich eine starke psychische Belastung an meinem Arbeitsplatz war, wo ich für alle eher eine Belastung zu sein schien.

Am 30.12.17 habe ich dann meine Tochter geboren und 2 Jahre Elternzeit beantragt, von dem ich das 1. Jahr bis 29.12 Elternzeit beziehe und das 2. Jahr in Teilzeit für 30 Stunden mit Angabe an zu gewünschten Arbeitszeiten arbeiten wollte. Eine Bestätigung gab es nicht. Ein Austausch per Whatsapp mit der Leitung gab es bis zum Sommer in der wir vor hatten bzgl. des Teilzeitarbeitsvertrages uns zusammenzusetzen . Jedoch haben wir beide dann nicht mehr weiter geschrieben, was mir auch ganz recht war, da ich da eh nicht vorhatte je wieder hinzumüssen.

Ich habe mit meinem Partner zusammen im Juni auch die Elterngeldbeträge von 12 auf 14 Monate geändert, sodass wir bis einschließlich Februar Geld bekommen. Das habe ich aber vergessen meiner Arbeit mitzuteilen.

Ich studiere derzeit noch und habe nun alle Prüfungen absolviert und werde jetzt bis Februar noch meinen Bachelor fertig machen, noch ein Grund weshalb ich vor Februar nicht arbeiten möchte bzw kann.

Jetzt ist es so, dass ich voreilig Anfang Oktober telefonisch meiner Vorgesetzten mitgeteilt habe das ich kündigen möchte.
Ich hatte sie angerufen, weil ich die gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten durch den Prüfungsstress vergessen habe um noch pünktlich zum 31.12 aus dem Vertrag zu kommen weil ich nicht wusste ob mir eine Verlängerung der Elternzeit gewährt worden würde und weil ich nicht nachgedacht habe...das war etwas dumm von mir und jetzt weiß ich nicht so recht was ich tun soll um die Kündigung ohne dort arbeiten zu müssen nach hinten zuschieben.

Es wurde ja noch nichts bzgl. Teilzeitarbeit besprochen wahrscheinlich wäre eine Verlängerung doch in Ordnung gewesen.
Nun ja...Ich müsste ja wenn ich jetzt schriftlich kündige die Krankenversicherung für meine Tochter und mich bezahlen und das würde sich monatlich bemerkbar machen und schwierig werden mit den Lebenshaltungskosten, den monatlichen Studiengebühren und dem zur Verfügung stehendem Elterngeld.

Gilt meine telefonische Kündigung denn schon rechtlich? Ich möchte gerne erst zum 30.11 kündigen, sodass ich zum 28.2 erst aus dem Vertrag bin. Und für März bewerbe ich mich gerade bei ganz vielen Stellen, ab da möchte und muss ich wieder arbeiten, da mein Studium dann fertig ist und kein Elterngeld mehr fliest.

Wie komme ich bei der Sache jetzt elegant raus? Haben Sie da einen Rat an mich, was ich meiner Vorgesetzten sagen (bzw. als Brief schriftlich mitteilen kann)kann, wie ich es klären/vorgehen kann um erst zum 28.2 zu kündigen? Da meine Vorgesetze noch auf meine schriftliche Kündigung wartet und ich sie bis nächste Woche da abgeben wollte muss ich nun schnell handeln.

Außerdem wollte ich wissen ob mir die Urlaubstage von 2017 in dem ich ja in Mutterschutz und Beschäftigungsverbot war zustehen bzw ich diese ausgezahlt bekommen kann, da ein Recht drauf habe?

Ich hoffe habe mich verständlich genug ausgedrückt und das Sie mir weiterhelfen können

Liebe Grüße
R.G.

Einsatz editiert am 04.11.2018 18:18:02
04.11.2018 | 19:15

Antwort

von


(1818)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


die mündlich ausgesprochene Kündigung hat keinerlei Rechtswirkung:


Die Kündigung eines Arbeitsvertres bedarf nach § 623 BGB der Schriftform, nur dann ist sie wirksam, so dass bisher eben keine Kündigung Ihrerseits vorliegt.

Sie können daher schriftlich - mit Unterschrift - zum 28.02.2019 kündigen. Eine Begründung müssen Sie nicht der Kündigung nicht beifügen




Für den Urlaub, der in Zeiten von Mutterschutz/Beschäftigungverbot nicht genommen werden kann, gilt, dass dieser (anders bei Elternzeit) nicht verfällt, sondern bestehen bleibt.

Daher haben Sie Anrecht auf diese Urlaubstage; können die wegen Beendigung des Arbeitsvertrages nicht mehr genommen werden, ist er nach § 7 IV BUrlG abzugelten. Sie haben aölso einen Anspruch auf Auszahlung.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 04.11.2018 | 21:04

Herzlichen Dank für Ihre zügige und kompetente Antwort.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, muss ich spätestens zum 31.01.19 (gesetzliche Kündigungsfrist), meine Kündigung bei meinem Arbeitgeber vorlegen, damit der 28.02.2019 als Enddatum eingehalten werden kann. Entsteht für mich die Möglichkeit die Kündigung auch früher schriftlich einzureichen oder erst zum 31.01.19? Ich würde das gerne jetzt schon tun da sie ja auf meine Kündigung wartet.

Nochmal zum Verständnis, bedeutet das also für mich, dass ich trotz meines anfangs schriftlichen Wunsches eine Teilzeitstelle zu erhalten, meinen jetzigen Arbeitsvertrag ohne Gründe kündigen kann ohne dort eine Teilzeitstelle anfangen zu müssen, richtig?

Viele Grüße

R.G

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.11.2018 | 21:09

Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie können und sollten die Kündigung auch früher dem Arbeitgeber überreichten. Das kan auch jetzt schon geschehen.


Und richtig; als Arbeitnehmerin brauchen Sie die Kündigung nicht begründen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, OLdenburg

Ergänzung vom Anwalt 05.11.2018 | 15:18

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre unterdurchschnittliche Bewertung ist wenig verständlich, wenn Sie die zügige und kompetente Antwort anerkennen und auch Ihre Nachfragen alle beantwortet worden sind.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 04.11.2018 | 21:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.11.2018
4,2/5,0

Vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort!


ANTWORT VON

(1818)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht