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ehemaliger Mitarbeiter hat Schlüssel einer Ferienwohnung verloren -

11.04.2018 12:04 |
Preis: 48,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


14:32

Zusammenfassung: Haftung des Arbeitnehmers für Schlüsselverlust ist dann gegeben,wenn das Handeln eine vorsätzliche o. fahrlässige Pflichtverletzung aus dem Arbeitsvertrag darstellt.Wenn ein Schlüssel ohne Einschreibe-Dienstleistung verschickt wird, dürfte das grob fahrlössig sein,da ein Verlust dann naheliegend ist

Hallo,

wir hatten einen Mitarbeiter, der nach 2 Probetagen wieder aufgehört hat. Bei seiner frühzeitigen Abreise hat er seinen Zimmerschlüssel mitgenommen, der Vermieter kann das Zimmer nun nicht weitervermieten & möchte uns als Firma den Ausfall berechnen. Es handelt sich um eine Monteurwohnung mit einen Sicherheitsschlüssel der zur Haustür und zu diesem Zimmer passt. Der ehemalige Mitarbeiter gibt an den Schlüssel verschickt zu haben, natürlich NICHT als Einschreiben, der Vermieter hat natürlich nichts erhalten. Wer muss nun für die Kosten aufkommen?

Vielen Dank
11.04.2018 | 12:49

Antwort

von


(274)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kommt ein Mitarbeiter dann für Schäden auf, wenn dieser einer Pflichtverletzung entspringen und diese vorsätzlich oder fahrlässig gegangen worden ist. Die Pflichtverletzung besteht hier unzweifelhaft darin, dass der Mitarbeiter den Schlüssel nicht persönlich übergeben hat und auch die spätere Versendung ohne Einschreibe-Leistung dürfte eine weitere Pflichtverletzung sein. Letztere ist angesichts der kaum zu begründenden Erwartung, dass Post immer ankommt, auch grob fahrlässig sein. Grob fahrlässig ist man nämlich dann, wenn die Sorgfalt in einem kaum zu vertretenden Umfang missachtet wird ("etwas, das so einfach nicht passieren darf und es hätte jedem einleuchten müssen"). Demnach haftet der Mitarbeiter grundsätzlich für die unmittelbaren Kosten etwa wegen Änderung der Schließanlage oder dergleichen.

Grundsätzlich haftet er dann auch für Folgeschäden, also auch einen etwaigen Mietausfall. Allerdings finde ich es merkwürdig, dass die Wohnung keinen Ersatzschlüssel aufweist. Von daher würde jedenfalls ein erhebliches Mitverschulden den Anspruch schmälern (ca. 50 %). Hier ist der Sachverhalt nicht weiter ergiebig.

Ferner wäre natürlich eine Betriebshaftpflicht ggf. einstandspflichtig, sodass sich möglicherweise der Schadensbeitrag des Mitarbeiters auf die dortige Selbstbeteiligung reduzieren kann.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2018 | 17:58

...müsste sich der Vermieter bzgl Schadensersatz an uns als firma oder an den Mitarbeiter wenden?
Denn der Mietvertrag lief ja mit der Firma.
Gibt es sonst noch etwas, dass sie uns raten würden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2018 | 14:32

Sie als Vertragspartner wären der Ansprechpartner dieser Firma.
Ich kann dringend raten, Schlüsselverlust in die Betriebshaftpflicht aufzunehmen. Manch ein Gericht sieht sonst nämlich durchaus möglicherweise eine Verpflichtung des Arbeitgebers hierzu.

Wenn weitere Fragen sind bzw. versicherungsrechtlich Klärungsbedarf, stehen wir gerne für eine weitere Vertretung zur Verfügung.

mfg Hellmann, RA

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