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ehebedingte Nachteile

| 07.08.2010 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Meine Frage lautet: werden ehebedingte Nachteile auch anerkannt, wenn sie nicht aufgrund von Kindererziehung entstanden sind, sondern dadurch, dass die Ehefrau aufgrund einer gemeinsam getroffenen Entscheidung ihre Karriere (Chemikerin) für die Karriere ihres Mannes (promovierter Chemiker) für 5 Jahre unterbrochen hat und in dieser Zeit ihren Ehemann ins Ausland begleitet hat und ihn dort in seiner beruflichen Karriere unterstützt hat. Die Ehe (10 Jahre) blieb kinderlos.
Nach der Scheidung wurden durch Vergleich 2.5 Jahre Aufstockungsunterhalt und 2.5 Jahre Unterhalt wegen ehebedingter Nachteile gewährt. Dieser läuft jedoch in einem halben Jahr aus, die ehebedingten Nachteile (1000 Euro) sind jedoch bisher in der neuen Arbeit der Ehefrau noch nicht kompensiert. Die Ehefrau möchte auch nach diesem halben Jahr noch 500-700 Euro Unterhalt verlangen.
Vielen Dank für Ihre Antwort


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich müsste erst einmal geklärt werden, was mit der von Ihnen erwähnten vergleichsweisen Regelung erfasst werden sollte und wurde. Es könnte durchaus sein, dass weitergehende – die hier von Ihnen angesprochenen – Ansprüche damit ausgeschlossen worden wären.

Auch bei einer kinderlosen Ehe können ehebedingte Nachteile – wie offenbar hier bei Ihnen - eintreten.

Bei immer noch fortwirkenden – so verstehe ich Ihre Darstellung - ehebedingten Nachteilen ist die Beschränkung nach dem Gesetz die Ausnahme.

Hinzu kommt, dass § 1578b BGB eine Unbilligkeitsklasusel zu Ihren Ungunsten enthält. Es käme danach nämlich nur eine Reduzierung des Unterhalts in Betracht, wenn die andauernden Unterhaltszahlungen Sie unter Berücksichtigung Ihrer sonstigen Verpflichtungen und des Ihnen verbleibenden Einkommens besonders belasten würden. Je höher das Einkommen, umso eher wird die Unbilligkeit verneint.

Es hängt daher sehr von den Details in Ihrem Einzelfall ab, ob und wenn ja in welcher Höhe ein Unterhaltsanspruch fortbesteht.

Deshalb müsste der Anspruch wirklich sorgfältig überprüft werden.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich Ihnen gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 07.08.2010 | 16:22

Erklärung zu weitergehenden Ansprüchen: Die jetzige Unterhaltsvereinbarung lautet: Die Parteien sind sich weiter darüber einig, dass sich mit Ablauf des Juni 2011 die Frage, ob und inwieweit ein weiterer Unterhalt geschuldet ist, nach den dann bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, beurteilt.
Kann Sie auf Grund dessen ihre Antwort noch etwas konkretisieren?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.08.2010 | 16:35

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Aufgrund Ihrer Information ist nun klar, dass die vergleichsweise Regelung nicht als endgültig gedacht war.
Solange ehebedingte Nachteile vorliegen – Sie sagen ja – muss der Ehemann grundsätzlich Unterhalt bezahlen.

Bei einem Akademikergehalt dürfte wohl auch keine Unbilligkeit vorliegen, aber das ist eine Frage des Einzefalls und der persönlichen Konstellation.

Somit wäre vom Ehemann weiter ungekürzter Unterhalt zu bezahlen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.08.2010 | 16:07

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