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eheähnliche Partnerschaft


15.01.2006 02:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

ich habe vor gut einem Jahr mit meiner Freundin zusammen ein Darlehen bei der Bank aufgenommen um ein Haus zu finanzieren, im Kreditvertrag stehen wir als eheähnliche Partnerschaft drin, wir haben ein gemeinsames Konto und wohnen auch zusammen. in dem neuen haus.
Im Grundbuch stehe ich als alleiniger Eigentümer drin. Ich selbst bin selbständig und sie hat kürzlich ihren job verloren und bekommt arbeitslosengeld.
Nun ist es so, dass wir uns getrennt haben. Sie wohnt immer noch bei mir.
Die Last des Kredites trage voll und ganz ich, die Sicherheiten für den Kredit wurde auf andere Immobilien gesetzt die in meinem Besitz stehen.
Meine Frage: Inwiefern kann sie mir das neue Haus streitig machen. Sie ist zwar mit mir zusammen Darlehensnehmerin jedoch steht sie nicht mit im Grundbuch und welche Konsequenzen ergeben sich dadurch, dass wir in einer eheähnlichen Partnerschaft leben?! Kann sie mir das Haus streitig machen? Oder Lebensunterhalt verlangen. Wir waren 2Jahre zusamen.

vielen Dank im voraus für Ihre Antwort

m.b.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


um Ihren Anspruch effektiv streitig machen zu können, müsste Ihre ehemalige Lebensgefährtin eine Änderung des Grundbucheintrags erwirken.
Dies wird ihr ohne Ihre Zustimmung in Gemäßheit der §§ 19, 22 GBO kaum gelingen.


Unberührt hiervon bleiben mögliche Ausgleichsansprüche Ihrer Ex-Freundin wegen des Darlehens Ihnen gegenüber.


Die Tatsache, dass Sie sich (bislang) in einer eheähnlichen Lebensgemeinsacht befunden haben, spielt auf der Grundlage Ihrer Angaben und Ihrer Fragestellung keine Rolle.


Für Unterhaltsansprüche sehe ich hier keinen Raum, da insoweit nur Verwandte oder (geschiedene) Ehegatten füreinander einstehen müssen.


Es kann sich in Ihrem Fall durchaus lohnen, weitergehende anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Zunächst haben Sie aber die Möglichkeit, eine kostenlose Nachfrage zu stellen, falls Sie im Rahmen Ihrer Anfrage noch etwas genauere Auskünfte benötigen.


Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.01.2006 | 10:30

...vielen Dank für die sehr rasche Antwort...wie können "mögliche Ausgleichsansprüche" aussehen?
Dann habe ich richtig verstanden, dass es zu einer unbedingte Änderung im Grundbuch kommen muss, damit zum Beispiel die Immobilie zu gleichen Teilen geteilt wird?
Sie kann von mir keinen Lebensunterhalt erwarten jedoch einen Ausgleich für ihre Mitkreditnahme einfordern?

viele grüße

m.b.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.01.2006 | 12:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre kurze Zusammenfassung der Situation ist zutreffend.
Ohne Eintragung in das Grundbuch wird Ihre ehemalige Lebensgefährtin einen etwaigen Miteigentumsanteil nicht nach außen hin beanspruchen und auch nicht nachweisen können.
Wenn es zu einer Auflösung und Auseinandersetzung der Gemeinschaft kommt, innerhalb derer Ihnen die alleinige Nutzung der Immobilie verbleibt, hängt die Höhe möglicher Ansprüche Ihrer Ex-Freundin im Rahmen des Gesamtschuldnerausgleichs von der Höhe der von ihr geleisteten Zahlungen einerseits und des Wertes der bereits gezogenen Nutzungen andererseits ab.
Wenn das Eigentum an der Immobilie dagegen geteilt wird, sind Sie beide nach außen hin, aber auch im Innenverhältnis, dem jeweiligen Miteigentum entsprechend verpflichtet, die Finanzierungskosten zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.01.2006 | 12:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre kurze Zusammenfassung der Situation ist zutreffend.
Ohne Eintragung in das Grundbuch wird Ihre ehemalige Lebensgefährtin einen etwaigen Miteigentumsanteil nicht nach außen hin beanspruchen und auch nicht nachweisen können.
Wenn es zu einer Auflösung und Auseinandersetzung der Gemeinschaft kommt, innerhalb derer Ihnen die alleinige Nutzung der Immobilie verbleibt, hängt die Höhe möglicher Ansprüche Ihrer Ex-Freundin im Rahmen des Gesamtschuldnerausgleichs von der Höhe der von ihr geleisteten Zahlungen einerseits und des Wertes der bereits gezogenen Nutzungen andererseits ab.
Wenn das Eigentum an der Immobilie dagegen geteilt wird, sind Sie beide nach außen hin, aber auch im Innenverhältnis, dem jeweiligen Miteigentum entsprechend verpflichtet, die Finanzierungskosten zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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