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ebay - für Transportschaden aufkommen!


| 14.11.2006 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht dabei um folgende Auktion 190044929116 bei ebay.

Ich habe in dieser Auktion eine funktionierende Festplatte verkauft. Diese wurde nach Geldeingang des Käufers, formatiert und fachgerecht ausgebaut. Danach habe ich die Platte ordentlich gegen Stöße udg. verpackt und bei der Post als versichertes Paket versendet.

Jetzt funktioniert die Festplatte angeblich nicht mehr da sie unzureichend verpackt worden ist und durch elektromagnetische Einwirkungen beschädigt worden sei. Es hätte wohl noch eine antistatische Folie verwendet werden sollen. Dies habe ich jedoch als Laie nicht gewußt und der Käufer droht mir mit Rückerstattung und seinem Anwalt.

In der Auktion habe ich jedoch jeden Gewährleistungsanspruch ausgeschlossen wegen Privatauktion. Das Versandrisiko ging zu Lasten des Käufers bzw. des Beförderers da der Versand als versichertes Paket gewählt wurde. Der Schaden ist evtl. nicht unbedingt auf das Transportunternehmen zurückzuführen. Die kennen ja den Inhalt nicht.

Ich will dem Käufer ja nichts unterstellen aber er kann ja auch Fehler beim Einbau gemacht haben oder sogar seine baugleiche defekte Festplatte tauschen wollen. Eine Seriennummer meiner Platte habe ich leider nicht!

Was kann mir passieren?
Muß ich ihm das Geld erstatten weil ich keine antistatische Plastiktüte verwendet habe obwohl versichert und gut verpackt?
Wie muß ich mich seinem Anwalt gegenüber verhalten?


Vielen Dank für Ihre wertvolle Hilfe!!!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da Sie die Gewährleistung ausgeschlossen haben, muss der Gegner beweisen, dass z.B. arglistige Täuschung nach § 444 BGB gegeben ist, was den Gewährleistungsausschluss nichtig machen würde. Allerdings müssten Sie dann den Mangel gekannt haben.

Die sog. Sachgefahr geht beim privaten Verkauf auf den Käufer über, wenn die Ware an den Transporteur übergeben wurde. Wenn also der ersteigerte Artikel auf dem Postweg beschädigt wird, hat der Verkäufer grundsätzlich nicht dafür haften. Der Verkäufer schuldet aber eine ordnungsgemäße Verpackung: Die Frage ist, ob in Ihrem Fall eine solche vorliegt. Ob – auch angesichts der recht hohen Versandkosten – das Verpacken in antistatisches Material erforderlich war, ist gerichtlich offenbar noch nicht entschieden. Dafür spricht aber, dass der Einfluss von Magnetismus die Funktionsfähigkeit von Computerzubehör schwer beeinträchtigen, ja sogar aufheben kann. Folglich könnte ein Sachverständiger zum Ergebnis kommen, dass Sie eine antistatische Verpackung hätten gewährleisten müssen.

Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist aber schon wegen der Kosten, die den Wert der Festplatte um ein Vielfaches übersteigen würden, unbedingt zu vermeiden. Vielmehr sollten Sie darauf achten, dass eine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann. Dabei sollten Sie Ihre Einwände unbedingt präsentieren, v.a. den Umstand des möglichen Austausches der Platte und die Möglichkeit des Einbaufehlers. Außerdem sollten Sie versuchen, den gegnerischen Anwaltskosten zu entgehen und z.B. anbieten, die Festplatte ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bei Aufhebung der Kosten (jeder muss seinen Anwalt selbst bezahlen) zurückzunehmen.
Letztlich wird es aber darauf ankommen, ob eine antistatische Verpackung nötig war. Dazu können Sie etwa einen PC-Händler befragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick vermitteln. Bei Bedarf nutzen Sie gern die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2006 | 18:41

Sehr geehrter Herr Böhler,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Wäre es aus Ihrer Sicht sinnvoll den Kaufpreis zu erstatten um sich den Ärger zu sparen und die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben?

Der Käufer bombardiert mich mit E-Mails und ich weiß nicht mehr was ich darauf antworten soll.
Eine antistatische Verpackung war jedenfalls nicht um die Festplatte gewickelt. Dies wäre also mein Fehler an dem sich der Käufer jetzt auch hochfädelt.

Ist laut Auktionstext nicht eine spezielle und gesonderte Verpackung (antistatische Hülle) von mir ausgeschlossen worden?? Auktion...Als Privatperson sehe ich mich nicht in der Lage, eine Garantie auf die von mir als Gebrauchtware verkauften Güter zu geben, die über meine in der Artikelbeschreibung getroffenen Zusagen hinausgeht...!

Einen Nachweis für einen Einbaufehler wird wahrscheinlich nicht so einfach zu erbringen sein und ist durch einen Gutachter wieder mit Kosten verbunden.

Naja ich werde Ihren Rat befolgen, um weitere Kosten und weiteren Ärger zu entgehen. Der Klügere gibt eben immer irgendwann nach, auch wenn die Ehrlichkeit dabei auf der Strecke bleibt.

Vielen Dank für die nochmalige Beantwortung meiner Fragen.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2006 | 19:40

Sehr geehrter Fragesteller,

leider ändert der Haftungsausschluss für die Sache an sich nichts daran, dass Sie eine ordnungsgemäße Verpackung schulden. Angesichts des im Raum stehenden Kaufpreises kann ich nicht zu weiteren kostenintensiven Maßnahmen wie der Beauftragung eines Sachverständigen raten, zumal der Erfolg für Sie nicht garantiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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