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ebay Verpackung?


| 05.01.2006 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Sehr geehrte(r) Frau/Herr Rechtsanwalt,

es geht um eine Grafikkarten Verpackung für den PC
da die Grafikkarte leider kaputt gegangen ist habe ich die Orginal Verpackung bei ebay reingesetzt. ich habe in der artikelbeschreibung meiner meinung nach Klar und Deutlich geschrieben das es sich nur um eine Verpackung handelt (habe auch keine technische details etc. dazu geschrieben weil ja keine grafikkarte dabei ist)
ich habe jededoch mehrmals fragen bekommen ob es sich um eine Grafikkarte oder um die Orginal Verpackung handelt, ich habe jedesmal geschrieben das es sich um eine verpackung handelt
Jetzt hat ein Spanier den artikel ersteigert für ca. 150€ er hat mich aber vorher nicht gefragt ob es eine verpackung oder eine grafikkarte ist. er hat einfach geboten, die artikelbeschreibung war auch auf deutsch, jetzt weis ich nicht ob er deutsch kann oder ob er einfach angenommen hat das es sich um eine Grafikkarte handelt.

Artikelnummer: 8746625954

meine frage ist nun

kann ich was dagegen machen wenn er sein geld wieder haben möchte? der käufer ist doch dafür verantwortlich was er ersteigert?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zugegebenermaßen ist diese Auktion rechtlich betrachtet ein schwer zu beurteilender Grenzfall.

Denn einerseits steht zwar drin, dass Sie eine "ORGINAL x850xt VERPACKUNG" verkaufen, andererseits ist es aber erstens ungewöhnlich, nur eine Verpackung zu verkaufen, zweitens besteht eine echte Verwechslungsgefahr zwischen dem Verkauf einer "Original-Verpackung" und einer "original-verpackten Grafikkarte", drittens steht dort als zusätzliche Artikelbeschreibung "Produktdetailanzeige:
SAPPHIRE - Sapphire RADEON X850 XT Platinum Edition".

Unter Berücksichtigung dieser Umstände kann man also sowohl vertreten, dass nur eine Original-Verpackung angeboten wurde, ebenso aber auch, dass eine Grafikkarte in Original-Verpackung angeboten wurde. Insofern würde ich keine Prognose abgeben, wie ein Richter dies entscheiden würde.

Davon unabhängig gibt es im konkreten Fall aber zwei Möglichkeiten, aus denen der Käufer sein Geld zurückverlangen kann, ohne dass Sie dies verhindern könnten:

Zum einen kann der Käufer gem. § 119 BGB wegen Irrtums anfechten, da er irrtümlich etwas anderes zu kaufen glaubte, als er tatsächlich kaufte. In diesem Fall erhalten Sie jedoch Schadensersatz zumindest in Höhe der nutzlos aufgewendeten Kosten der Auktion.

Die andere Möglichkeit ist die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung, die hier fraglos eingreift. Denn hier sprechen drei Punkte gegen Sie:

1. Sie wussten aus mehreren Anfragen, dass hier Ungewissheit besteht, was Sie verkaufen.

2. Kein Mensch zahlt 158,-- EUR für eine leere Verpackung eines Massenartikels

3. Sie wissen, dass der Käufer Spanier ist und müssen deshalb zumindest für möglich halten, dass ein sprchliches Missverständnis vorliegt.

Aus diesen Faktoren ergab sich für Sie die Pflicht, den Käufer nach der Auktion nochmals darauf hinzuweisen, ob er sich wirklich bewusst sei, was er ersteigert habe. Das einfache Hinnehmen, Entgegennahme der Zahlung und Versand des Artikels ist ein pflichtwidriges Verschweigen offenbarungspflichtiger Umstände.

Vor diesem Hintergrund werden Sie keine reelle Chance haben, einen Rückzahlungsanspruch erfolgreich abzuwehren.

Dabei ist noch einmal auf die eingangs geschilderten Umstände hinzuweisen, aus denen sich die Unklarheiten ergeben, was da eigentlich angeboten wurde und in welcher Form dies geschah. Diese Umstände würde sich auch ein Staatsanwalt sehr genau daraufhin ansehen, ob man hier das Vorliegen eines Betruges annehmen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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