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ebay Verkäufer kann/will ersteigerten Artikel nicht abgeben

21.09.2009 08:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


vollgender Sachverhalt:
ich habe am 10.09.09 einen Antiken Schrank per Sofort-Kauf ersteigert ( Verkäufer ist bei ebay als Geweblich angemeldet). Am gleichen Tag habe ich noch nach der genauen Adresse nachgefragt da ich den Schrank am Wochenende abholen wollte. Leider keine Reaktion vom Verkäufer.Am 13.09.09 habe ich mich entschlossen einfach den Kaufpreis zu überweisen und sie da ich bekomme eine email vom Verkäufer:

"Hallo lieber Käufer, durch ein Versehen kann der Schrank leider im Moment nicht geliefert werden, bzw. steht nicht zur Verfügung. Das tut mir sehr leid. Bitte entschuldigen Sie das, gerne können Sie mir Ihre email-Adresse geben, wenn die Möbel wieder zur Verfügung stehen, werde ich mich umgehend melden. Nochmals Entschuldigung für das Versehen, aber es gab ein Mißverständnis bei der Haushaltsauflösung. Danke"

Seit diesem Zeitpunkt versuche ich mich mit Verkäufer zu einigen da wir ja einen Rechtsverbindlichen Kaufvertrag haben und ein Mißverständniss das er mit seinen Kunden hat ist ja nicht mein Problem (wobei ich mir nicht vorstellen kann wie es zu so einem Mißverständnis kommen kann da es ja ein Photo gibt und eine Beschreibung). Ich habe ihm auch mitgeteilt das ich einen vergleichbaren Ersatz bzw. Schadensersatz haben möchte. Dies hält der Verkäufer für überzogen ( was mir mitlerweile klar ist da dieser Schrank oder ein vergleichbarer nicht unter 500.- Euro zu kaufen ist).Meiner Meinung nach liegt das Mißverständnis lediglich am Kaufpreis was der Verkäufer aber nicht zugibt. Er würde mir die 30.-Euro überweisen und damit hat sich für ihn die Sache erledigt.
Was kann ich nun tun bzw. auf wessen Seite ist das Recht?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Wie Sie zutreffenderweise feststellen, ist zwischen Ihnen und dem Verkäufer des Schranks ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen.

Da der Schrank jedoch nach den Angaben des Verkäufers nicht zur Verfügung steht, bzw. bereits beim Abschluss nicht zur Verfügung stand, liegt ein Fall der Unmöglichkeit vor, der den Verkäufer entsprechend § 275 BGB von seiner Verpflichtung zur Übertragung des Eigentums an Sie befreit.

Dies steht jedoch der Wirksamkeit des Vertrages entsprechend § 311a BGB nicht entgegen.

Der Verkäufer ist Ihnen in diesem Fall vielmehr gemäß § 311a Abs. 2 BGB zum Schadensersatz verpflichtet.

Diese Schadensersatz geht auf das so genannte positive Interesse, d.h. Sie sind so zu stellen, als ob der Verkäufer seine Vertragspflichten ordnungsgemäß erfüllt hätte.

Hätte in Ihrem Fall der Verkäufer seine Vertragspflichten ordungsgemäß erfüllt, so hätte sich in Ihrem Eigentum ein Schrank im Wert von EUR 500,00 befunden.

Dementsprechend ist Ihnen der Verkäufer zum Ersatz dieses Wertes verpflichtet.

Sollte sich der Verkäufer weiterhin weigern, diesen Schadensersatz zu leisten, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Die hierfür anfallen Kosten wären dann ebenfalls vom Verkäufer zu erstatten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen guten Start in die neue Woche und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2009 | 12:46

Sehr geehrter Herr Vogt,

ich habe den Verkäufer per email versucht zu kontaktieren gleich nachdem sie mir die Frage beantwortet haben mit Link auf auf die Seite damit er evtl. doch die Angelegenheit so mit mir klärt leider meldet er sich nicht.Muss ich ihm das per Brief/Einschreiben nochmal schicken bevor ich einen Anwalt beauftrage ( zwecks der Kostenübername der Anwaltsgebüren)? Wäre es dann möglich dies gleich über Sie zu machen oder sollte ich mir einen Anwalt in meiner nähe suchen? Eine letzte Frage noch: bei dem Schrank handelt es sich ja um ein Antikes Möbelstück das es so nicht mehr zu kaufen gibt, wie könnte man da die genaue Höhe des Schadensersatzanspruches ermitteln?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2009 | 13:44

Sehr geehrte Ratsuchende,

zur Bezifferung des Schadensersatzanspruchs müsste zunächst recherchiert werden, was auf dem Markt für vergleichbare Schränke zu bezahlen ist.

Nachdem der Verkäufer die Erfüllung des Vertrages bereits umißverständlich abgelehnt hat, können Sie direkt einen Anwalt mit Ihrer weiteren Vertretung beauftragen.

Gerne steht Ihnen meine Kanzlei hierfür zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


RA Michael Vogt

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