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ebay, Problem mit Käufer aus Amerika (Amerikaner)

28.11.2011 08:32 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich habe über die Plattform ebay ein Notebook versteigert. Die Option "Sofort-Kauf", wurde von einem Mitglied aus Amerika genutzt.

Nach Auktionsende erhielt ich eine mail des Mitglieds mit der Bitte um meine Bankverbindung, damit er mir das Geld überweisen könne.

Wenige Stunden später schrieb mir das Mitglied, dass sein Account in fünf Fällen gehackt worden wäre, und er gar kein Notebook ersteigert hätte.

Der Preis liegt bei 549 €.

Wie schätzen Sie die Sachlage ein? Vom Käufer scheint keine Zahlung zu erfolgen, und der Klageweg in Amerika erscheint mir relativ kostspielig.
Sollten die Bankdaten dennoch herausgegeben werden, oder könnten sie u.U. in falsche Hände gelangen?
Zu welchem Schritt raten Sie mir?

Mit freundlichen Grüßen

-- Einsatz geändert am 28.11.2011 08:45:41

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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Durch die Bestätigung des "Sofort Kaufs" ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. D.h. je nach Ausgestaltung Ihres Angebots sind Sie gegebenenfalls vertraglich verpflichtet nach Zahlungseingang dem Käufer das Notebook zuzusenden.

Wenn sich nun der Käufer weigert, seine Verpflichtungen zu erfüllen, könnten Sie die Zahlung einklagen.

Grundsätzlich richtet sich die örtliche Zuständigkeit des Zivilgerichts nach dem allgemeinen Gerichtsstand der zu verklagenden Person; § 12 ZPO. Dieser bestimmt sich bei natürlichen Personen nach deren Wohnsitz; § 13 ZPO. In Ihrem Falle also die USA was jedoch, wie Sie richtig angemerkt haben, mit relativ hohen Kosten verbunden sein wird.

Selbst wenn Sie jedoch die Möglichkeit hätten, in Deutschland zu klagen, wäre der Käufer durch die Behauptung und gegebenenfalls eines Beweises, dass sein Account gehackt worden wäre, nicht an den Kaufvertrag gebunden; BGH vom 11.05.2010 Az.: VIII ZR 289/09.

2.
Wenn Sie Ihre Bankdaten an den vermeintlichen Käufer weitergeben, können diese auch in 'falsche Hände' geraten. Allerdings haben Sie bei einer Abbuchung von Ihrem Konto die Möglichkeit unberechtigte Abbuchungen zurückzubuchen.

Da Sie offensichtlich in Ihrem Angebot Vorkasse durch Überweisung angeboten haben, gehen Sie durch die Weitergabe Ihrer Bankdaten an den Käufer in den USA dasselbe Risiko ein, als wenn Sie einem Käufer in Europa Ihre Bankdaten übermitteln würden.

Nach Ihrer Schilderung und der Mitteilung des Käufers, das Notebook nicht gekauft zu haben, sollten Sie die Bankdaten daher nicht weitergeben, da dieses nicht mehr notwendig ist.

Sollten Betrüger hinter der Bestellung stecken, könnte eine Überweisung auf Ihr Konto von einem ebenfalls gehackten Konto erfolgen, sodass die Zahlung in diesem Falle von Ihrem Konto zurückgebucht werden könnte, während Sie das Notebook bereits versandt haben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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