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ebay - Käufer mit Ware nicht zufrieden


| 23.05.2005 20:44 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Abend,
hier mein Problem. Hatte kürzlich beim Aufräumen einige Motorradteile älteren Baujahres (ca.60 Jahre) bei ebay zum Verkauf angeboten. Darunter auch eine Kurbelwelle für eine BMW für 250 Euro.
Beschreibung wie folgt:
"Versteigere meine restlichen BMW Teile, welche ich damals zu meinem Gespann als Ersatz mitbekommen habe. Hier eine Kurbelwelle, welche wie es scheint schon mal überholt wurden ist. Zumindest haben die Pleule kein Spiel und die Gleitbuchsen für die Kolbenbolzen sehen neu aus. Die Gewinde sind ebenfalls in Ordnung. Bin aber kein Fachmann, deshalb ohne Garantie."
Nachdem ich die Ware verschickt hatte, bekam ich eine recht böse Mail, wo meine Ware als Schrott bezeichnet wurde, anscheinend von einem Fachmann. Der Käufer verlangt nun sein Geld zurück oder eine Minderung von 80%. Dazu bin ich aber nicht bereit, zumal meine Fotos Aussage kräftig waren und keine Frage vor Auktionsende gestellt wurde. Die beschriebenen Eigenschaften stimmen, der Käufer fand aber Mängel von denen ich keine Ahnung habe und die ich auch nicht gesehen bzw. beschrieben habe. Artikelnummer und Käufermail kann ich wenn gewünscht zur Verfügung stellen.
Wie muß ich mich verhalten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Aussage "... deshalb ohne Garantie" schließt die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche des Käufers nicht aus. Als Verkäufer haben Sie, wenn Sie die Gewährleistung nicht ausschließen, aber dafür einzustehen, daß die Kaufsache nicht mit einem Mangel behaftet ist. Mangel ist jede negative Abweichung der Ist- von der Sollbeschaffenheit. Auf Ihre Kenntnis kommt es dabei nicht an.

Hat der Käufer nun also einen solchen Mangel festgestellt, stehen ihm die gesetzlichen Gewährleistungsrechte der §§ 437 ff BGB zu. Zunächst muß er Ihnen gem. § 439 BGB Gelegenheit zur Nacherfüllung geben, die aber in diesem Fall offenbar nicht möglich ist. Ihm steht demnach gem. § 441 BGB das Recht zu, eine angemessene Minderung zu verlangen, oder aber gem. § 440 BGB vom Kaufvertrag zurückzutreten.

Ob die Minderung angemessen ist, und ob überhaupt ein Mangel vorliegt, vermag ich ohne nähere Kenntnisse nicht zu beurteilen. Grundsätzlich ist aber der Käufer für das Vorhandensein der behaupteten Mängel beweispflichtig. Wenn Sie der Meinung sind, daß er den Beweis wird erbringen können, sollten Sie eine Minderung akzeptieren und allenfalls über die Höhe verhandeln.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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