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ebay-Auktion (Newsletter geliefert) Käufer will klagen wegen Nicht-Lieferung


28.09.2005 18:00 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Guten Tag, vielen Dank im Voraus für ihre Hilfe,

Ich biete bei ebay sogenannte Newsletter-Werbung an 10 Mio. Empfänger für pauschal 9,99 Euro an, diese Newsletter-Werbung ist kein Spam, alle Mitglieder haben dem Empfang von Werbe-emails zugestimmt, die Abwicklung geschieht über eine externe Webseite, die mir nicht gehört.

Ich habe die Newsletter-Werbung gestern an einen ebayer-verkauft, er bezahlte sofort per paypal, gestern noch ging der Newsletter über die Webseite heraus, heute kurz vor mittag bekam ich eine email, ob der Newsletter hinausgesendet wurde, ich bejahte dies, und entschuldigte mich sofort bei ihm, daß ich ihn nicht über die Aussendung informiert habe, normalerweise tue ich dies immer. Ich schrieb ihm folgendes:

haben sie keinen Besucherzähler? Bestellungen sind nicht inbegriffen wohlgemerkt, das sind rein interessehalber Besuche, für Verkäufe kann man nicht garantieren. Und über welche Website ich meine Newsletter verschicke ist Geschäftsgeheimnis, mfg, Tino

Sofort danach kam diese email zurück:

1. klaub ich nicht !
Sie haben keine 10. Mill Leser
Geben Ihnen die frist bis 13.00 Uhr mir das Geld zurück Zu überweisen oder ich
gehe zum Anwalt und werde auf Schadenersatz über 5.000 Euro Klage einreichen.

Hier müssen Sie so oder so offenlegen wie Sie die Werbung verschicken.

2. ich habe dies zurückgeschrieben, nachdem ich die Mail erhalten hatte, es mag 12:15 gewesen sein, hab ich bei ebay eine negative Bewertung abgegeben, ebay deshalb angeschrieben, und hab zwischenzeitlich über Paypal eine Beschwerde von ihm erhalten, es war noch nicht einmal 12:30, die Frist wurde nicht eingehalten, danach habe ich ihm das Geld zurück überwiesen, auch per Paypal.

2. ich bat um Statistiken, die seine Behauptung beweisen sollten, da auf seiner Seite keine Besucherzähler zu finden sind.

darauf kam dieses:

1. Doch, wir haben Statistiken auf den Server! Wir können alles genau beweisen.
Sie sind wohl neu im Internet?

ich schrieb dieses (nicht gerade freundliche muss ich zugeben)

2. und nun belästigen sie mich nicht mehr mit ihren lächerlichen Anschuldigungen, ihre Bewertungen sprechen für sich, sie wissen offensichtlich überhaupt niemals, was sie kaufen, überall wollen sie ihr Geld zurück, ebay ist informiert, das wird für sie sicher noch ein Nachspiel haben, so schnell sind sie also, warten noch nicht mal ihre eigene Frist ab, sie kommen sich wohl ganz gross vor, sie sind das ... (wenn ich hier was schreiben würde, würden sie mich verklagen, doch den Grund gebe ich ihnen nicht), ich werde auf jeden fall vor ihnen warnen, ich bin Mitglied von einigen Foren, da wird man sich freuen, auch Verbraucherschutz werde ich informieren, Klamm z. B. wird sich freuen, das haben sie sich selbst zuzuschreiben

daraufhin kam etwas von Rufmord, obwohl ich nur die Wahrheit geschildert hätte, mehr nicht

als serverlog bekam ich daraufhin eine winzigkleine Bilddatei, die absolut unleserlich war, ich hab ihm geschrieben, daß er eine grössere senden sollte, aber dann kam nur noch zurück: Korrespondenz nur noch über meinen Anwalt, die Sache wurde meinem Anwalt übergeben.

ich habe bisher nicht in Foren geschrieben und werde dies auch nicht tun. Zwei weitere Bewertungen vor meiner bei ebay spiegeln ein ähnliches Verhalten gegenüber anderen wider.

nun meine Frage:

was habe ich zu erwarten, wenn er mich verklagt wegen nicht Lieferns eines Artikels bei ebay im Wert von 9,90 Euro, oder aber wegen angeblichem Rufmord, ich hab nur geschrieben, daß ich mich in Foren so äußern werde, nicht aber, ich hab es aber nicht getan.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihr Anliegen auf Grundlage Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten:

Vorausschicken möchte ich, dass ich den zugrunde liegenden Sachverhalt „aus der Ferne“ einer Onlineberatung nicht 100%tig auf seine Plausibiliät überprüfen kann. Ich habe einmal bei Ebay recherchiert und gehe jedenfalls davon aus, dass es sich um die Auktion Nr. 5244605xxx handelt. Trotzdem sind Ihre beiden eigentlichen Fragen m.E. leicht zu beantworten und dies auch in Ihrem Sinne:


1)

Zivilrechtlich kann ich mich wegen des Obigen zwar nur grob äußern: Mir scheint zunächst Ihr Angebot nicht ganz zweifelsfrei zu sein, ohne dass in hier in die Details gehen kann. Allerdings hat sich der Käufer „sehenden Auges“ auf dieses Angebot eingelassen und es via Sofortkauf angenommen. Und noch vielmehr: Auf Grund seiner eher formlosen Einwendungen haben Sie ja nach Ihrem Bericht das Geld stante pedes zurücküberwiesen. Genauso wie ein Kaufvertrag, gerade im täglichen Leben, konkludent (dh durch schlüssigen Verhalten) zustande kommen kann, gilt dasselbe umgekehrt: Ob nun der Käufer den Kaufvertrag angefochten, ob der den Rücktritt erklärte oder wie auch immer: Durch die Rückzahlung, welche der Käufer ja wohl auch akzeptierte, ist der Kaufvertrag rückabgewickelt.

Natürlich stehen dann immer noch Schadensersatzansprüche im Raume: Nur sind diese hier völlig unsubstantiiert; in der Höhe (5.000,00 € bei 9,95 € KP) zudem abseitig. Sie sollten hier in aller Ruhe die angekündigte „Anwaltspost“ abwarten, wahrscheinlich ist dies nur eine Drohung. Dafür, dass der Käufer etwas eigen ist, sprechen –da stimme ich Ihnen zu- auch die anderen Bewertungen des Mitglieds „fixeintxxx“.


2)

Die strafrechtliche Seite ist einiges sicherer zu beurteilen: Der im Raume stehende „Rufmord“, hier ist wohl Beleidigung oder üble Nachrede oder Verleumdung nach den §§ 185 ff. StGB gemeint, liegt sicherlich NICHT vor. Denn die Schwelle für eine Beleidigungs- oder Verleumdungshandlung ist auf Grundlage Ihres Berichts eindeutig nicht erreicht, so dass es schon am objektiven Tatbestand ermangelt. Die Worte „Belästigungen“ oder „Lächerlich“ sind nicht gerade Knigge. Mit dem Strafrecht haben sie aber nichts zu tun. Dasselbe gilt für die Ankündigung, in Foren vor dem Käufer zu warnen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2005 | 18:57

Guten Tag, ich habe nun ein ähnliches Problem

es hat ein Käufer bei mir 2,5 Mio. Newsletter gekauft, und sofort per Paypal bezahlt.

nachdem ich den Text, URL etc. erhalten habe, habe ich über die Webseite den Newsletter versendet, und dem Käufer geschrieben, der Newsletter wurde versendet, ganz so wie ich es immer getan habe, mehr wird mir auch nicht mitgeteilt.

später kam von dem Käufer die Beschwerde an mich, daß ich den Newsletter gar nicht versendet hätte, er hätte keine Klicks erhalten, keine Reaktion. Ich bat ihn, mir den Newsletter noch einmal zu senden, er schickte mir einen anderen java-script-Text, dabei stellt sich heraus, daß die Seite unter anderem auf eine Weiterleitungsseite verweist, die ein ebay-Shop ist, auf dessen Hauptseite selbst kein Besucherzähler zu finden ist.

ich habe ihm dies mitgeteilt, und den Newsletter erneut versendet. Wieder kam der Betrugsverworf, man drohte mir nun mit einer Zivilklage wegen Betruges.

Ich habe mich mit dem Käufer geeinigt, noch mal einen Versand zu starten, dieses Mal so, daß alle über diese Webseite versendeten Newsletter bei ihm ankommen. Er musste dafür die email-Adresse extra bestätigen, was ich ihm schrieb.

Ich habe seine email-eingetragen und den Newsletter dann zum dritten Male versendet, es kam zwei bis drei Tage lang nichts, ich nahm an, alles sei in Ordnung.

Danach kam wieder der Betrugsverdacht, er hätte die email, die er bestätigen müsste, gar nicht bekommen, dies lag an t-online, wir haben eine andere email-Adresse probiert, bei Hotmail konnte er die email-Adresse für den Newsletter-Versand bestätigen, die Webseite sagte, alles ok. Ich habe heute morgen zum mittlerweile 4. Mal für ihn den Newsletter versendet, eine Kopie des Newsletters, wie ich ihn auf der Seite eingegeben habe, und die komplette Seite, wo man sieht, daß ich dort den Newsletter versenden wollte, sowie die Bestätigung der Seite, daß der Newsletter versendet wurde, habe ich an die email-Adresse versendet, über die der erste Kontakt zu ihm verlief und ich auch Antworten bekam, und wieder kam der Vorwurf Betrug, er werde meinen Fall nun der Staatsanwaltschaft übergeben.

Das ganze zieht sich nun über etwa 10 Tage seit dem Kauf hin, ich hatte dem Käufer zwischendurch schon die 5,99 Euro per Paypal zurücküberwiesen, aber der Käufer wollte keine Wandlung, sondern, daß ich den Newsletter versende, was ich mehrmals getan habe.

Mehrmals habe ich den Käufer gebeten, mir zu beweisen, daß keine Klicks angekommen sind, er weigerte sich standhaft, mir Logs zuzuschicken, in denen zu sehen ist, daß im entsprechenden Zeitraum keine Klicks gekommen sind und schien nicht einmal zu wissen, was Logs bzw. Serverlogs überhaupt sind. Er meinte ich sei in Zugzwang, und nicht er. Wie will er denn überhaupt ohne Logs wissen, daß der Newsletter nicht versendet wurde, wie er mir vorwirft? Offensichtlich möchte der Käufer Sales haben, was ich aber nicht garantieren kann.

vielen Dank für ihre Hilfe

ps: sollte sich dies aufgrund des langen Textes und einer anderen ebay-Auktion (nämlich diese: Item: 2,5 Millionen Standalone-Newsletter mit ihrer Werbung (8724964207), Käufer: baumimmob) herausstellen, daß es sich um eine selbstständige Frage handelt, werde ich den Betrag natürlich noch einmal überweisen.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2005 | 19:15

Guten Abend, da es sich um eine neuen Sachverhalt handelt, darf ich Sie höflich bitten, hier eine neue Frage bei FEA einzugeben.

MfG RA Schimpf

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