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eBay Käufer will trotz Lieferung das Geld zurück!

| 11.10.2019 12:10 |
Preis: 25,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


Guten Tag liebe/r Anwalt/Anwältin.

Mein Problem ist das Folgende: Ich habe kürzlich auf eBay einen virtuellen Gegenstand verkauft, den ich innerhalb eines Computerspieles ausliefern sollte. Das habe ich auch nach wenigen Minuten getan und sichergestellt, dass der Kunde das virtuelle Produkt im Spiel erhalten hat. Nun, dieser Gegenstand ist so selten, dass auch die Moderatoren des Spieles aufmerksam geworden sind und die das Produkt vom Kunden konfisziert haben. Dieser müsse einen guten Grund nennen, woher er diesen seltenen Gegenstand bekommen hat. Da er diesen aber für Geld bei mir gekauft hat, kann er das als Grund nicht anführen, da diese Form von Handel dort nicht gern gesehen ist.

Der Käufer wirft mir nun vor, dass meine Liefermethode unsicher sei. Allerdings kann ich beweisen, dass mit der Lieferung an sich alles geklappt hat und diese auch sicher war. Er fordert nun, dass ich die Produkte entweder erneut liefere, was mich 114€ kosten würde, oder dass ich ihm den gesamten Betrag zurückerstatte (114€), ansonsten würde er einen Rechtsstreit anfangen.

Ich habe gesagt, dass es mir quasi egal sei, was mit den Produkten nach der Lieferung passiert - ob er sie nun benutzt oder sie eingesammelt werden und dass das nicht mein Problem sei, da die Lieferung schließlich sicher abgelaufen sei.

Nun ist die Frage: Muss ich die Produkte erneut liefern oder das Geld erstatten, obwohl ich schon einmal geliefert habe? Würde ich einen Rechtsstreit verlieren?

Beste Grüße Ändern
11.10.2019 | 19:06

Antwort

von


(28)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des durch Sie mitgeteilten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Fraglich ist zunächst, was Sie überhaupt verkauft haben. Im von Ihnen übermittelten Angebot weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass Sie nicht Eigentümer des Gegenstandes sind, sondern nur Besitz daran haben. Insoweit ist auch für den Käufer klar erkennbar, dass Sie ihm nur Besitz verschaffen werden. Sie haben nach Ihrer Darstellung auch Besitz übertragen.

Damit haben Sie die vertragliche Verpflichtung, die Sie eingegangen sind, meiner Einschätzung nach auch erfüllt. Eine erneute Lieferung kann demnach nicht von Ihnen verlangt werden.

Diese Betrachtung wird meiner Einschätzung nach noch dadurch gestützt, dass auch beide Parteien des Geschäfts Kenntnis von den rechtlichen Rahmenbedingungen hatten.

Diesbezüglich sehe ich eher kritisch, dass die Übertragung des Besitzes der virtuellen Gegenstände in den AGB so ausdrücklich ausgeschlossen wird. Das ist allerdings in Ihrem Fall das  Problem des Käufers. Diesem steht es offen sich gegen die Konfiszierung des Gegenstandes durch die Moderatoren zur Wehr zu setzen.

Eine klageweise Geltendmachung des Käuferanspruchs halte ich für eher unwahrscheinlich, alleine aufgrund der vielen ungeklärten Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Übertragung virtueller Gegenstände und auch aufgrund des vergleichsweise geringen Kaufpreises. Sie wäre meiner Einschätzung nach auch nicht erfolgreich.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 13.10.2019 | 12:30

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Es ist ja so, dass die Lieferung erfolgt ist, der Kunde aber laut seiner eigenen Behauptung nie Zugang dazu hatte, weil die Moderatoren es quasi direkt nach der Lieferung konfisziert haben. Es gibt keine Möglichkeit, dies zu überprüfen. Das hat allerdings keinen Einfluss darauf, dass ich die vertragliche Verpflichtung erfüllt habe, oder?

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.10.2019 | 14:32

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sofern das verkaufte Item beim Käufer eingegangen ist, haben Sie nach meiner Einschätzung Ihre Verpflichtung erfüllt.

Wenn das Item beim Käufer konfisziert wurde, dann muss ja notwendigerweise bei diesem zuvor Besitz vorgelegen haben.

Deshalb sehe ich keinen Grund, dass Sie nochmals liefern oder den Kaufpreis zurückerstatten müssten.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 13.10.2019 | 18:29

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Stellungnahme vom Anwalt:
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