Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

eBay, Verkauf privat an privat (Autoradio)


| 18.06.2005 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Über eBay habe ich privat ein Autoradio mit CD-Wechsler für 35 EUR verkauft. Im Auktionstext habe ich diese als gebraucht, aber optisch in gutem Zustand beschrieben. Die Funktionsfähigkeit der Geräte habe ich auch vor dem Versand nochmals geprüft.

Nun hat mich der Käufer angeschrieben und behauptet, dass beide Geräte defekt seien. Das habe er beim Einbau festgestellt. Leider bin ich erst jetzt darauf aufmerksam geworden, dass scheinbar auch bei Privatverkäufen eine Gewährleistungspflicht existiert sofern man diese nicht z. B. im Auktionstext vorab ausschließt - was ich allerdings nicht getan habe.

Meine Frage ist nun folgende: Bin ich in jedem Fall gezwungen das Gerät zurückzunehmen und den Preis teilweise oder komplett zu erstatten?
Denn der Einbau dieser Geräte setzt ja auch eine gewisse Qualifikation voraus und es ist ja auch nicht auszuschließen, dass die Geräte erst durch einen falschen Einbau defekt wurden und der Käufer so wieder zu seinem Geld kommen möchte. Denn genau diesen Eindruck habe ich, da der Käufer während unserer Konversation per E-Mail z. B. sagte, dass er versucht hat das Gerät in zwei Autos einzubauen und bei einem davon auch in Kombination mit einer anderen Anlage.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Tag,

da Sie die Gewährleistung nicht ausdrücklich ausgeschlossen haben, haften Sie als Verkäufer für die Mängel, die das Gerät bei Übergabe an den Käufer hat. Der Käufer muß hierbei beweisen, daß die jetzt behaupteten Mängel zum einen vorhanden sind und zum zweiten bereits bei Übergabe des Gerätes -daß ist beim Versendungskauf der Zeitpunkt, an dem Sie das Gerät zur Post geben- ebenfalls bereits vorhanden waren.

Diesen Beweis kann der Käufer möglicherweise nur durch ein Sachverständigengutachten führen, welches Kosten verschlingt, die in keinem Verhältnis zum Wert der Sache stehen. Sie können außerdem darauf vertrauen, daß auf Seiten des Käufers jede Menge Zeugen zur Verfügung stehen, die bestätigen werden, daß das Gerät von Anfang an kaputt war.

Ich kann Ihnen bei dem relativ geringen Wert von 35,- EUR nicht raten, es dabei auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, sofern Sie nicht rechtsschutzversichert sind. Die Kosten, die entstehen, werden locker das zehnfache dieses Wertes ausmachen, ohne daß Sie sicher sein können, zu obsiegen.

Allerdings muß der Käufer Ihnen zunächst Gelegenheit geben, den Mangel zu beseitigen. Lassen Sie sich deshalb zunächst das Gerät zur Besichtigung rückübersenden. Vielleicht ergeben sich dann aus der Mangelhaftigkeit noch neue Aspekte.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.06.2005 | 21:15

Guten Tag und zunächst einmal Danke für Ihre Antwort. Sie hat mir schon sehr viel weitergeholfen.

Eine Rückfrage habe ich jedoch noch: Habe ich es richtig verstanden, dass der Käufer zunächst verpflichtet ist mir die Ware zur Prüfung und ggf. Nachbesserung - also Reparatur - zuzuschicken?

Momentan verlangt er nämlich von mir, dass ich ihm im voraus Versandkosten und Kaufpreis überweise bevor er mir die Geräte zurückschickt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2005 | 13:40

Guten Tag,

sofern nichts anderes vereinbart ist, muß der Käufer nach der gesetzlichen Regelung Ihnen die Gelegenheit geben, den Mangel zu beseitigen. Die hierbei dem Käufer entstehenden weiteren Kosten, konkret: Verpackung und Porto, müssen Sie allerdings tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hat alle meine Fragen beantwortet und mir damit sehr weitergeholfen. Vielen Dank! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER