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05.01.2005 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Abend,

gegen mich läuft ein Verfahren, weil ich ein Streifenticket zur mehrfachen Verwendung mit TESA beklebt habe.
Zu diesem Fall wurde ich bereits schon beraten.

Beim Verhör habe ich angegeben, dass ich Schüler bin und nicht arbeite und dadurch kein Einkommen habe (nov. 2004).
Zu Weihnachten hat mir mein Vater, Unternehmer, eine Überraschung machen wollen und mir mitgeteilt, dass er mich rückwirkend auf Oktober geringfügig eingestellt hat.
In mir ist Panik ausgebrochen, weil dem zur Folge habe ich falsche Angaben beim Verhör gemacht. Sofort habe ich der Bundesanwaltschaft geschrieben und Ihr (so etwa wie hier steht) den Sachverhalt mitgeteilt und mich dafür entschuldigt.
Jetzt weiß ich nicht, ob mir das zu Lasten gelegt wird, oder nicht.

Auf jeden Fall um so länger ich nachdenke, um so mulmiger und zweifelhafter/unsicherer wird es mir , ob ich noch mehr solche falschen ungewollten Angaben gemacht habe, die ich berichtigen müsste.
Z.B. habe ich angegeben, dass ich vor diesem Vorfall schon einmal kontrolliert wurde und mir das Ticket einzogen wurde.
Anfangs war ich mir sicher, aber inzwischen werde ich mir immer ungewisser, weil die Personalienaufnahme an einer offenen S-Bahnstation im Dunklen stattfand, ob zu Beweiszwecken das Ticket sicher gestellt wurde oder ob ich es mir bei der übergabe mit den anderen Dokumenten (Schülerausweis, Personalausweis etc.) abhanden gekommen ist, ist auch möglich oder auf dem Nachhauseweg dummerweise verloren habe. Fakt ist einfach, dass mir nach dem das Ticket fehlt.
Ich weiß ja auch nicht, wie relevant dieser Sachverhalt ist, zu Mal ich weder Personen noch genaues Datum angegebenkann und auch nicht weiß.

Irgendwie möchte ich keine anderen Personen unschuldig belasteten und mich nicht tiefer in die Angelegenheit hineinstürzen.
Mir wurde zwar von allen Seiten (auch Seitens der Staatsanwaltschaft!) erklärt, dass das Verfahren eingestellt würde. Aber ein schlechtes Gefühl habe ich noch immer.

Leider kann ich mir keinen Anwalt leisten (Schüler), deshalb bitte ich Sie um Rat. Ist es empfehlenswert noch mal eine Aussage per Brief zu schreiben oder doch etwas anderes.

Vielen Dank für eine Antwort.
05.01.2005 | 21:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie brauchen wirklich nicht einen weiteren Brief zu schreiben, die Sache ist erledigt und sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben.

Einerseits können sie vor der Staatsanwaltschaft nicht in strafrechtlich relevanter Weise lügen, sd nur vor dem Richter. Bei Ihnen wäre das übrigens der Jugendrichter.

Ihren Schilderungen zur Folge haben Sie damals ja auch garnicht gelogen, da Ihnen Ihr Vater zum Zeitpunkt Ihrer Aussage noch nicht mitgeteilt hatte, dass Sie rückwirkend bei ihm angestellt sind.

Machen Sie sich also keine weiteren Sorgen, aber vermeiden Sie bitte in Zukunft schwarz zu fahren. Im Wiederholungsfalle könnten Sie nämlich durch das Jugendgericht zur Ableistung gemeinnütziger Arbeitsstunden oder sogar zu Freizeit- oder Jugendarrest verurteilt werden.


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2005 | 22:28

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Zwar bin ich schon etwas über 18 und das Verfahren ist noch nicht eingestellt (nach dem Vorfall mit der Manipulation habe ich mit der zuständigen Staatsanwaltschaft gesprochen.), die Staatsanwalt denkt, dass es höchstwahrscheinlich mit Straftatvorbehalt eingestellt wird.
Wie schaut die Angelegenheit mit den ergänzenden Angaben aus, ist es empfehlenswert auf Grund dessen die Staatsanwaltschaft erneut zu kontaktieren (um den Grund für die erstmalige Kontrolle, den ich beim Verhör nicht angeben konnte, nicht im Raum stehen zu lassen, da ich mich erkundigt habe und nun weiß, dass zu dem Ticket ein Verbundsausweis gefehlt hat. [zu dem Zeitpunkt habe ich etwa 1 Woche in der Großstadt gewohnt])um Schlimmeres noch zu vermeiden, da ich mir wirklich nicht mehr sicher bin, ob das Ticket eingezogen oder abhanden kam
und
daneben würde ich noch gerne wissen, ob ich juristisch vorbestraft bin.
Meine Eltern plädieren, einen Anwalt einzuschalten, ist dies ratsam - kann dies auch geschehen, ohne mir davon Bescheid zu geben.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2005 | 23:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Angelegenheit wirkt sich selbst nach den ergänzenden Angaben nicht für Sie nachteilig aus. Machen Sie sich keine Sorgen.

Sie teilen mit, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren mit "Straftatvorbehalt" einstellen wird. Allerdings kennt die Strafprozessordnung den Begriff des Straftatvorbehalts nicht.
Aber wahrscheinlich meinten Sie die vorläufige Einstellung nach Erfüllung von Auflagen gem. § 153 a StPO.

So kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen. Sind die Auflagen dann erfüllt, wird das Verfahren endgültig eingestellt.

Als Auflagen kommen insbesondere eine Geldzahlung (auch Ratenzahlung) oder gemeinnützige Arbeit in Betracht.

Insgesamt würde ich Ihnen raten, um einen positive Eindruck bei der Staatsanwaltschaft zu hinterlassen, einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens, zu stellen. Hierzu benötigen Sie keinen Rechtsanwalt. Ich würde den Antrag dann damit begründen, dass Ihnen die Tat sehr leid tut und Sie bereit sind, den Schaden wieder gutzumachen und dass Sie nie wieder strafrechtlich in Erscheinung treten werden.

Sollte Ihr Verfahren dann eingestellt werden, erfolgt auch kein Eintrag ins Bundeszentralregister. Sie wären damit nicht für Dritte (Arbeitgeber..) vorbestraft.

Sollten Sie weitere Fragen zum Entwurf eines solchen Einstellungsbescheides o.ä. haben, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen


Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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