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doppelte Unfallversicherung

27.05.2016 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

2014 hatte ich einen Skiunfall bei dem ich mir mein rechtes Knie verletzt habe. Dies wurde meiner Unfallversicherung A gemeldet und ich erhielt auch die daraus resultierenden Leistungen (z.B. Krankenhaustagegeld, Lohnfortzahlung etc).
Kurz nach der Unfallsanzeige teilte mir mein Vater mit, dass auch er eine Unfallversicherung für mich abgeschlossen hat und somit meldete ich den Unfall auch bei Versicherung B.
Da ja bei der Schadensmeldung nach weiteren Versicherungen gefragt wird, habe ich bei Versicherung B die Schadensnummer von Versicherung A mit angegeben und Versicherung A von Versicherung B in Kenntnis gesetzt.
Meine Versicherung A teilte mir nun mit, dass ich keine weitere Unfallversicherungen haben darf.
Versicherung B zahlte zwischenzeitlich einen geringen Betrag (kein Krankenhaustagegeld etc, ich schätze da Versicherung A schon gezahlt hatte)
Da allerdings mein Vater der Versicherungsnehmer ist und er auch die Beiträge zahlt bin ich mir unsicher wie ich weiter fortfahren soll, da mir jetzt von Versicherung A eine Invaliditätsleistungen ausgezahlt wurde und ich das Gutachten natürlich auch gerne Versicherung B vorlegen würde. Ich möchte nur ungern Versicherungsbetrug oder ähnliches begehen.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Versicherungsbetrug würden Sie begehen, wenn Sie einen der beiden Versicherer über leistungsrelevante Umstände täuschen würden. Nach Ihren verfügbaren Sachverhaltsangaben ist dies nicht zu erkennen. Darüber hinaus müssen Sie im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflicht wahrheitsgemäße Angaben machen. Anderenfalls verlören Sie Ihren Versicherungsschutz. Aber auch dies ist hinsichtlich des Bestehens mehrerer Versicherungen nicht erkennbar, da Sie hierüber offenbar wahrheitsgemäß informierten.

Eine andere Frage ist, ob Versicherer A seine Leistungen unter Verweis auf die bestehende Mehrfachversicherung zu Recht einstellen kann.(Ich gehe davon aus, dass dies geschehen ist oder geschehen wird). Da ein gesetzliches Verbot von Mehrfachversicherungen nicht besteht, kann sich dies alleine aus den Versicherungsbedingungen ergeben. Diese sollten von Ihnen daher aufmerksam durchgelesen werden. Ist dort eine sogenannte Subsidiaritätsklausel enthalten, müsste danach geschaut werden, ob diese einer Leistungspflicht tatsächlich entgegensteht. Dies ist keineswegs zwingend. Eine rechtliche Beurteilung könnte jedoch nur unter Vorlage der entsprechenden Bedingungen erfolgen. Bei Kranken(haus)tagegeldversicherungen sind solche Klauseln übrigens häufiger anzutreffen. Das heißt aber nicht, dass Sie deswegen keinen uneingeschränkten Anspruch auf Invaliditätsleistung hätten.

Übrigens: Sie sollten das Gutachten nicht ohne weiteres an die Versicherung B weitergeben. Hierzu benötigen das Einverständnis des Gutachters und/oder der Versicherung.

Lassen Sie sich von Versicherer A genau darlegen aufgrund welcher Bestimmungen die Leistungen eingestellt werden sollen. Überprüfen Sie, ob die Bestimmungen in Ihren Bedingungen zu finden sind. Wenn ja, sollte ggf. deren Wirksamkeit durch einen Rechtsanwalt überprüft werden.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Bundesweite Mandate sind unter Ausnutzung moderner Kommunikationsmittel kein Problem. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse. Diese finden Sie auf meinem Profil, das Sie durch einen Klick auf meinen Namen erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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