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doppelte Staatsangehörigkeit nach Adaption?

25.04.2018 16:48 |
Preis: 38,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


18:09

Zusammenfassung: Der Rückerwerb einer früheren Staatsangehörigkeit kann im Übrigen von der Einbürgerungsbehörde - vorher - im Wege des Ermessen erlaubt werden.

Mein Bruder (damals philippinisch durch philippinischen leiblichen Vater sowie Mutter) wurde 1987 von meinem Vater (deutsch) adoptiert als er unsere gemeinsame Mutter geheiratet hat. Er erhielt mit der Adoption die deutsche Staatsangehörigkeit und lebt auch in Deutschland.
Wir wissen nicht genau ob ihm damals automatisch die philippinische Staatsangehörigkeit dadurch weggenommen wurde oder nicht. Jedenfalls würden die philippinischen Behörden ihm jederzeit die Staatsangehörigkeit geben (Geburtsurkunde existiert ja noch), weil für sie eine Adoption in Deutschland (nach philippinischen Recht) kein Grund ist, nicht beide Staatsangehörigkeiten tragen zu dürfen.
Die wichtige Frage für uns: Darf er nach deutschem Recht beide Staatsangehörigkeiten tragen oder erlaubt es Deutschland nach einer Adoption nicht? Nicht dass wir jetzt den philippinischen Pass besorgen und er Probleme bekommt und den deutschen Pass abgeben muss.

Vielen Dank im Voraus!
25.04.2018 | 17:15

Antwort

von


(10)
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: 03023916152
Web: http://www.12anwalt.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Ihnen steht ein Anspruch auf Erstattung der geltend gemachten Fahrtkosten dem Grunde nach zu.

Das deutsche Recht sieht grundsätzlich keine doppelte Staatsangehörigkeit vor, es gibt aber eine Reihe von Durchbrechungen. Die doppelte Staatsangehörigkeit kann etwa erworben Adoption.

Der Rückerwerb einer früheren Staatsangehörigkeit kann im Übrigen von der Einbürgerungsbehörde - vorher - im Wege des Ermessen erlaubt werden. Insofern sollten Sie sich an die Einbürgerungsbehörde wenden. Dort sollten Sie einen Antrag stellen auf Rückerwerb der philipinischen Staatsbürgerschaft.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2018 | 17:47

Sehr geehrter Herr Bergmann,

vielen Dank für die Annahme meiner Frage.
Ich glaube aber dass die Antwort nicht ganz meine Frage beantwortet.
Wir wollen ja keinen Antrag auf Rückerwerb stellen sondern würden die philippinische Staatsangehörigkeit jederzeit bekommen, weil es im philippinischen Recht in dem Fall mit der doppelten Staatsangehörigkeit kein Problem ist.
Die Frage ist eigentlich wirklich nur, ob jetzt im Falle der Adoption in der die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt wurde, zusätzlich noch die philippinische "getragen" werden darf. Also kurz: Erlaubt das deutsche Recht die doppelte Staatsangehörigkeit im Falle einer Adoption von einem deutschen Vater (nicht leiblich aber der Adoptierende) und einer philippinischen Mutter (leiblich)?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2018 | 18:09

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihr Bruder hat die deutsche Staatsangehörigkeit kraft Gesetz gem. § 6 StAG erhalten. Diese kann er nicht verlieren, wenn er zusätzlich die philipinische trägt. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist hier möglich.

Dies ergibt sich auch aus einem Umkehrschluss des § 29 StAG:

(1) Optionspflichtig ist, wer

1.
die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 4 Absatz 3 oder § 40b erworben hat,
2.
nicht nach Absatz 1a im Inland aufgewachsen ist,
3.
eine andere ausländische Staatsangehörigkeit als die eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz besitzt und
4.
innerhalb eines Jahres nach Vollendung seines 21. Lebensjahres einen Hinweis nach Absatz 5 Satz 5 über seine Erklärungspflicht erhalten hat.

Der Optionspflichtige hat nach Vollendung des 21. Lebensjahres zu erklären, ob er die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten will. Die Erklärung bedarf der Schriftform.

Da die Frist nach Absatz 4 abgelaufen ist steht einer doppelten Staatsangehörigkeit nichts im Wege.

Ihr Bruder kann beide Staatsanghörigkeiten tragen.

Für weitere Rückfragen schreiben Sie mir bitte eine Email, da hier nur die einmalige Nachfrage zulässig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann
Rechtsanwalt


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