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defekter Stromzähler

| 11.08.2008 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Hallo,

ich betreibe seit 20 Jahren einen Imbiss. Auf Grund meines hohen Stromverbrauchs wurde ich 2004 auf monatl. Rechnung umgestellt. Bei der Rechnung für Juli 2007 fiel mir sofort auf, dass sie viel zu niedrig war. Statt ca. 600,00 Euro wollte man nur noch ca 172,00 Euro. Ich rief sofort die Stadtwerke an und bat um eine Überprüfung. Der Strom wurde erneut abgelesen und als richtig bestätigt. Trotz mehrfacher Anrufe blieb man bei diesem Betrag. Jetzt im Febr. 2008 haben die Stadtwerke festgestellt, dass der Stromzähler defekt war. Bis Ende Juli liessen sie sich Zeit das Problem anzusprechen. Meine Frage nun, wie lange dürfen die Stadtwerke Stromkosten nachverlangen und wie kann der Verbrauch geschätzt werden. Seit 1.2.08 wird der Strom monatl. abgelesen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.


Sehr geehrter Fragesteller,
da Ihr Vertrag mit dem Stromlieferanten vor dem 07.11.2006 geschlossen wurde, gilt die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV) vom 21.06.1972, zuletzt geändert durch Gesetz vom 09.12.2004.
Nach § 21 AVBEltV ermittelt das Elektrizitätsversorgungsunternehmen bei einem Fehler der Messeinrichtung den Verbrauch für die Zeit nach der letzten fehlerfreien Ablesung aus dem Durchschnittsverbrauch des ihr vorhergehenden Ablesezeitraums.
Eine Ermittlung des Verbrauchs hat nach den tatsächlichen Gegebenheiten zu erfolgen.
Das Versorgungsunternehmen prüft, welche Verbrauchsgeräte bei Ihnen vorhanden sind und welche kWh-Angaben diese aufweisen. Sodann wird der Verbrauch nach der Leistungsstärke der vorhandenen Geräte sowie der üblichen Einschaltdauer nach Erfahrungswerten errechnet. Der wahrscheinliche Wert muss vom Stromversorger wirklichkeitsnah errechnet werden (Urteil des Landgericht Frankfurt (Oder) vom 10.03.2005 Az: 32 0 142/03. In der Praxis ist darauf zu achten, dass die Geräte tatsächlich solange im Durchschnitt im Gebrauch waren, wie dies in der Schätzung angenommen wird. Unter Umständen sind die Umsatzzahlen des Betriebes heranzuziehen, um einen niedrigeren Verbrauch als den Geschätzten zu belegen.

Nach § 21 Abs. 2 AVBEltV ist eine Nachberechnung bis zu 2 Jahre möglich. Demnach kann der Stromversorger ab Juli 2007 eine Nachberechnung anhand einer Schätzung des tatsächlichen Verbrauchs vornehmen. Leider kann dem Stromversorger nicht entgegengehalten werden, dass der zu niedrige abgerechnete Verbrauch auf Eigenverschulden beruht. Es kommt nur darauf an, dass ein Fehler der Messeinrichtung vorlag.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.08.2008 | 19:03

Hallo Herr Dratwa,

mir ist ein grober Fehler unterlaufen. Der Zählerfehler ist mir im Juli 2004 aufgefallen ( nicht wie ich schrieb 2007). Die Stadtwerke haben aber erst im Januar 2008 reagiert. Wenn ich Sie richtig verstehe, muss ich mit einer Nachbelastung von 2 Jahren rechnen. Das bedeutet ab dem Februar 2006.

Danke für Ihre schnelle Antwort. Ich habe morgen mittag einen Termin mit den Stadtwerken, da geht es immerhin um ca. 20000,00 Euro. Die Stadtwerke haben ja noch nicht mal meine Vorrauszahlungen und die bezahlten Rechnungen von der Schätzung abgezogen.

Ich danke Ihnen für die Bentwortung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2008 | 09:16

Sehr geehrter Fragesteller,

in der Tat ist die Nachberechnung nach § 21 Abs. 2 AVBEltV nur für den Zeitraum von 2 Jahren möglich.

Ich bin gerne bereit, Ihnen in dieser Angelegenheit weiterzuhelfen und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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