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das ende einer ehe


23.04.2005 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Mann: (ich) 37 Jahre alt berufstätig, deutsche Staatsangehörigkeit
Frau: 30 Jahre alt, polnische Staatsangehörigkeit, keine Ausbildung
(anerkannte mittlere Reife in Deutschland)
Heirat im Jahre 1993 Standesamt Köln.
Kinder: 7 Jahre und 10 Jahre (2 Mädchen)

Zustand :
Meine Frau führt seit ca. Ende Januar, Anfang Februar ein Doppelleben.
Es ist keine Vermutung sondern sie hat es offiziell mündlich bestätigt!
Sie hat einen anderen Mann, den sie jetzt grenzenlos verehrt. Sie zeigt und manifestiert auch ihre Leidenschaft
zu ihm auf provozierende art in der Öffentlichkeit.
Dies ist für mich eine Demütigung des höchsten Gerades.

Meine Frau vegetiert am Tag (ist mit Kindern & Haushalt komplett überfordert!) dafür führt sie ein sehr intensives
Nachtleben mit ihrem neuen Freund. Ich kann es nicht ertragen wenn sie in den späten Nachtstunden oder erst am nächsten Tag erschöpft und müde wieder zu unserem gemeinsamen Haus „zurückkehrt“.

Dieser Zustand ist mehr als unerträglich nicht nur für mich sondern auch für die Kinder! Es ist so schmerzhaft für mich, dass ich vorübergehend zu meinen Eltern hinzogen bin (gleiche Stadt, wenige Straßen weiter entfernt!).
Meine Frau wohnt also (seit 2 Wochen) alleine mit unseren Kindern im gemeinsamen Haus. Am Nachmittag übernehme ich die Kinderbetreuung, in der Nacht passt oft meine Mutter auf die Kinder auf! So geht es nicht weiter!

Momentan sehe ich nur eine einzige Alternative, die für mich und unsere Kinder optimal ist. Meine Frau soll das Haus für einen längeren Zeitraum verlassen. Vielleicht kommt sie noch rechzeitig zu Besinnung!?
In unserem Haus möchte ich ALLEINE mit den Kindern leben und
die Kinderbetreuung komplett übernehmen.
Für 3 Stunden täglich wenn die Kinder von der Schule zurück sind und ich noch in der Arbeit bin, würde meine Mutter ihre Enkelkinder in Obhut nehmen.

Es ist für mich das wichtigste, dass meine Frau unser Haus verlässt!

**Wie bekomme ich (rechtlich!) meine Frau so schnell wie möglich aus dem Haus raus???
**Was passiert wenn ich einfach das Schloss (immer wieder) wechsele?
**Kann ich von meiner Frau verlangen, dass sie zu einem bestimmten Termin ausziehen muss?
**Wie lange muss ich diese erniedrigende Situation noch ertragen????

**Zählt die Demütigung als besondere Härte in einem Scheidungsverfahren um z.B. die Dauer des Scheidungsverfahrens zu meinen Gunsten zu verändern/verkürzen???
**Spielt das Verhalten meiner Frau auf die Höhe des Trennungsgeldes (Härtefall wegen Erniedrigung) eine Rolle?
Eine Scheidung wurde noch von keinem eingereicht.

**Spielt es eine Rolle wer es als erster tut?

Zu dem Haus:

Gemeinsames Haus vor ca.6 Jahren gekauft.
Das Haus wird erst in ca. 16 Jahren abbezahlt.
Startkapital/Eigenkapital für das Haus bekam ich von meinen Eltern.
Das Geld ist auf mein Konto geflossen (meine Ehefrau hatte bis vor kurzem noch die Vollmacht).
**Macht es Sinn bevor die Scheidung eingereicht wird einen notariellen Vertrag zwischen mir und meinen Eltern abzuschließen damit eindeutig wird, dass das Geld auf jeden Fall zurück zu zahlen ist, um es nicht als Zugewinn anzuerkennen?


Der Inhaber des Kontos war ich, meine Frau hatte seit Anfang der Ehe die Vollmacht. Nachdem meine Frau das Konto in der letzten Zeit kontinuierlich überzogen hat (Kontoauszüge als Beweismaterial, teure kleider und andere sinlose sachen gekauft), habe ich die Vollmacht zurückgezogen.
**wer soll Ihre schulden bezahlen ???
Jetzt hat sie ein neues Konto, auf dem das Geld zum Leben (essen etc.) für sie und unsere Kinder zur Verfügung steht.
Sie kauft jetzt das Essen für sich und für die Kinder.

Was muss ich ihr bezahlen für das Leben???
1 Währen sie zu Hause mit unseren Kindern ist (jetzige Situation)
2 Währen der Trennung wenn sie alleine ist
3 Wie hoch wäre das Trennungsgeld wenn sie mit den Kindern auszieht?
4 Nach der Scheidung wenn sie zusammen mit den Kindern lebt?

Wenn sie wegzieht, muss ich ihre Miete bezahlen oder geht es über das Sozialamt?

Einkommen z. Z. 2300 € Netto + 300 € Kindergeld.
Wir haben natürlich gemeinsame Verpflichtungen (Versicherungen, Steuer.) . haus schlägt mit 860 € (Darlehn) zu buche.
Anzumerken ist es, dass ich über kein Barvermögen verfüge sondern in diesem Moment mit einem überzogenen Konto kämpfe!


Noch andere Fragen:


**Habe ich ein Mitsprache Recht wer die Kinder betreuen soll?

**Meine Frau hat keine deutsche Staatsangehörigkeit.
Gibt es hier Besonderheiten?

**Meinen Frau möchte sich um die Kinder kümmern und damit sie aber den Unterhalt in volle Höhe bekommt, will gleichzeitig mit einerAusbildung anfangen! Muss ich ihre Ausbildung bezahlen?

**das Auto ist auf mich angemeldet. Ist es besser wenn ich es jetzt vor der Scheidung (Zustellung der Scheidung an mich) verkaufe um das Konto auszugleichen??? oder danach? Wer hat das Recht im Moment auf das Auto?

Wie wirkt sich Ehebruch bei einer Scheidung aus?

Für die Rechte auf meine Kinder und für meine finanzielle Situation:
**soll ICH die Scheidung so schnell wie möglich einreichen?
**soll ich es besser verzögern oder abwarten bis meine Frau es macht?

Ich weiss, es sind viele fragen. Ich bin im mom. SEHR verzweifelt. Sorry wenn es vielleicht bisschen durcheinander wirkt.
BITTE helfen sie mir schnell.....

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß in diesem Forum nicht alle Ihre zahlreichen Fragen umfassend beantwortet werden können. Dies würde den Rahmen des Forums sprengen. Eine in Ihrem Fall ratsame Beratung durch einen Anwalt vor Ort kann eine Antwort auf Ihre Anfrage nicht vollständig ersetzen.

Ich werde aber versuchen, Ihnen zumindest einige Anhaltspunkte betreffend die Rechtslage und das weitere Vorgehen mit auf den Weg zu geben:

Es macht zunächst keinen Unterschied, ob Sie oder Ihre Frau die Scheidung einreichen. Wenn Sie die Situation, die in der Tat nachvollziehbar belastend für Sie sein wird, beenden wollen, sollten Sie mit anwaltlicher Hilfe folgende Schritte einleiten:

Zunächst kann die Ehescheidung gem. § 1565 BGB zwar erst nach Ablauf eines Trennungsjahres erfolgen. In Fällen besonderer Härte, die insbesondere bei Ehebruch oder einer festen Lebensgemeinschaft eines Ehepartners gegeben sein können, kommt aber auch eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres in Betracht. Grundsätzlich kann der Scheidungsantrag daher bereits jetzt von Ihnen gestellt werden. Es besteht aber das Risiko, daß das Gericht das Vorliegen einer besonderen Härte verneint und Sie auf das Trennungsjahr verweist.

Anwaltlich sollte unbedingt ein Antrag auf vorläufige Zuweisung der gemeinsamen Ehewohnung bzw. des gemeinsamen Hauses gestellt werden. Zwar steht Ihrer Frau als Miteigentümerin grundsätzlich auch das Recht zu, das Haus zu nutzen. Ist aber das weitere Zusammenleben unter einem Dach unzumutbar, und können Sie sich mit ihrer Frau nicht einigen, wer von Ihnen dort wohnen bleiben soll, kann das Gericht einem von Ihnen - bis zur Scheidung der Ehe und der endgültigen Zuweisung der Wohnung - die Wohnung vorläufig zuweisen. In der Regel wird aber der Ehepartner die Wohnung vorläufig zugewiesen bekommen, bei dem die Kinder wohnen bleiben, damit diese nicht aus der gewohnten Umgebung gerissen werden. Ob die Kinder bei Ihnen bleiben können, oder nicht, wenn sich Ihre Frau dagegen sträubt, wird ebenfalls das Familiengericht entscheiden müssen. Es wird dabei auf das Kindeswohl ankommen. Auch diesbezüglich sollten Sie das weitere Vorgehen unbedingt mit einem Anwalt vor Ort abklären, um dort nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Auf jeden Fall sollten Sie nicht selbst Fakten schaffen und das Schloss austauschen, da Ihre Frau ansonsten mit einstweiligem Rechtsschutz den Zugang zu ihrem (Mit)Eigentum erwirken kann.

Es empfiehlt sich, mit Ihren Eltern eine Vereinbarung über die Rückzahlung des gewährten Darlehens zu treffen, damit im späteren Zugewinnverfahren die Sachlage, daß es sich nicht um Vermögenszuwachs handelt, sondern um Verbindlichkeiten, klarer ist.

Bei der Bemessung des Trennungsunterhaltes, der an dieser Stelle nicht konkret berechnet werden kann, wird es darauf ankommen, über welches Einkommen Ihre Frau verfügt, sowie auf die ehelichen Lebensverhältnisse. Die außereheliche Beziehung Ihrer Frau kann zu einer Begrenzung bzw. sogar zu einem Ausschluß der Unterhaltspflicht führen, §§ 1361 Abs. 3, § 1579 Nr. 6, 7 BGB. Auch das muß aber im Einzelfall geprüft werden. Davon abgesehen kommt die Zahlung von Trennungsunterhalt in allen von Ihnen beschriebenen Fallvariationen in Betracht.

Das Gleiche gilt für etwaige Unterhaltsansprüche Ihrer Frau nach der Scheidung. Allerdings werden Sie Ihrer Frau keine Ausbildung finanzieren müssen. Eine etwaige Ausbildungsvergütung wäre im Übrigen auf den Unterhalt anzurechnen.

Gemäß § 1687 BGB haben beide Elternteile grundsätzlich das gemeinsame Sorgerecht, welches sich auf Entscheidungen erstreckt, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Sie werden also insofern von der Betreuung der Kinder nicht ausgeschlossen sein.

Was das Auto angeht, werden Sie darüber verfügen können, wenn es in Ihrem Eigentum steht. Bei gemeinsamen Eigentum werden Sie mit Ihrer Frau - wie bei allen anderem gemeinsamen Eigentum - eine Einigung finden müssen, andernfalls Ihre Frau einen Verkauf erzwingen kann (da es sich rechtlich um die Auflösung Auseinandersetzung einer Eigentümergemeinschaft handelt).

Daß Ihre Frau nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ändert an der Anwendbarkeit des deutschen Rechtes nichts. Die Ehe wurde ja auch nach deutschem Recht geschlossen.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort zunächst geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt



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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

www.andreas-schwartmann.de
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