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darlehnvertrag

20.09.2014 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Ein Darlehn ohne festen Rückzahlungstermin muss zunächst mit dreimonatiger Frist gekündigt werden, bevor der Rückzahlungsanspruch geltend gemacht werden kann.

Guten tag
Ein ehemaliger Kollegen hat am 29.06.2011 eine Rechnung in der Höhe von 2150€ für mich übernommen. Das Geld hätte er damals auf mein Konto überwiesen damit ich es weiter überweisen kann. Ich sagte ihm aber damals das ich nicht weiß ob und wie das jemals zurück zahlen kann er bestand aber darauf es mir zu geben und mir helfen zu wollen. Mehr wurde nie vereinbart auch nicht schriftlich.
Ein Jahr später fragte er über Facebook nach wo sein Geld bliebe. Ich antwortete nur etwas schwammig ich habe gerade kein Geld. Auch hier wurde über keine genaue Summe gesprochen.
Jetzt habe ich über zwei Jahre nichts mehr von ihm gehört keine email kein Facebook kein Anruf oder Brief ich habe erst jetzt am 19.09.2014 einen Mahnbescheid von ihm erhalten.

Hier nun meine fragen
Ist dieser Mahnbescheid gültig?
Bin ich nun verpflichtet das Geld zurück zu zahlen obwohl ich nie sagte ich zahle es zurück?
Wie sollte ich mich nun am besten verhalten?

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Gegen einen Mahnbescheid können Sie fristgerecht Widerspruch einlegen. Dann muss der Kläger seinen Anspruch schriftlich begründen und Sie können anschließend Ihre Einwände dagegen schriftlich darlegen.

Wenn Sie keinen Widerspruch einlegen, wird der Gegner einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Dieser stellt dann einen Vollstreckungstitel dar.

Der Kläger muss, wenn Sie Widerspruch einlegen, beweisen, dass ein Darlehnsvertrag geschlossen, dass also eine Rückzahlung vereinbart wurde. Ich empfehle, insoweit noch einmal den Kontoauszug zu überprüfen, was hier als Verwendungszweck angegeben wurde.

Nach Ihrer Schilderung scheint der Anspruch auf Rückzahlung (selbst wenn es sich um ein Darlehn handelt) jedenfalls nicht fällig zu sein, weil ein fester Rückzahlungstermin nicht vereinbare wurde und bisher wohl keine Kündigung des Vertrages erfolgt ist. Diese Kündigung mit dreimonatiger Frist ist aber gem. § 488 III BGB Fälligkeitsvoraussetzung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2014 | 21:06

Bedeutet das, wenn keine Kündigung ausgesprochen wurde das er mit dem Mahnbescheid seine Forderung nicht geltend machen kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2014 | 21:19

Sehr geehrte Fragestellerin,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Solange die Kündigung nicht ausgesprochen und die darin erforderliche Rückzahlungsfrist nicht abgelaufen ist, kann er die Rückzahlung noch nicht verlangen.

Wenn Sie Widerspruch einlegen und es zum streitigen Verfahren kommt, müssen Sie auf diesen Umstand hinweisen. Dann wird der Richter die Klage aller Voraussicht nach abweisen. Allerdings kann der Gegner die Kündigung nachholen und dann ggf. später noch einmal klagen.

Wenn Sie allerdings keinen Widerspruch einlegen, wird auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid ergehen, weil die fehlende Kündigung im Mahnverfahren nicht vom Gericht geprüft wird.

Sie sollten sofort Widerspruch einlegen und einen Anwalt beauftragen, sobald Sie die Anspruchsbegründung des Gegners erhalten.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

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