Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

compliancebruch -insidergeschäfte in der Bank


16.01.2006 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,
ich bin seit etwa 4 Jahren bei einer Immobilienunternehmung (Bankentochter) als Makler beschäftigt.

Da wir unser Insiderwissen ausnützen könnten, sind wir verpflichtet, sämtliche Immobilienkäufe bzw Verkäufe der Zentrale anzuzeigen.

Dies ist auch det. in unserem Arbeitsvertrag so festgehalten.

Mir wurde heute vorgeworfen, dass ich diese Regelung nicht eingehalten habe; und zwar in 4 Fällen.

Denn: Käufer war jeweils meine Frau-die Ihr Mädchenname beibehielt- und diese Situation war der Bank wohl nicht bekannt gewesen.

An den Fällen ist wohl etwas wahres dran. Ich kann zwar zweifelsohne nachweisen, dass weder Bank noch einem Kunden ein Nachteil enstanden ist, im Gegenteil: die Bank stellte sogar noch eine Vermittlungsprovision in sämtlichen Fällen.... bzw meine Ehefrau war Meistbieterin in Zwangsversteigerungsfällen...

Das der Bank jetzt keinen Schaden enstanden ist wurde heute geprüft- morgen soll ich jetzt in der Firma vorsprechen und den Sachverhalt dem Compliencebeauftragten vortragen.

Wie soll ich mich jetzt verhalten ? Soll ich kündigen ? Die Bank spricht von einem Betrugsfall ! Soll ich darauf bestehen, dass die mir kündigen ? Was ist am besten für mich ?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst ist festzuhalten, dass ein Verstoß gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten den Arbeitgeber zu einer Abmahnung berechtigt. In Betracht kommt auch das Recht zur verhaltendbedingten Kündigung. Ob deren Voraussetzungen hier aber vorliegen, kann seriös ohne genauere Kenntnisses der Vorkommnisse nicht beurteilt werden.

Ich empfehle Ihnen, nun zunächst einmal gefasst und sachlich in das morgige Gespräch zu gehen, um erst einmal geststellen zu können, "wohin der Hase läuft". Grundsätzlich geht es in derartigen Personalgesprächen ja um eine Sachverhaltsaufklärung als Grundlage für weitere Entscheidungen.

Gänzlich abraten muss ich Ihnen sowohl von einer Eigenkündigung, als auch davor, übereilt einen Ihnen möglicherweise vorgelegten Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Beides zieht nicht nur eine bis zu zwölfwöchige Leistungssperre beim Arbeitsamt nach sich, sondern es macht sich bei Bewerbungsbemühungen erfahrungsgemäß schlecht, aus einer bestehenden Stellung heraus zu kündigen.

Sinnvoll wäre es, zunächst das Gespräch zu führen, um Klarheit zu erhalten, ob man Sie denn nun "loswerden" möchte oder ob vielleicht alles sich zu Ihren Gunsten auflöst, wenn man Ihre Seite der Geschichte gehört hat.

Wenn man Sie tatsächlich kündigen will oder Ihnen einen Aufhebungsvertrag anbietet, müssen Sie aber handeln und sich anwaltlichen Beistandes bedienen. Die Konsequenzen eines Aufhebungsvertrages habe ich Ihnen bereits genannt; aber auch eine arbeitgeberseitige Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen zieht grundsätzlich eine Sperre beim Arbeitslosengeld nach sich. Gangbare Alternative wäre dann ein sog. Abwicklungsvertrag, der stark vereinfacht ausgedrückt eine vertragliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses herbeiführt, ohne, dass es zu den negativen Folgen beim Arbeitslosengeld kommt. Dieser muss aber höchst sorgfältig ausgearbeitet sein, da es nur einen sehr schmalen Grat gibt, der den Abwicklungsvertrag vom (schädlichen) Aufhebungsvertrag abgrenzt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2006 | 23:07

Guten Tag,
besten Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Dies hat mir wirklich sehr weitergeholfen, werde Sie entsprechend Benoten und Kommentieren.

Bei der ganzen Überprüfung ist nichts herausgekommen; Meine Motivation ist am Ende und habe auch mittlerweile das Intersse an der Arbeit verloren.

Wie Sie schrieben, würde eine Kündigung meinerseits eine Sperre beim Arbeitsamt mit sich führen. Wie kann ich dieses umgehen ?
Ich möchte selbst nicht kündigen (geplant ist mich in diesem Beruf selbständig zu machen;(den Antrag auf Überbrückungsgeld habe ich bereits gestellt) und habe mich bereits arbeitssuchend gemeldet. Wie schauts aus, wenn ich der Firma sage, dass ich mich mit dem Gedanken trage die Firma zum Jahresende zu verlassen ? dann würden die doch sicherlich an einem sofortigen Aufhebungsvertrag interessiert sein, oder ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.04.2006 | 14:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider sehe ich mich außer Stande, Ihre im Rahmen der Nachfragefunktion eingebrachten Fragen zu beantworten.

Die Nachfragefunktion dient der Bearbeitung von Nachfrage, die sich inhaltlich auf die Antwort zur Ausgangsfrage beziehen. In Ihrem Falle stellen Sie jedoch gänzlich neue, über die Ausgangsanfrage hinausgehende Fragen. Deren Beantwortung ist mir jedoch aufgrund des anwaltlichen Berufsrechts sowie der AGB von frag-einen-anwalt.de verwehrt, zumal die nun gestellten Fragen eine relativ ausführliche Antwort erfordern würden.

Ich bitte um Verständnis und rege an, Ihre neuen Fragen als neue Anfrage hier einzustellen oder diese über die Funktion der persönlichen Online-Anfrage unmittelbar an mich zu adressieren.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER