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cholerischer fahrlehrer und übermässig viele fahrstunden


24.11.2006 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



im juli diesen jahres begann meine 17-jährige tochter damit, fahrstunden zu nehmen.
Die theorieprüfung hat sie bereits bestanden.
vor einer woche teilte sie mir mit, dass sie mit diesem fahrlehrer bzw. mit dieser fahrschule (es ist ein ein-mann betrieb), keinen meter mehr fahren will.
Als ich nach dem grund dafür fragte, erzählte sie mir, dass der Fahrlehrer bei jedem fehler mehr oder weniger ausrastete und sie aschrie, mit dem ergebnis, dass sie in den fahrstunden vor lauter nervosität und angst immer häufiger fehler machte.
bei der letzten fahrstunde hat er ihr dann eine ohrfeige verpasst, weil sie einen falschen gang eingelegt hat.

Tags darauf stellte ich den Fahrlehrer telefonisch zur rede, er hat jedoch bestritten, jemals cholerische anfälle gehabt zu haben oder gar gewalttätig meiner tochter gegenüber gewesen zu sein.
einerseits dürfen wir uns dergleichen nicht gefallen lassen, andererseits steht aussage gegen aussage.
ich bin sehr unsicher wie ich vorgehen soll...
die geschichte ist allerdings noch nicht zu ende:
aus oben genanntem grund habe ich den vertrag sofort gekündigt und die Rechnung verlangt, welche dann auch 3 tage später ins haus flatterte.
laut rechnung hat sie 53 übungsfahrten und 7 sonderfahrten, macht summa summarum 60!!!! fahrstunden!
(in denen sie übrigens noch n i c ht e i n m a l das einparken übten).
die anzahl der fahrstunden will und kann ich weder bestätigen noch bestreiten, da ich sie nie überwacht oder aufgeschrieben habe. ich bekam es oft auch ganz einfach nicht mit, wenn sie fahrstunde hatte, wegen meiner berufstätigkeit.
meine frage hierzu lautet:
hätte der fahrlehrer nicht die pflicht, bei deutlicher überschreitung der üblichen durschnittsstunden und bei gleichzeitiger offensichtlicher stagnation des lernerfolges
mit mir, als erziehungsberechtigter rücksprache zu halten?
darf er wirklich endlos stunden schieben, ohne mich über den stand der dinge zu informieren?
oder kann er die schuld alleine mir zuweisen, wegen fehlender eigenverantwortung ganz nach dem motto: "sie hätte ja bloss mitzählen müssen"?
ich hoffe sehr, eine kompetente rechtsauskunft zu bekommen.
mfg
dschäggy
ps. ich weiss nicht ob es relevant ist, aber den fahrschulvertrag hat lediglich er und meine 17jährige tochter unterschrieben, meine unterschrift war laut fahrlehrer nicht erforderlich

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Sehr geehrte Ratsuchende,


hier ist der Fahrlehrer offenbar nicht in der Lage, seinen Pflichten nachzukommen, so dass die Kündigung schon richtig gewesen ist.

Die bisherigen (Schlecht-)Leistungen werden gezahlt werden müssen, es sei denn, Ihre Tochter würde sich auf das Wagnis eines Prozesses einlassen wollen.

Denn Ihre Tochter ist Vertragspartner geworden:

Darauf, ob Sie noch zuätzlich unterschrieben haben, kommt es leider nicht an. Entscheidend ist allein, ob der Vertrag mit Ihren Einverständnis geschlossen worden ist, und das ist wohl nach der bisherigen Schilderung zu bejahen.

Daher musste der Fahrlehrer SIE als Mutter auch nicht gesondert über den Lern(miss)erfolg -zumindest rechtlich- unterrichten, da eben die Tochter Vertragspartner geworden ist.

Gegen die Zahlung werden Sie daher kaum etwas unternehmen können; möglich wäre allein, mit Ersatzansprüchen wegen Pflichtverletzungen (die Ihre Tochter dann aber beweisen müsste) gegenzurechnen. Sofern allerdings keine Zeugen vorhanden sind (ggfs. andere Fahrschüler im Fond), sehe ich aber keine guten Aussichten.


Allerdings würde ich hier eine Beschwerde beim Fahrlehrerverband einreichen, um diese Unterrichts(un)art deutlich zu machen; ggfs. liegen da schon weitere Beschwerden gleicher Art vor.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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