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bzw. Schmerzensgeld bei ärztl. Behandlungsfehler


| 22.03.2005 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Hallo und einen schönen guten Tag!

Meine Mutter ist leider an Krebs erkrankt und war (mal wieder) im Krankenhaus. Doch was sich der behandelnde Arzt (und somit das Krankenhaus) diesmal geleistet haben, sprengt den Rahmen der Gutmütigkeit. Innerhalb der letzten nicht ganz einandhalb Jahre sind dem Klinikum 3 "Ärztefehler" (?) unterlaufen. Zur Geschichte:

Im Januar 2004 wurde sie stationär aufgenommen und auch operiert. Dabei sind während der OP Bakterien in die offene Bauchwunde gekommen (der erste Fall des Arztes nach 200 gleichartigen Operationen seinerseits). Dies hatte zur Folge, dass sich an der Leber ein Abzess bildete und ein erneuter Eingriff notwendig wurde. Das zeugt doch von einem unsterilem OP-Saal!?

Im Juni 2004 wurde ihr in der gleichen Klinik (auf der gleichen Station) ein Bauchwandbruch operiert. Als sie nach der OP aufwachte, war sie froh den Stress hinter sich zu haben, bis der Arzt kam und meinte "Sorry, wir hatten kein Netz in der richtigen Größe vorrätig" (zur Verstärkung der Bauchdecke sollte dieses eingenäht werden = Grund der OP!). Daher durfte sie dann drei Tage später nochmal unters Messer, diesmal wurde das "passende" Netz eingenäht. Kann man nicht erwarten, dass vor der Operation geprüft wird, ob die vorhandenen Netze auf die Person passen??!!

Und der letzte Eingriff war diesen Monat. Da wurde vom Arzt eine Kompresse in der Bauchdecke vergessen und eingenäht!!! (Im Entlassungsbericht erwähnt!). Auch hier fand dann drei Tage später eine erneute Operation statt, um dieses zu entfernen. Und das in der heutigen Zeit, wo man mit Laser fast-Blinde sehend macht...!!?? Naja, aber damit noch nicht genug, die Narbe die diese OP hinterlassen hat ist so schlecht angelegt, dass die obere Haut und Bauchschicht über die Narbe lappt und die frische Narbe ständig "im Nasssen liegt". Hätte man da nicht ein wenig sorgfältiger mit ihr umgehen können? Das sieht aus als wenn ein Schlachtvieh operiert worden wäre!!!

So, und nun zu meinen Fragen:
1. Welche Möglichkeiten bieten sich meiner Mutter?
2. Gegen wen sollte sie vorgehen?
3. Sind alle drei Sachverhalte noch anwendbar?
4. Wenn Klage: -Welche Dauer wird ein Verfahren in etwa haben?
-Welchen Schwerpunkt sollte der Anwalt haben?
-Was kostet sie so ein Prozess in etwa? (aufgrund der Erkrankung ist leider kein einkommen mehr vorhanden)
-In welcher Höhe kann sie Schmerzensgeld einklagen?
5. Wenn Ombutsmann: -Unter welcher Summe sollte sie sich nicht abfinden lassen??

Vielleicht haben sie ja auch den einen oder andern Tipp für uns? aber so möchten wir das Krankenhaus (es waren ja auch immer andere Ärzte) diesmal nicht davonkommen lassen...

Dann bedanken wir uns schon einmal für ihre Bemühungen im Voraus und wünschen ihnen noch einen schönen Tag!!!
Mit freundlichen Grüßen
Frau S.


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Sehr geehrte Frau S.,

leider muss ich einleitend darauf hinweisen, dass ein solch komplizierter Sachverhalt sich nicht im Rahmen einer Online-Beratung beantworten lässt.

Folgendes kann ich Ihnen jedoch mit auf den Weg geben:

Im ersten Fall wird es sich um beweisrechtlich schwierige Tatsachen handeln. Denn einerseits ist ein Hygienemangel natürlich nicht auszuschließen, andererseits kann es bei Operationen immer zu Infektionen kommen, die auch bei größtmöglicher Sorgfalt nicht vermeidbar sind.

Beim zweiten Fall ist wohl von einem Fehler auszugehen, da man insbesondere in einem Fall, in dem vor dem Eingriff nicht alle Details feststellbar sind, auf alle Eventualitäten eingestellt sein muss.

Im Dritten Fall dürfte es sich offensichtlich um einen ärztlichen Kunstfehler handeln.

Allen drei Sachverhalten ist gemein, dass man ohne Gutachten praktisch nie beurteilen kann, ob ein Fehler und ein Verschulden vorliegen. Ebenso muss im Einzelfall geprüft werden, ob und in welcher Höhe Schadensersatz bzw. Schmerzensgeldansprüche bestehen. Gerade bei letzterem kommt es auf viele Einzelheiten des konkreten Falles an.

Mögliche Ansprüche sollten gesamtschuldnerisch gegen die Haftpflichtversicherung der Klinik / des Arztes und gegen die Klinik / den Arzt geltend gemacht werden.

Ihr Ansprechpartner kann einzig und allein ein Rechtsanwalt sein, der auf das Arzthaftungsrecht spezialisiert ist.

Die Kosten hängen vom Streitwert, damit also von dem anvisierten Schadensersatz und Schmerzensgeld ab. Derartige Prozesse ziehen sich erfahrungsgemäß über viele Monate, nicht selten über Jahre hinweg. Können Sie sich einen Prozess finanziell nicht leisten, so besteht die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe.

Über all diese Dinge kann Sie nur Ihr Anwalt umfassend und abschließend aufklären, den Sie unbedingt einschalten sollten. Insbesondere ist davon auszugehen, dass hier nur eine landgerichtliche Zuständigkeit in Betracht kommen kann. In diesem Falle besteht ohnehin Anwaltszwang.

Einen passenden Anwalt können Sie z.B. über die Rechtsanwaltskammer, den Anwaltsverein oder kommerzielle Anwaltssuchdienste ausfindig machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.03.2005 | 11:50

Hallo nochmal!
Erstmal vielen, lieben Dank für die zügige Antwort! Damit ist uns schonmal geholfen: Wir werden dann weitere Schritte einleiten!
Doch eine Frage bleibt noch offen:
->Was halten sie davon, einen Ombutsmann einzuschalten und aufzusuchen? Das ist nämlich das, was die Ärztekammer empfiehlt!?
Vielen Dank nochmal im Voraus und einen schönen Tag noch!
Frau S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.03.2005 | 15:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Idee halte ich für gut, da so auf günstigem Weg eine Lösung erzielt werden kann. Aber bitte auch das nur mit anwaltlicher Beratung, da Sie sicherstellen müssen, nicht auf eine vermeintlich gute Regelung hereinzufallen. Denn wenn Sie sich dort vergleichen schneiden Sie sich den anschließenden Weg zum Gericht ab.

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Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort!
Zumindest fühlen wir uns jetzt schonmal bekräftigt, einen Anwalt auf zu suchen und werden dann auch "gesamtschuldnerisch" gegen Klinik und Arzt vorgehen!
VIELEN, LIEBEN DANK
Frau S."
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