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btm-verstoss


17.12.2007 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



aufgrund eines anoymen anrufes bei der polizei (ich würde drogen in die brd einführen, was aber nicht stimmt) hat man mich verhaftet, mich durchsucht und eine wohnungs durchsuchung gemacht. in meiner wohnung hat man 0,5g heroin und 0,8g haschisch gefunden, was ich der polizei aber im vorfeld schon gesagt habe. jetzt habe ich eine verhandlung. man hat bei mir vor 2 jahren schonmal 1g heroin gefunden, wofür ich eine geldstrafe erhalten habe. was habe ich jetzt wohl für eine strafe zu erwarten?
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Der Besitz von Betäubungsmitteln aus den Anlagen zum BtmG ist nach § 29 Abs. 1 Nr. 3 BtmG strafbar. Strafrahmen ist Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.

Da Sie bereits gegenüber den Ermittlungsbeamten den Besitz eingeräumt haben, scheint die Sachlage bezüglich des Besitzes klar und nachgewiesen.

Es bleibt Ihnen letztlich nur im Hinblick auf den Strafausspruch positiv einzuwirken. Dies kann einerseits durch ein Geständnis (Reue), andererseits durch Nachweis einer günstigen Sozialprognose geschehen. Gerade opiatabhängige Straftäter sind suchtbedingt als krank anzusehen. Delinquenten die das Suchtproblem erkannt haben und tatkräftig an sich arbeiten und gegen die Sucht vorgehen, können seitens des Gerichtes dann mit einer milderen Strafe rechnen. In jedem Fall rate ich Ihnen – schon im Hinblick auf Ihre Gesundheit – sofort Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle aufzunehmen, Gespräche mit einem Berater zu beginnen, eine Entgiftung anzutreten sowie Therapiemaßnahmen in die Wege zu leiten.

In jedem Fall sollten dann, sofern vorhanden, entsprechende Belege in der Verhandlung dem Gericht vorgelegt werden.

Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte kann keine definitive und zuverlässige Aussage zum zu erwartenden Strafmaß getroffen werden. Jedoch ist bei nur der einen Vorahndung und dem Besitz der genannten Menge durchaus noch von einem Besitz zum Eigenkonsum auszugehen. Mit entscheidend wird die Qualität (Wirkstoffgehalt) der gefundenen Btm sein. Sofern es sich um die übliche Straßenqualität handelt sehe ich keine Probleme.

Erfahrungsgemäß wird gerade in den nördlichen Bundesländern hier wohl eine weitere Geldstrafe, möglicherweise eine kurze Freiheitsstrafe unter Strafaussetzung zur Bewährung zu erwarten sein.

Sie haben selbst die Möglichkeit hier durch vorgenannte Maßnahmen günstigen Einfluss auf das zu erwartende Strafmaß zu nehmen. Dies sollten Sie auch umgehend tun.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2007 | 11:07

Hallo Herr Boukai,
ich habe heute bei meiner Verhandlung eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 30€ erhalten. Ein bekannter hat mir dazu gesagt, das das Urteil viel zu hoch sei.
Jetzt meine Frage: hätte ich mit einem Anwalt evtl. eine geringere Strafe bekommen und soll ich gegen das Urteil angehen !?
Mit freundlichen Gruss
P.S.: Ich nehme keine Drogen mehr, da ich Kontakt zu einer "Nachsorge" aufgenommen habe, wo ich nach meiner Therapie 2005 in Behandlung war.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2007 | 11:46

Sehr geehte(r) Fragesteller(in),

die Anzahl der Tagessätze erscheint nicht als zu hoch, bleibt sie doch unter der Grenze der 90 TS ab denen ein Eintrag im Führungszeugnis erfolgt. Das Gericht ist Sie dürfen nicht vergessen, dass jede Vorahndung das Strafmaß im Vergleich zu einer unbescholtenen Person erhöht. Es gibt keine einheitlichen "Tarife" für jede Straftat. Da Sie bereits einschlägig in Erscheinung getreten sind, ist eine erhöhte Strafe absolut nachvollziehbar. DIe geringe Strafe konnte Sie ja nicht von einer erneuten Straftat abhalten.
Im Hinblick auf das Kostenrisiko einer weiteren Verhandlung würde ich es bei dem Urteil an sich belassen. Nach der Höhe des Tagessatzes haben Sie mindestens ein monatlich zu Verfügung stehendes Einkommen von € 900?
Die Höhe des Tagessatztes ist aus Gerechtigkeitsgründen an das jeweilige Einkommen des Verurteilten gekoppelt. Ein ungefährer Richtwert zur Ermittlung ist das monatliche Einkommen geteilt durch 30. So trifft die Strafe Einkommenststarke wie auch Einkommensschwache gleich hart. Wenn Ihr Einkommen und damit die zu verhängende Tagessatzhöhe geringer als 30 € / Tag sein sollte, kann hier eine Anpassung erfolgen. Wenden Sie sich in dem Fall an das Gericht.

MfG

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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