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brandschaden, Grenzbebauung

25.10.2016 17:15 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


14:29
Mein Haus hatte einen Brandschaden, laut erstem Gutachten ( ein von der Versicherung bestellter Gutachter ) ca. 350.000 Euro Schaden.
Laut zweitem Gutachten, ( ein von mir bestellter Gutachter ca. 450.000 Euro Schaden.
Das Gebäude hat einen Neuwert von ca. 580.000 Euro, es ist also kein Totalschaden.
Laut Bauamt dürfte ich das Gebäude, ( Grenzbebauung ) wieder aufbauen.
Die Fenster ( 3 Stück ) die in der Wand der Grenzbebauung sind, dürfte ich aber nicht wieder einbauen.
Jetzt meine Frage, ist dieses Gebäude dann nicht mit einem Totalschaden zu bewerten, da mir ein Aufbau ohne die Fenster nichts bringt.
Gibt es da schon Urteile, bitte die Frage nur beantworten wenn Sie es genau wissen, danke.
25.10.2016 | 18:20

Antwort

von


(293)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 017634393408
Web: http://anwalt-prime.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage gibt es nach unserer Rechtsprechungs-Recherche (Juris, BeckOnline) keine einschlägigen Gerichtsurteile, da dieser Fall sehr speziell ist und es im Ergebnis grundsätzlich auf die Beschaffenheit des Hauses im Speziellen ankommen wird und nach diesen Stichwörtern eine Suche nicht möglich ist..

Zur Beantwortung der Frage ob hier ein Totalschaden vorliegen kann, bräuchten wir von Ihnen weitere Ausführungen, bezüglich der Bedeutung eben dieser Fenster für Sie und das Hausobjekt. Hilfreich wäre es, wenn Sie uns hier soweit vorhanden einen Lageplan zukommen lassen könnten und/oder Bilder der entsprechenden Fensterfront.

Wir werden Ihnen selbstverständlich auch alle weiteren Nachfragen kostenfrei beantworten.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Unsere Kanzlei nimmt bundesweit Mandate wahr, ohne dass Ihnen hierdurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Geike
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2016 | 13:57

Sehr geehrter Herr Geike,
danke für ihre Antwort.
Hier noch ein paar infos, damit Sie mir meine Frage genauer beantworten können.
Die Fenster waren Sehr wichtig, es handelt sich um Wohnraum, ( Wohnzimmer und Bad, das ich Vermietet hatte. Ohne die Fenster kann ich diese bei einem Wiederaufbau nicht mehr Vermieten und diese sind für mich Nutzlos.
Ein Brandschutzingenieur hat auch bestätigt das nach § 31 LBO 2009, eine Gebäudeabschlußwand bei einem Wiederaufbau herzustellen wäre.
Ein wiederaufbau kommt deshalb für mich nicht in Frage.
Ist es aus ihrer Sicht deshalb ein Totalschaden ( gibt es ähnliche Urteile ).
Wie sehen Sie die Aussichten, die Versicherung auf Die Neuwertspitze von
580 000 € zu verklagen.
Bedanke mich schon mal für ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2016 | 14:29

Sehr geehrter Fragesteller,

es besteht ggf. noch die Möglichkeit spezielle Schutzfenster zu verwenden, die den selben Wirkungsgrad wie eine Feuerschutzwand haben. Wenn es dann allerdings tatsächlich nicht so sein sollte, dann ist Wohnraum ohne Fenster natürlich nutzlos, da dieser von Ihnen nicht weitervermietet werden kann.

Der sich hieraus ergebene Schaden ist in der Differenz zwischen dem Wert des Hauses mit den besagten Fenstern im Vergleich zum theoretischen Wert des Hauses ohne Fenster im Wohnraum. Hierzu müsste eigentlich ein Gutachten erstellt werden.

Ein entsprechendes Ansinnen wird jedoch bereits durch die jeweilige Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verboten. Als Beispiel sei hier § 43 Absatz 2 LBauO Rheinland-Pfalz genannt:

(2) Aufenthaltsräume müssen unmittelbar ins Freie führende Fenster von solcher Zahl und Beschaffenheit haben, dass die Räume ausreichend mit Tageslicht beleuchtet und gelüftet werden können (notwendige Fenster). Das Rohbaumaß der Fensteröffnungen muss mindestens ein Zehntel der Grundfläche des Raums betragen; ein geringeres Maß kann zugelassen werden, wenn wegen der Lichtverhältnisse keine Bedenken bestehen. Bei Aufenthaltsräumen im Dachraum bleiben Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1,50 m bei der Ermittlung der Grundfläche außer Betracht. Oberlichte anstelle von Fenstern können zugelassen werden, wenn die Gesundheit nicht beeinträchtigt wird.

Ein nicht auszuführender Wiederaufbau führt führt dann dazu, dass man auch den Neuwert des Schadens als € 580.000 als Schaden annehmen kann, der sodann auch rechtlich durchgesetzt werden könnte.

Sie sollten hier die Gegenseite unter Nennung der o.g. Punkte, insbesondere der Erklärung, dass Wohnräume keine Fenster haben dürfen und ein Wiederaufbau daher nicht möglich ist, sodass ein Totalschaden vorliegt und der gesamte Wert anzusetzen ist.
Machen Sie dies per Einwurfeinschreiben und setzen eine Frist zur Zahlung/Beantwortung von zwei Wochen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Sache weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Geike
Rechtsanwalt


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