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bibliotheksauflösung


06.11.2006 22:41 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Rechtskundige, hier mailt ein verunsicherter Pensionär. Über eine sach- und fachkundige Antwort würde ich mich freuen. Der Sachverhalt: Ich bin seit 2001 Mitglied bei ebay und verkaufe dort MEINE EIGENEN Bücher aus meiner in Jahrzehnten angelegten Bibliothek. Im Jahre 2003 bin ich als Lehrer in Pension gegangen. Da ich nun nicht mehr so viel Bücher benötige und auch nicht mehr alle wieder lesen will sowie aus Platzgründen verkleinere ich in verstärktem Maße.
Mittlerweile habe ich seit 2001 ca. 1500 Bücher verkauft und ca. 1200 Bewertungen bei ebay erhalten.
Durch Presse, Fernsehen und in den ebay-Foren bin ich auf die Problematik der Abmahnungen gestoßen.
Ich möchte sowas und auch die Einstufung als gewerblicher Händler vermeiden. Wenn man meine Preise sieht (1 - 3 Euro meist), den Zeitraum und die Aufwendungen gegenrechnet, käme man sicher nicht auf die Idee, dass ich gewerblich handele. Aber wer gibt mir heutzutage die Gewähr, dass dies stimmt ??
Meine Fragen: 1. Wie kann ich Gewerblichkeit sicher vermeiden ?
2. Was kann ICH tun, um meinem mittlerweile zum Hobby gewordenen Verkauf weiterhin zu frönen ? 3. Gibt es in meinem Falle einen rechtlichen Schutz vor einem/einer abmahnwütigen Anwalt/Anwältin ?
Über eine Antwort würde ich mich freuen. Besten Dank.
bücherwurm

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ob Sie als privat oder gewerblich anzusehen sind, hängt von den nachfolgenden Umständen ab:

- Anzahl der monatlichen Versteigerungen,
- mehrere, zeitgleiche Versteigerungen,
- Anzahl der Bewertungen (mehr als 100 Bewertungen pro Monat über einen gewissen Zeitraum deuten auf gewerbliche Tätigkeit hin)
- Anbieter hat einen Online-Shop,
- Anbieter ist Powerseller (vier oder mehr erfolgreiche Verkäufe in den letzten drei Monaten in einem Volumen von EUR 3.000)
- Bestehen eines gewerbliches Accounts,
- Anbieten neuer Ware,
- Anbieten einer Vielzahl gleichartiger Artikel,
- Verwendung von AGB`s oder die Ausweisung der Mehrwertsteuer.

Die Annahme von Gewerblichkeit ist immer eine Frage des jeweiligen Einzelfalles und kann nicht generell beantwortet werden.

Da Sie weder den Umsatz eines Powersellers noch die oben benannten monatlichen Bewertungen haben, dürfte bei Ihnen von Privatverkäufen auszugehen sein.

Insoweit sollten Sie darauf achten, dass Sie von den vorbezeichneten Kriterien möglichst keine erfüllen, um zu vermeiden, dass Sie als gewerblicher Verkäufer und damit als Unternehmer im Sinne von § 14 BGB eingestuft werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2006 | 12:23

Sehr geehrter Herr Roth, vielen Dank für Ihre Mitteilung. Diese hat mich ein wenig beruhigt. Wenngleich ich herauslese, dass es keine absolute Sicherheit gibt.
Kann im Falle eines Falles meine Rechtsschutzversicherung (Familienrechtsschutz) eintreten ?
Kann ich mich auch dann an Sie wenden ?
Diese Internet-Möglichkeit der Beratung gefällt mir. Ich bedanke mich herzlich
bücherwurm

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2006 | 12:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Streitigkeiten aus Ihrer Tätigkeit sind durch einen Familienrechtsschutz nicht gedeckt. Hier sollten Sie mit Ihrer Versicherungsgesellschaft sprechen und klären, ob ein Rechtsschutz für selbständige Tätigkeit weiterhilft.

Selbstverständlich können Sie sich im Falle von Auseinandersetzungen mit Dritten gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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