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bezahlung von Überstunden bei gehalt

10.11.2011 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Mein Arbeitgeber und ich einigten uns(nur mündlich) vor ca. 2 Monaten darauf das ich nun Gehalt und nicht mehr Sundenlohn bekomme.

Nun war ich der Meinung das meine geleisteten Überstunden mit meinem
"neuen Stundenlohn" vergütet werden ,der sich aus meinen Bruttogehalt geteilt durch die durchschnittlichen Monatsarbeitsstunden ergibt.

Dies ist aber nicht so!!!

Momentan ist es so das ich ein Gehalt bekomme und meine geleisteten Überstunden mit meinem "alten Stundenlohn" vergütet wird.

Eine solche Absprache hat aber nie stattgefunden.

Ist dies rechtswirksam???
Kann mein Arbeitgeber das einfach so machen???
Und sollte nicht auch mein Arbeitsvertrag geändert werden???( von Lohn-auf Gehaltsempfänger???

Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Gruß

Matthias Meister

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie bisher im Rahmen einer Zeitlohnvereinbarung ausschließlich nach geleisteten Stunden bezahlt worden. Jetzt bekommen Sie ein monatliches festes Gehalt.

Die Begriffe "Gehalt", "Lohn", "Vergütung" haben dabei zunächst grundsätzlich die gleiche Bedeutung.

Unter "Überstunden" wird die Arbeitsleistung verstanden, die über die vertraglich geschuldete Arbeitszeit hinaus geleistet wird.

Die Vergütung von Überstunden bestimmt sich zunächst einmal nach der tarifvertraglichen Regelung oder der im Arbeitsvertrag getroffenen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, zumal eine gesetzliche Regelung fehlt.

Offenbar gibt es zwischen Ihnen und Ihrem Chef bereits einen schriftlichen Arbeitsvertrag. In diesem könnte bereits eine Regelung zur Überstundenvergütung getroffen worden sein. Schauen Sie bitte hinein. Wenn das der Fall ist, spricht Einiges dafür, daß diese Regelung zunächst einmal fortbesteht. Denn Sie schreiben ja, daß Sie eine andere Vereinbarung (noch) nicht getroffen haben. Dies kann aber ohne Prüfung des Arbeitsvertrages nicht genau gesagt werden.

Sollte es in Ihrem Fall keine konkrete arbeitsvertragliche oder tarifvertragliche Regelung zur Überstundenvergütung geben, wäre die übliche Vergütung geschuldet, d. h. es ist zu fragen, was nach fester Übung für gleiche oder ähnliche Leistungen an ihrem Arbeitsort gezahlt wird. In diesem Falle dürfte sich die Überstundenvergütung tatsächlich an der Vergütung pro Stunde orientieren, die Sie auch sonst erhalten.

Ausgezahlt bekommen Sie aber, das wird Ihnen klar sein, immer nur das Netto-Gehalt, d. h. den Bruttolohn, abzüglich Lohn- und Kirchensteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und eventuellen weiteren Abzügen.

Das gilt auch für Überstunden. Ihr Chef wird Ihnen nicht eine Vergütung pro Überstunde in Höhe des Bruttogehaltes, geteilt durch die vereinbarte Stundenzahl auszahlen, sondern die Abzüge auch hinsichtlich der Überstunden berücksichtigen.

Ich würde Ihnen dringend raten, mit Ihrem Chef den Abschluß eines den neuen Bedingungen angepassten schriftlichen Arbeitsvertrages zu besprechen und diesem Zusammenhang die Höhe der Überstundenvergütung ganz konkret und zweifelsfrei auszuhandeln. In dieser Neufassung des Arbeitsvertrages sollten Sie auch die Höhe des Gehalts und die geschuldete Arbeitszeit schriftlich festhalten. Dies ist für Sie und Ihren Chef gleichermaßen wichtig und hilft letzlich arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen vorzubeugen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Roland Sievers
Rechtsanwalt
05121 - 102531


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