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betriebsrente nach erfolgter scheidung

12.01.2008 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

guten tag,

ich, 57, bin seit 2jahren rechtskräftig geschieden. es ist alles soweit geregelt obwohl es eine scheidung mit größten schwierigkeiten war - ein rosenkrieg - .
in dieser scheidung ist der öff. schuldrechtliche versorgungsausgleich vom familiengericht geregelt worden.
es geht um die betriebsrente meines ex. 59j, 50% schwerbehindert, er wird mit 60 od. 62 jahren ausscheiden, die nicht unerheblich ist, wir waren 30 jahre verh. beide arbeiten noch.

was kann ich machen um mir diese jetzt schon zu sichern? oder " dingfest" zu machen?
kann man einmalzahlungen jetzt schon anregen?
kann er gezwungen werden, meinen anteil jetzt schon auf ein "sonderkonto" anzulegen oder zur alterssicherung zu deponieren?
ich habe befürchtungen, daß er ins ausland gehen wird sobald er nicht mehr arbeitet.
war raten sie mir u. auf was kann ich mich berufen?
herzlichen dank für ihre antwort

12.01.2008 | 18:14

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Einmalzahlungen sind den Versorgungsausgleich betreffend leider nicht möglich. Zudem gibt es gerade im Zusammenhang mit dem Versorgungsausgleich von Betriebsrenten im Detail verschiedene Vorgehensweisen, die das Familiengericht zur Anwendung bringen kann, die jedoch aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht hervorgehen, weshalb ich Ihnen im Folgenden lediglich eine pauschale Antwort geben kann, die Ihnen jedoch alle erwünschten Informationen bieten können sollte.

Beim öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich (egal, welche Vorgehensweise im Einzelfall durchgeführt wurde) werden lediglich angesparte Versorgungsanwartschaften von einem Versorgungskonto auf das andere übertragen mit der Folge, dass die zu erwartende Altersvorsorgung bei dem ausgleichspflichtigen Ehegatten herabgesetzt wird, bei dem anderen jedoch steigt. Die Anwartschaften, die der Ausgleichsberechtigte durch den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich erhält, führen in den Fällen, in denen dieser das Rentenalter noch nicht erreicht hat, nie zu einer direkten Geldzahlung, sondern nur zur Übertragung oder Neubegründung von Rechten, die erst später - wenn der Versicherungsfall eingetreten ist - zum Zuge kommen. Die von dem Ausgleichspflichtigen auf den Ausgleichsberechtigten übertragenen Anwartschaftsrechte sind jedoch ein für allemal übertragen, kommen also auf das Renten- bzw. Versorgungskonto des Ausgleichspflichtigen nicht zurück (Ausnahme: Todesfall des Berechtigten vor dem Renteneintritt). Der Ausgleichsberechtigte bekommt, sobald der Versicherungsfall eintritt (also mit Erreichung des Rentenalters oder bei Invalidität oder Erwerbsunfähigkeit) eine Rente aus eigenem Recht. Etwas anderes gilt beim öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich nur, wenn dies durch einen Ehevertrag geregelt ist, wovon ich in Ihrem Fall nicht ausgehe.

Daher müssten in Ihrem Fall die erworbenen Anwartschaftsrechte schon Ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben worden sein. Der zuständiger Versorgungsträger müsste Ihnen hierüber nähere Auskunft geben können. Sollte eine Übertragung der Anwartschaften in Ihrem Fall - warum auch immer - (noch( nicht erfolgt sein, sollten Sie sich bei einem Rechtsanwalt näheren Rat einholen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Lars Liedtke

ANTWORT VON

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37081 Göttingen
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