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benzingeld an die AN wie wirkt sich das aus?


30.09.2006 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mich Selbständig gemacht und habe nun 2 Männer eingestellt.
Diese bekommen einen festen mtl. Satz (netto) ausgezahlt.Nun haben wir Baustellen die bis zu 400km entfernt sind (v.Betriebssitz) diese Männer kommen aus versch. Bundesl.
Gegen Vorlage der Benzinrechn./Tankrechn. möchte ich es denen Erstatten.
Wie ist das in der Buchf. als Kosten und wie in der Eink St. als Eink. für die Männer?
Für mich als Betrieb?
Sind das auch Einnahmen, die der Sozvers.pflicht unterliegen?

ich weiß noch nicht wie ich es denen beibringen soll, denn auch mein, mir von meiner überlassenes fz tanke ich und bezahle das Darlehen, auch ich muss wohl den Geldwerten Vorteil bzw. einen Teil der Kosten versteuern, den ich dem betrien theoretisch entnehme.
Entweder FAhrtenbuch oder diese 1% Regel.
ich selber bekam keinen Kredit (GmbH durchgriffshaftung) und somit nicht die ehem. Insolvenz sondern auch die priv. Insolvenz.

ich möchte alles buchhalterisch richtig machen
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Als Arbeitgeber können Sie Ihrem Arbeitnehmer € 0,30 pro Kilometer steuerfrei erstatten. Erst wenn Sie den Arbeitnehmer mehr zahlen, ist der über die € 0,30 übersteigende Betrag steuerpflichtig.

Die einschlägige Regelung findet sich in § 3 Nr. 16 EstG. Danach ist durch den Arbeitsgeber bei Dienstreisen, Fahrtätigkeit, Einsatzwechseltätigkeit, doppelter Haushaltsführung eine steuerfreie Erstattung gem. § 3 Nr. 13 bzw. Nr. 16 EStG an den Arbeitnehmer zulässig.

Soweit Sie den Arbeitnehmern Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte zahlen, sind diese Gehaltsbestandteil und damit steuerpflichtig und auch entsprechende Abgaben zu Sozialversicherung vorzunehmen.

Erstatten Sie einem Mitarbeiter die Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, stellt dies steuerpflichtigen Lohn dar. Als Arbeitgeber können Sie nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG und R 127 Abs. 5 LStR den Fahrtkostenzuschuss pauschal versteuern (15 % zzgl. pauschale Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag). Diese pauschale Lohnsteuer können Sie auf den Arbeitnehmer abwälzen.

Insoweit sollten Sie genau trennen zwischen Fahrtkosten, die die Arbeitnehmer mit Ihren Privat-KfZ´s zu den Baustellen zurücklegen und zwischen Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte. Sicherlich ist auch eine Erstattung von Fahrtkosten unterhalb der € 0,30 möglich (z.B. durch Zahlung der Benzinkosten). Dies setzt allerdings voraus, dass Ihre Arbeitnehmer dies auch akzeptieren.

Die Erstattungsaufwendungen sind betriebliche Aufwendungen, die sich unmittelbar gewinnmindernd auswirken.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden Überblick verschafft zu haben und stehen Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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