Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

beleidigung auf sexueller grundlage


| 24.11.2006 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich hab da wohl mächtig Mist gebaut.
Kurz der Hintergrund--Ich habe mich sehr über eine ehemalige gute Freundin geärgert, weil sie mir mit Lügen und Verleumdung betreffs meines Lebensgefährten, das Leben schwer machte und selbst vor meinem 6-jährigen Sohn nicht halt machte und ihn auf dem Schulhof verbal attackierte etc.,obwohl ich sie mehrmals bat uns in Ruhe zu lassen.

Nachdem mein Sohn nach diesem "Gespräch" mit ihr sehr verunsichert war und den ganzen Abend weinte, habe ich mich so geärgert, dass ich am folgenden Vormittag wohl überreagiert hab und sie ein wenig ärgern wollte und:

!!Eine SMS mit ihrem Vornamen und dem in etwa Wortlaut--(Bin w,32,blond und braungebrannt und megahot und warte auf eure SMS und Anrufe) in Folge mit ihrer Tel-Nr abgekürzt (Bsp: 0=nu, 8=ac) in den RTL-SMS-Chat geschrieben habe!!

Der Text erschien 2x für ca. maximal eine halbe Minute auf dem Bildschirm. (Blöderweise dachte ich beim 1.absenden, die SMS wurde nicht gesendet und wollte es dann lassen und wegdrücken und dadurch wurde sie auch noch 2x statt 1x verschickt.)

Sie muss es dann herausgefunden haben.
Nun habe ich eine Vorladung zur Vernehmung als Beschuldigter aufgrund privater Strafanzeige mit dem Vorwurf der "Beleidigung auf sex.Grundlage" bekommen--Termin in knapp einer Woche.

Ich weiß, dass es nicht richtig war, so zu handeln und schäme mich auch, mich auf so ein Niveau herabgelassen zu haben, allerdings ist es nun passiert und meine Frage lautet nun:

-was steht mir eventuell bevor? - wird es zu einem Gerichtsverfahren und Eintrag in sFührungszeugnis kommen?
-in welcher Höhe bewegen sich ca. Verwarngelder oder Zahlungen, die in einem solchen Fall gezahlt werden müssen und kann es passieren, dass die Gerichtskosten von mir übernommen werden müssen?

Meiner Ansicht nach, habe ich sie nicht beleidigt, erst recht nicht sexuell, auch wenn es nicht richtig war mit der Tel-Nr.
Und es war kein Dauerinserat o.ä. sondern es wurde kurz 2x gesendet und dann nicht noch einmal, man wird dort dann automatisch nach einigen Std deaktiviert.

-ist es ratsam bei der Polizei das alles so zu sagen und Einsicht zu zeigen oder lieber nichts sagen?

Bin ratlos, was das Beste wäre und vor allem üerlege ich, ob ich eine Gegenanzeige schalte auf Unterlassung o.ä. bezüglich meines Sohnes.
Was würden Sie mir raten? Bitte helfen Sie mir, bevor ich zu der Anhörung am 30.11. muss! Vielen Dank!!

AS
24.11.2006 | 11:35

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Ihre Handlung stellt tatsächlich eine Beleidigung dar, weil Sie in der Wirkung zu Dritten eine eindeutig herabsetzende Wirkung haben. Die Rechtsprechung zu derartigen Fällen ist eindeutig.
Die Beleidigung, die man Ihnen vorwirft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet. Soweit Sie nicht vorbelastet sind, wird es voraussichtlich auf eine Geldstrafe (ggf. im Rahmen einer öffentlichen Hauptverhandlung) hinauslaufen. Welche Höhe, kann ich ohne Akteneinsicht nicht abschließend sagen. Aber es wird sicherlich in einem Bereich verbleiben, der für Ihr Führungszeugnis keine Auswirkungen hat. Auf jeden Fall verbleiben die Gerichtskosten bei Ihnen und eine Geldstrafe liegt schnell im 4-stelligen Bereich.

Allerdings kann ich angesichts der Umstände und angesichts der Möglichkeiten bei professioneller Verhandlung mit den Behören nicht raten, derzeit Gegenanzeigen zu initiieren. Auch sollten Sie ohne einen Anwalt sich nicht zur Sache einlassen. Auch sind Sie nicht verpflichtet, derzeit der Polizei gegenüber etwas zu sagen. Sinnvoll wäre vielmehr, dass Sie über einen Anwalt Ihres Vertrauens in Ruhe Akteneinsicht nehmen lassen und dann in Richtung einer Verfahrenseinstellung operieren. Hierfür bietet Ihr Fall einige Ansatzpunkte. Es muss nicht betont werden, dass eine Einstellung durchaus positiv wäre.

Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2006 | 13:10

Vielen Dank erstmal für die prompte verständliche Antwort.
Leider sieht es ja nicht so gut aus für mich.
Inwiefern habe ich noch eine Chance, dass es aufgrund von nicht öffentlichem Interesse als Bagatelle o.ä. eingestellt wird, wenn ich keinen Anwalt nehme?
Oder definitiv Anwaltsberatung? Greift in dem Fall eventuell Prozesskotenbeihilfe?
Vielen Dank nochmal. Bewertung schreib ich noch.
MfG AS

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2006 | 13:32

Sehr geehrte Damen,

danke für Ihre Nachfrage sowie das positive Feedback. Eine Verfahrenseinstellung ist sicherlich als Ziel zu formulieren. Aufgrund der Außenwirkung der SMS und auch wegen der zunehmenden Härte der Behörden bei „elektronischen Delikten“ sehe ich derzeit jedenfalls keinen Spielraum für das Fehlen öffentlichen Interesses. Trotzdem eine gute Idee.

Ich kann Ihnen nur dringen raten einen Anwalt zu nehmen, PKH gibt es für den aber nicht, da das Recht der Pflichtverteidigung (was hier leider ausscheidet) vorrangig ist.

Ein netter Anwalt wird aber sicherlich Ratenzahlung ermöglichen, darüber hinaus meine ich, dass die Bilanz bei einer etwaigen Einstellung (Kosten-Nutzen) positiv wäre. Aber das müssen Sie selbst entscheiden. Ohne professionelle Verhandlung mit der Staatsanwaltschaft, wird es aber problematisch.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall erst einmal alles Gute! Bei Rückfragen, erreichen Sie mich gerne über meine obenstehende Email.

RA Hellmann

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die schnelle Antwort, sie war auch gut verständlich.
Es wird sich dann im weiteren Verlauf zeigen, wie es ausgeht...
Danke und weiter so. MfG "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
4/5.0

Danke für die schnelle Antwort, sie war auch gut verständlich.
Es wird sich dann im weiteren Verlauf zeigen, wie es ausgeht...
Danke und weiter so. MfG


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht