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beim Heizungskauf falsch beraten

25.11.2015 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Hallo,
ich führe einen kleinen Betrieb der zum grösten Teil Bad Sanierung durchführt. Ein par mal im Jahr verkauf ich meinen Kunden eine neue Heiztherme.

Vor ein par wochen habe ich mit meinem Sanitär Großhandel telefoniert und für ein bestimmtes Haus ein Angebot für eine Heizung angefordert.
Mir wurden zwei Geräte angeboten, darauf hin telefonierte ich mit dem Fachmann im Großhandel.
In dem Gespräch entschied ich mich für das günstigere Modell.
Nach dem einbau stellten wir fest das die Heiztherme falsch ist und sie in dem Haus nicht funktionieren kann. Die andere Therme aus dem Angebot wäre richtig gewesen.

Der Händler sagt nun ich bin schuld weil ich die therme bestellt hab und der Fachmann sei.
Ich soll jetzt beide Heizungen bezahlen.

Es gibt so viele verschiedene Modelle, deswegen verlass ich mich immer auf den Fachhändler.



Wer ist nun schuld?


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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Die gekaufte Therme ist mangelhaft, wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung nicht eignet, vgl. § 434 BGB.

Es kommt also entscheidend darauf an, welchen konkreten Inhalt das Gespräch mit dem Fachmann des Großhandels gehabt hat.Leider schildern Sie dazu nichts.

Haben Sie z.B. die genaue vorgesehene Verwendung beschrieben und nach der Eignung nachgefragt, läge ein solcher Mangel vor, weil dann die spezielle ins Auge gefasste Verwendbarkeit Vertragsbestandteil geworden wäre.

In diesem Falle hätten Sie einen Anspruch auf Nacherfüllung gemäß §§ 437, 439 BGB, können also die Lieferung der richtigen Therme anstelle der bisherigen verlangen.


Mit freundlichen Grüßen




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