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bei ebay erworbenen Computer nicht erhalten


09.10.2005 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe am 16.08.05 über ebay einen Computer bei einem Powerseller erworben (Artikelnummer 5229944245). Der Computer wurde von der Firma durch den DPD versendet (versicherter Versand!), kam jedoch nie an. Auf meine Nachfrage teilte mir die Firma mit, dass das Paket laut DPD am 26.08.05 ausgeliefert wurde. Der Computer sollte an die Adresse meiner Schwester geliefert werden, die jedoch an diesem Tag gar nicht anwesend war. Auch bei den Nachbarn, meinen Eltern, wurde das Paket nicht abgegeben. Da der DPD sich den Empfang der Ware bestätigen lässt, habe ich um eine Kopie dieser Unterschrift gebeten. Man erklärte mir jedoch, dass die Unterschriften an diesem Tage nicht abgelichtet wurden und sich nur durch einen Nachforschungsantrag herausfinden lässt wer den Computer bekommen hat. Dieser Antrag kann jedoch nur durch den Absender in die Wege geleitet werden. Daraufhin habe ich mich wieder an die Firma gewandt, die sich bereit erklärte mir entweder einen anderen Computer zuzuschicken oder das Geld zurückzuzahlen, wenn ich eine eidesstattliche Erklärung abgebe, dass ich den Computer nicht erhalten habe. Diese eidesstattliche Erklärung wurde sowohl von mir, als Auftraggeberin, als auch von meiner Schwester, als Empfängerin, unterschrieben und per Einschreiben der Firma zugestellt. Seitdem sind drei Wochen vergangen in denen ich die Firma bereits drei Mal aufgefordert habe das Geld zurückzuzahlen. Ich möchte die Sache jetzt gerne einem Anwalt übergeben, bin allerdings nicht im Rechtsschutz und möchte nicht zusätzlich zu dem bereits erlittenen Verlust (304,85 € inklusive Versandkosten)auch noch die Anwaltskosten tragen. Oder ist die Rechtslage Ihrer Meinung nach so eindeutig, dass ich nur gewinnen kann?
09.10.2005 | 15:09

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

für Ihre Online-Anfrage bedanke ich mich zunächst und beantworte sie unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

Nach Ihrer Schilderung dürften Sie den Computer von einem gewerblichen Verkäufer ersteigert haben. Grundsätzlich steht Ihnen aufgrund des Höchstgebotes und des daher geschlossenen Kaufvertrages auch ein Erfüllungsanspruch zu. Dabei trägt der gewerbliche Verkäufer auch gemäß der Vorschriften der §§ 446, 474 BGB das Verlustrisiko. Demnach können Sie – was davon abhängt, ob ein spezieller Computer verkauft wurde oder ein aus der Gattung bestimmtes Gerät – grundsätzlich weiterhin Erfüllung verlangen. Ansonsten können Sie wenigstens vom Kaufvertrag zurücktreten (wie Sie es wohl vorhaben) und ggf. auch Schadensersatz verlangen.

Nach alledem habe ich keine Bedenken, entsprechende Ansprüche gegen den „Powerseller“ durchzusetzen. Von daher sollten Sie durchaus erwägen, anwaltliche Schritte gegen den Verkäufer zu ergreifen. Die gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwalts schuldet der Verkäufer, da er sich offenbar im Verzug mit der Rückzahlungsverpflichtung befindet (weil er sich nicht meldet). Allerdings gebe ich noch zu bedenken, dass entsprechende Mandate nur dann kostendeckend bearbeitet werden können, wenn eine zusätzliche und angemessene Honorarvereinbarung geschlossen wird. Diese Kosten können regelmäßig nicht vom Gegner verlangt werden.

Sie sollten insgesamt unbedingt einen Kollegen Ihres Vertrauens zur Geltendmachung Ihrer Rechte beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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