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bei 1,63 Promille zur MPU?


01.06.2007 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Ich bin Ende April beim Autofahren mit 1,63 Promille (Bluttest) angehalten worden und habe jetzt den entsprechenden Strafbefehl zugestellt bekommen. Darin wird mir mitgeteilt, dass mir der Führerschein für 9 Monate entzogen wird und ich zudem eine Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen a 10 Euro bezahlen muss. Dazu kommen weitere 187,78 Euro Gerichtsgebühr.

Ich bin zuvor noch nie mit Alkohol angehalten worden, meine einigen Punkte in Flensburg stammen vom Überfahren einer roten Fußgängerampel vor gut 2 Jahren.

Meine Frage ist, wie wahrscheinlich ist es, dass ich nach dem 9 Monaten eine MPU machen muss, um meinen Führerschein zurückzubekommen. Und gibt es Gründe, die lohnen würden, gegen den zugestellten Strafbefehl Einspruch einzulegen.

Vielen Dank für ihre Mühen!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr ist die Absolvierung einer MPU zwingend, will man die Fahrerlaubnis wiedererteilt bekommen, vgl. § 13 Nr. 2 c) Fahrerlaubnisverordnung. Diese Regelung gilt auch für Ersttäter.

II. Man könnte hier versuchen, dass Verfahren über Rechtsmitteleinlegung in die Länge zu ziehen und so Zeit zu gewinnen. Dann kann man etwa nach erfolgreicher Absolvierung eines Kurses zur Verkürzung der Sperrzeit oder ähnlicher geeigneter „Nachweise“ versuchen, den Richter in der Hauptverhandlung zu überzeugen, dass man nunmehr nicht mehr ungeeignet zum Führen eines Kfz ist und es somit keiner (weiteren) Sperre bedarf. So käme es zwar zu einer Verurteilung, jedoch nicht zur (weiteren) Sperre und dem weiteren Entzug der Fahrerlaubnis. Der Führerschein wäre dann noch in der Hauptverhandlung wieder herauszugeben.
Allerdings ist das „Verfahren“ recht kostspielig (regelmäßig ist erst im Berufungsverfahren eine geraume Zeit vergangen, so dass man von einer Änderung Ihrer inneren Einstellung zum Problem „Trinken und Fahren“ sprechen kann) und natürlich gibt es auch keine Erfolgsgarantie. Zudem ist es zunächst notwendig Akteneinsicht zu nehmen, um überhaupt die Erfolgsaussichten einschätzen zu können.

III. Ansonsten ist die Strafhöhe (40 TS) und die Höhe der Tagessätze (10 EUR) „in Ordnung“. Bitte beachten Sie zudem, dass sich nach Einlegung eines Einspruchs gegen den Strafbefehl die Strafe u.U. sogar verschlimmern kann.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2007 | 22:16

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Ich denke, dass es für mich das beste sein wird, keinen Einspruch einzulegen. Aber können Sie mir eine Größenordnung nennen, mit welchem finanziellen Aufwand ich für eine MPU ungefähr rechnen muss?

Vielen Dank und noch einen schönen Abend

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2007 | 22:36

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Kosten nur für die MPU betragen ca. 350 bis 450 EUR.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 01.06.2007 | 23:02

Sehr geehrter Fragesteller,

zur Klarstellung soll (nochmals) hervorgeben werden, dass ein „erfolgreicher Verlauf“ der oben unter II. beschriebenen Prozedur die Absolvierung einer MPU grds. entbehrlich machen würde, da (wie gesagt) vom Gericht dann keine weitere Sperre mehr verhängt werden würde. Das Gericht sieht Sie dann als nicht mehr ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen an; an diese Feststellung wäre die Verwaltungsbehörde grds. gebunden.

Auf das nicht unerhebliche Kostenrisiko und die nicht garantierte Erfolgsaussicht hatte ich hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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