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behindertengerechter Umbau


09.01.2005 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, ich bin im Juni 2002 in eine Mietwohnung bei einer Wohnungsbaugesellschaft eingezogen.
Nach einer Schwerstbehinderung wurde vom med. Dienst verlangt das Bad behindertengerecht umzubauen, d. h. in erster Linie die Duschwanne entfernen und bodengleich zu machen.
Das Bad war ca. 3 qm gross und Boden und Wände waren mit PVC ausgelegt. Es musste eine Wand herausgebrochen werden, um das Bad auf ca. 4 qm zu vergrössern.
Der Abriss dieser Wand und wurde in Höhe von 2.600 Euro berechnet. Das war der Preis, welcher die Krankenkasse übernommen hat zwecks Wohnraumanpassung
Um das Bad fertigzustellen fliesen von Wänden und Boden
mussten nochmals 2.000 Euro bezahlt werden.
Die Wohnungsbaugesellschaft hat sich an den Kosten nicht beteiligt, im Gegenteil man verlangte, nach Auszug das Bad wieder in den alten Zustand herzustellen.

Weitere Umbaumassnahmen sind notwendig. Da nur eine gemeinsamer Waschraum im Keller ist, sollte die Waschmaschine in der Küche untergebracht werden. Anschlüsse sind keine Vorhanden.
Türschwellen sollten entfernt werden wg. Rollstuhl.
An diesem Umbaumassnahmen möchte sich die Wohnungsbaugesellschaft nicht beteiligen.
Einen Kostenvoranschlag wurde für die noch folgenden Arbeiten bei der Krankenkasse eingereicht, jedoch beurteilen diese die Kosten als Renovierungsarbeiten, der Antrag wurde abgelehnt.

Da ich nur eine kleine EU Rente erhalte kann ich für die Umbaukosten nicht aufkommen.
Müsste hier evtl. mein geschiedener Mann, welcher keinen Unterhalt aufkommen?
Oder muss sich die Wohnungsbaugesellschaft anteilig an den Kosten beteiligen.
In der Küche habe ich bereits die vorhandenen PVC Fliesen an Herd und Spüle entfernt und Wandfliesen angebracht. Ebenfalls wurde der Boden erneuert.
Für eine Bescheid wäre ich sehr dankbar
09.01.2005 | 14:07

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich müssen Sie nach Ihrem Auzug den ursprünglichen Zustand der Mietsache wiederherstellen. Zuvor war der Vermieter verpflichtet gewesen, seine Zustimmung zum behindertengerechten Umbau zu erteilen. Im Normalfall verlangt der Vermieter dann allerdings eine Sicherheitsleistung für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands.

Nach dem Rückbau können Sie aber dann diese geleistete Sicherheit vom Vermieter zurückverlangen. Der Vermieter musste während der Mietzeit die Sicherheitsleistung auf einem Sparkonto verzinsen lassen. Diese Zinsen stehen Ihnen auch zu.

Ansonsten muss sich der Vermieter nicht an den Umbaumaßnahmen bzw. Kosten beteiligen.

Fall Sie jedoch über keine finanzielle Mittel für den Rückbau verfügen, sollten Sie sich beim Sozialamt erkundigen, ob dieses die Kosten teilweise übernimmt. Nach der neusten Fassung des Sozialgesetzbuches IX sollen in allen Bundesländern sog. Servicestellen für Beinderte eingerichtet werden, die speziell bei solchen Fragen weiterhelfen.

Wenn Ihr Ex-Ehemann unterhaltspflichtig sein sollte, dann käme auch er gegebenfalls als Beitragspflichtiger in Frage. Abschließned läßt sich dies nicht beantworten, da dies von einer Vielzahl von Faktoren (Höhe des Einkommens, sonstige Unterhaltsverpflichtungen..) abhängt.

Wenden Sie sich jedoch zunächst an das Sozialamt bzw. Servicestelle für Behinderte.

Ich hoffe Ihnen mit der Antwort weiter geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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