Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

befristeter Arbeitsvertrag nach Elternzeit / vorher unbefristet

| 31. August 2021 07:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo,

meine Frau arbeitet ca. 8 Jahre beim selben Arbeitgeber durchgehend unbefristet in Vollzeit. 2017 kam das erste Kind, meine Frau hatte ein Jahr Elternzeit und danach zwei Jahre Teilzeit in Elternzeit gearbeitet (16h/Woche).

Am 28.01.2021 haben wir unser zweites Kind bekommen. Meine Frau hat ein Jahr Elternzeit angemeldet.

Sie hat bereits Kontakt mit dem Arbeitgeber aufgenommen, um die Beschäftigung nach der Elternzeit zu klären. Sie hat folgende Voraussetzungen für die Beschäftigung aufgeführt:
- Arbeitszeit 8 Stunden/Woche ausschließlich samstags möglich (aufgrund Kinderbetreuungszeiten und der Vollzeitbeschäftigung von mir)

Meine Frau hat nun bereits einen Entwurf des Arbeitsvertrags erhalten, dabei sind uns einige Unstimmigkeiten aufgefallen. Es handelt sich um einen „befristeten Arbeitsvertrag für geringfügig Beschäftigte".
Weiter heißt es „Die Befristung wird unter folgendem sachlichen Befristungsgrund vereinbart: Teilzeit während der Elternzeit"
Außerdem steht im Vertrag: „Die Lage der Arbeitszeit wird vom Arbeitgeber entsprechend den betrieblichen Belangen und Erfordernissen nach pflichtgemäß Ermessen festgelegt".

Gerne kann ich Ihnen den Vertragsentwurf zukommen lassen.

Folgendes ist für uns fraglich:
1. Hat sie Anspruch auf Ihren alten Vollzeitvertrag, wenn die Befristungen abgelaufen sind? Ich bin davon ausgegangen, dass Teilzeit in Elternzeit nur funktioniert, wenn mindestens 15h/Woche gearbeitet wird.
2. Ist es möglich vertraglich festzuhalten, dass ausschließlich samstags gearbeitet werden kann? Bereits beim ersten Kind wurde ständig gefragt, ob auch an anderen Tagen gearbeitet werden kann.
3. Wie viel Tage Urlaubsanspruch? Im Vertrag steht: Der Arbeitnehmerin steht der gesetzliche Mindesturlaub von jährlich 24 Werktage (6 Tage Woche) zu. Wie wird dies auf eine 8h Arbeitswoche runtergebrochen?
4. Derzeit steht im Vertragsentwurf ein Arbeitsbeginn ab 01.01.2022. Jedoch geht doch ihre Elternzeit, in der sie Elterngeld erhält, bis 27.01.2022. Sie würde gerne ab 01.02.2022 beginnen, sonst überschneidet es sich doch mit der Elternzeit und dem Elterngeldbezug.

Im Voraus vielen Dank. Auf eine baldige Antwort freue ich mich.


Einsatz editiert am 31.08.2021 09:05:24

31. August 2021 | 09:29

Antwort

von


(2042)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Richtig, es besteht ein Anspruch auf Rückkehr zu allen alten Arbeitsbedingungen, da durch die Elternzeit das Arbeitsverhältnis lediglich suspendiert wird und während der Elternzeit ein Anspruch auf Teilzeitarbeit besteht.
Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin darf während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats erwerbstätig sein.
Unberührt bleibt das Recht, sowohl die vor der Elternzeit bestehende Teilzeitarbeit unverändert während der Elternzeit fortzusetzen, soweit die vorstehende Grenze der Wochenstunden beachtet ist, als auch nach der Elternzeit zu der Arbeitszeit zurückzukehren, die vor Beginn der Elternzeit vereinbart war.

Das ergibt sich aus § 15 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG.

2.
Arbeitsrechtlich gesehen ist der Samstag ein normaler Werktag. Daher kann das so vereinbart werden.
Nur bei Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen bestehen Ausgleichsansprüche.

3.
Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.
Als Werktage gelten auch hier alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.
Ein Arbeitstag pro Woche bedeutet vier Urlaubstage, wobei das für jeden weiteren Arbeitstag in der Woche um vier Urlaubstage erhöht wird.

4.
Da ist man hinsichtlich des Beginns flexibel, da man auch während der Elternzeit arbeiten darf.

Wie gesagt: Ganz wichtig ist, dass die Elternzeit den geschlossenen Arbeitsvertrag mit seinen Rechten und Pflichten nur für die Dauer der Elternzeit im wesentlichen pausiert und danach alle Rechten und Pflichten wieder aufleben.
Die Besonderheit hinsichtlich der Teilzeitarbeit habe ich Ihnen oben geschildert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 2. September 2021 | 09:43

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2. September 2021
5/5,0

ANTWORT VON

(2042)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet- und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht