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befristeter Arbeitsvertrag nach Beendigung der Probezeit

| 25.06.2006 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Die 6 monatige Probezeit einer Mitarbeiterin endet nun am 30.06.2006. Welche Möglichkeit wäre für mich als Arbeitgeber nun vorteilhafter, da ich sie als Mitarbeiterin gerne weiter beschäftigen möchte, jedoch mich und meine Firma schützen möchte. 1) Kann ich sie nun befristet für 1 Jahr weiter in der gleichen Firma beschäftigen mit einer Probezeit und einer Kündigungsfrist von 2 Wochen oder fällt die Probezeit nun weg oder 2) wenn ich das befristete Arbeitsverhältnis nun nicht kündige verlängert es sich ja automatisch in ein unbefristetes mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen. Welche der beiden Möglichkeiten ist aus Arbeitgebersicht nun überschaubarer?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich auf Grund der mir zur Verfügung stehenden Angaben wie folgt:

Ein befristetes Arbeitsverhältnis ist ein Arbeitsverhältnis für eine bestimmte Dauer. Derartige Arbeitsverhältnisse unterliegen bestimmten rechtlichen Grenzen. Einschlägig ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Nach § 14 Abs. 1 TzBfG ist ein befristetes Arbeitsverhältnis grundsätzlich nur aus einem der aufgezählten Befristungsgründe zulässig.

z.B.

Nr. 1: nur vorübergehender Bedarf an der Arbeitsleistung;
Nr. 3: Beschäftigung zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers;
Nr. 5: Befristung zur Erprobung

ACHTUNG: Gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine Befristung aber auch ohne sachlichen Grund für einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren und bei maximal dreimaliger Verlängerung möglich. Nach § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine solche Befristung ohne sachlichen Grund dann ausgeschlossen, wenn zwischen den gleichen Vertragspartnern zuvor schon einmal ein Arbeitsverhältnis bestanden hat.

In Ihrem Fall hat die Mitarbeiterin ihre 6 monatige Probezeit befristet gearbeitet. Entsprechend der oben dargelegten Rechtslage ist eine erneute Befristung ohne sachlichen Grund nicht mehr zulässig, da bereits zu demselben Arbeitgeber zuvor ein befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Damit soll ausgeschlossen werden, dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer aus einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsverhältnis entlässt und z. B. einen Monat später wieder ohne sachlichen Grund befristet einstellt.

Wieviel Zeit zwischen dem früheren und dem späteren befristeten Arbeitsverhältnis liegt, ist nicht von Bedeutung. Sogar eine fast zwölfmonatige Unterbrechung schadet nicht - führt also zur Unwirksamkeit der Befristung -.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und verbleibe mit,

freundlichen Grüßen,

Weber
Rechtsanwalt

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