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befreiter Vorerbe, Schlußerbe, Erbengemeinschaft


27.02.2006 22:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte um Ihren geschätzten Rat.

Beteiligte:

Großvater „A“ kauft Dreifamilienhaus und überschreibt ca. 1970
den Grundbesitz an seine drei Kinder.
Tochter „B“, Sohn „C“, Sohn „D“, diese bilden eine
Erbengemeinschaft zu je 1/3 Anteil am Grundbesitz, (keine Eigentumsbildung).

„B“ ist mit „E“ verheiratet.
„B“ hat leibliche Tochter „F“ und leibliche Tochter „G“
„F“ hat einen leiblichen Sohn „H“ und „G“ hat zwei leibliche Söhne
„E“ hat einen leiblichen Sohn „I“
„B“ und „E“ haben keine gemeinsamen Kinder, „E“ bringt kein Vermögen mit in die Ehe.


„A“ verstirbt 1990, „B“ verstirbt 1996, „E“ verstirbt 2006

Testament:
„B“ und „E“ errichten 1992 vor Notarin ein Testament und erklären sich gegenseitig zu alleinigen Erben ein zusetzten.

1995 ändern „B“ und „E“ dieses Testament handschriftlich wie folgt ab:

Für den Fall, dass die Ehefrau „B“ die Erstversterbende von uns sein sollte, soll hinsichtlich des einen drittel Miteigen- tumsanteiles der Ehefrau „B“ am Grundbesitz ... der Ehemann „E“ nur befreiter Vorerbe sein. Für allen übrigen Nachlaß ist er in diesem Falle uneingeschränkter Erbe.
Nacherbin des Grundbesitzes soll die Tochter „F“ der Ehefrau sein. Für den Fall, dass sie den Nacherbfall nicht erlebt, so sollen ihre Kinder „H“ Ersatzerben zu gleichen Teilen sein.
Der Nacherbfall soll mit dem Tod des Vorerben eintreten. Weiterhin legen wir fest, dass die Tochter „F“ der Ehefrau Schlusserbin nach dem Ableben des Längstlebenden von uns sein soll. Sollte sie den Erbfall nicht erleben, so sollen ihre Kinder als Ersatzerben zu gleichen Teilen an ihre Stelle treten.
Unterzeichnet von „B“ und „E“.

„G“ wusste vom Ableben von „B“ und hat Erbteil nicht eingefordert.

Meine Fragen:
Wenn „F“ Erbe nicht an nimmt wird „H“ Ersatzerbe ? „H“ nimmt Erbe ebenfalls nicht an. Wer hat nun erbanspruch ? Hat „G“ wieder Erbanspruch ? Welche Erbansprüche hat „I“ vom Vorerben „E“? Wenn “F“ Erbe doch an nimmt, was beinhaltet dann das Erbe?
„F“ ist noch im Zeitlimit der 6 Wochen.

Für Ihre geschätze Antwort bedanke ich mich im voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ist auf die beiden gemeinschaftlichen Testamente der Eheleute B und E abzustellen.
Das notarielle Testament aus dem Jahre 1992 besagt, dass die Eheleute sich gegenseitig zum Erben einsetzen.
Somit würde nach dem Tode der Letztversterbenden die gesetzliche Erbfolge eintreten.
1995 ändern die Eheleute handschriftlich dieses Testament eigenhändig dahingehend ab, dass die gegenseitige Erbeinsetzung mit einer Schlusserbenrege-lung zugunsten der F ersatzweise von H ergänzt wurde.
Da ein gemeinschaftliches Testament nicht zwingend vor dem Notar errichtet werden muss, sondern auch eigenhändig errichtet werden kann, ist das datumsmäßig neueste maßgebend.
Da der B erst im Jahre 1996 verstorben ist, somit das gemeinschaftliche Testament ab diesem Erbfall von einem der beiden Ehegatten, wenn nichts anderes darin geregelt ist, geändert werden kann, war dies gemeinschaftlich in 1995 noch möglich.

Aus oben genannten Gründen ist somit die Schlusserbenregelung zugunsten der F, ersatzweise für H wirksam durch gemeinschaftliches Testament der Eheleute B und E im Jahre 1995 verfügt.

Somit wäre F Erbin nach der Letztversterbenden E, falls diese ausschlüge käme an deren Stelle H. Falls H das Erbe ebenfalls ausschlagen würde, müsste nach der E die gesetzliche Erbfolge geprüft werden. Da die Tochter F ebenfalls das Erbe ausgeschlagen hat, würde nach der E I als Abkömmling der E einzig gesetzliche Erbin sein, da B bereits vorverstorben ist und die Eheleute B und E keine gemeinsa-men Kinder haben.

Hinsichtlich des Nachlasses kann außer dem von Ihnen vorgetragenen Dreifamilienhaus nichts beurteilt werden, so dass diesbezüglich noch Sachverhaltvor-trag vonnöten sein wird.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung auch im Hinblick auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.

Ich darf Sie bitten, von der einmaligen Rückfrage Gebrauch zu machen, um Missverständnisse bzw. Ergänzungen noch vornehmen zu können.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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