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beantragung einer Wbk trotz MPU


15.04.2018 09:58 |
Preis: 40,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,
ich wurde im März 2004 unter einfluss von Cannabis beim Autofahren erwischt. Daraufhin wurde mir der Führerschein entzogen und eine MPU angeordnet. Diese habe ich erst im Juli 2015 gemacht und bestanden. Habe seit Oktober 2015 meinen Führerschein wieder. Bin ausser dieser Sache nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Nun möchte ich eine Wbk für Sportschützen beantragen. Wie schätzen sie meine Chance auf eine Wbk ein?

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Guten Tag,
ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Gemäß § 6 Abs. 1 Zif 2 WaffG fehlt die zum Erwerb erforderliche persönliche Eignung, wenn eine Drogenabhängigkeit besteht. Diese Vermutung ist unwiderlegbar. Da sich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung jedoch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dürfte dieser Versagungsgrund nicht anzunehmen sein.

Allerdings kann geschehen, dass die Behörde einen Fall des § 6 Abs. 2 WaffG annimmt und ein Gutachten anfordert:

"Sind Tatsachen bekannt, die Bedenken gegen die persönliche Eignung nach Absatz 1 begründen, ... so hat die zuständige Behörde dem Betroffenen auf seine Kosten die Vorlage eines amts- oder fachärztlichen oder fachpsychologischen Zeugnisses über die geistige oder körperliche Eignung aufzugeben."

Ob dies bei einem Cannabis-Vorfall anzunehmen ist, der immerhin 14 Jahre zurückliegt, ist letztlich eine Ermessensfrage.
Sollte seit 2004 keine weitere Auffälligkeit in dieser Hinsicht mehr gewesen sein, dürfte solche Bedenken nicht sachlich zu begründen sein.

Von daher ist zwar denkbar, dass von Ihnen ggf. ein solches Gutachten eingefordert wird; wahrscheinlich aber wird die WBK anstandslos erteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Beachten Sie bitte meine Datenschutzhinweise unter https://www.magentacloud.de/share/qhfwphvs89


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