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b2b: Frist zur Nacherfüllung

11.07.2019 07:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Bernhard Schulte


Zusammenfassung: Schadensersatz in Form des Deckungskaufs

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin selbständiger IT-Dienstleister und habe von einem Lieferanten ein Server-Mainboard erworben. Das Board funktionierte nicht korrekt und der Herstellersupport empfahl eine Reparartur bzw. Austausch über den Verkäufer.

Das Board ging also zurück, der Lieferant bestätigte den Eingang am 20.5.19.

Nach vier Wochen der Stille habe ich am 18. Juni die immer noch ausstehende Nacherfüllung angemahnt. Der Händler antwortete wenig hilfreich, dass die meisten Reklamationen nach zwei bis vier Wochen komplett abgeschlossen wären.

Am 3. Juli wurde der Händler aufgefordert, ein repariertes oder ausgetauschtes Board binnen einer Woche beizubringen, da ich ansonsten eine Ersatzbeschaffung vornehmen und ihm die Kosten hierfür in Rechnung stellen würde.

Dies lehnte er aber ab und antwortete, dass eine Gutschrift erst in KW32 (die Woche ab 5. August) möglich wäre.

Meine Frage: Muss ich das hinnehmen oder kann ich bedenkenlos Anfang der kommenden Woche die Ersatzbeschaffung vornehmen und ihm in Rechnung stellen?

Viele Grüße und vielen Dank

Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Hier habe ich Sie so verstanden, dass Sie den Verkäufer bereits zweimal nach Anzeige des Mangels zur Nachbesserung unter Fristsetzung aufgefordert haben. Ob die letzte gesetzte Frist von lediglich 1 Woche angemessen ist, kann durchaus diskutiert werden. Doch bedeutet das nicht, dass die gesetzte Frist gar nicht gilt, sondern eine angemessene Frist (von etwa 10 Tagen bis 2 Wochen) in Gang setzt. Insofern würde ich hier zumindest 10 Tage abwarten, bevor Sie einen Deckungskauf vornehmen.

Meiner Ansicht nach können Sie hier aus Verzug Schadensersatz in Form des Deckungskauf vom Verkäufer verlangen, da dieser bereits 2-fach Fristsetzungen zur Nachbesserung verstreichen lassen hat.

Doch beachten Sie, dass Sie lediglich die etwaigen Mehrkosten des Deckungskauf im Vergleich zum ursprünglichen Kaufpreis (also die Differenz) vom Verkäufer als Schadensersatz verlangen können.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine positive Bewertung von z.B. 5 Sternen würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt, Datenschutzauditor (TÜV) und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV)

Rückfrage vom Fragesteller 11.07.2019 | 11:08

Hallo Herr Schulte,

danke für die schnelle Antwort.

Die einwöchige Frist habe ich am 3. Juli gesetzt.

Ihrer Antwort entnehme ich, dass, wenn ich die Ersatzbeschaffung also am 17. Juli vornehme (natürlich unter der Voraussetzung, dass der Verkäufer bis dahin nicht reagiert), hinsichtlich der Geltendmachung des Schadensersatzes auf der sicheren Seite bin?

Müsste ich zusätzlich auch vom Kauf zurücktreten? Das eingesandte Mainboard kann ich im Fall der Ersatzbeschaffung natürlich nicht mehr gebrauchen, da es der Kunde für einen älteren Prozessor bestellt hat und es höchst fraglich ist, wann und ob überhaupt es noch einmal verkauft werden kann.

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.07.2019 | 15:11

Ja, nach ergebnislosem Fristablauf sollten Sie den Rücktritt erklären und gleichzeitig den Schaden aufgrund Deckungskaufs geltend machen.

MfG
Schulte

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